Perry Rhodan Heft Nr. 870

Plondfair, der Berufene

Er ist ein Zweifler -
er stellt die Macht des Alles-Rads in Frage

von William Voltz

tibi
Tibi: Johnny Bruck

Hauptpersonen:

Plondfair - Ein junger Lufke erhält Die Berufung.
Koßjarta - Plondfairs Nährmutter.
Gainth - Ein hochstehender Kryn.
Payne Hamiller - Wissenschaftlicher Kommandant der BASIS.
Demeter - Die »Göttin« erfährt von ihrer Herkunft.
Harso Sprangohr - Boyt Margors Mann auf der BASIS.

Auf dem Planeten Kschur geht die Wyngerin Koßjarta, von Beruf Nährmutter, auf dem Markt einkaufen. Sie beobachtet die jungen Wynger und macht sich Gedanken über die Stammesordnung ihres Volkes. Die Wynger teilen sich in 12 unbedeutende und 6 bedeutende Stämme, von denen jeder einem bestimmten Berufsfeld nachgeht. Der Stamm der Lufken, dem Koßjarta angehört, ist für die Flotte und die Kriegsführung zuständig. Umso verwunderlicher – und erbaulicher – ist es, dass Koßjartas letzter Ziehsohn Plondfair ein sehr sanftes Gemüt ist. Als Koßjarta die Ebene wechseln möchte, reißt das Transportband und die sie wird schwer verletzt. Während sie auf Hilfe wartet, bittet sie zwei Lufken ihren Ziehsohn Plondfair zu informieren und direkt ins Krankenhaus zu zitieren.

Plondfair besucht derweil seine letzte Vorlesung, bald ist seine Ausbildung abgeschlossen. Der Dozent verabschiedet sich – ein wenig zu pathetisch, wie Plondfair findet – von seinen Schülern, nur Plondfair bittet er um eine Unterredung. Er weißt den Schüler daraufhin, dass er zuwenig aus seinen Begabungen machen, worauf Plondfair ihm entgegnet, er interessiere sich halt mehr für andere Dinge und wäre in einem anderen Stamm besser aufgehoben. Überhaupt sei des bestehende Ordnung einer Reform bedürftig. Der Lehrer entgegnet Plondfair er solle sich nicht ganz so wichtig nehmen und ein Demut üben.

Als er den Hörsaal verlässt, trifft Plondfair auf eine junge Wyngerin, die von allen – sowohl Schülern als auch Dozenten – umschwärmt wird. Sie teilt Plondfair mit, dass er sie einer Einladung seinerseits nicht abgeneigt sei, doch Plondfair macht keine Anstalten sie zu fragen und muss sich so den Vorwurf zu eitel zu sein ein zweites Mal in kurzer Zeit anhören.

In seiner Wohnung angekommen findet Plondfair in seiner Post die Berufung vor. Er soll sich zur Zentralwelt der Wynger Välgerspäre begeben. Eine solche Berufung ist eine Ehre für einen jeden Wynger, insbesondere in so jungen Jahren. Plondfair kann sein Glück kaum fassen da erreicht ihm die schreckliche Nachricht aus dem Hospital: Seine Nährmutter ist schwer verletzt und wünscht ihn zu sehen.

Plondfair macht sich unverzüglich auf dem Weg ins Krankenhaus, um dort entsetzt festzustellen wie schlecht es um seine Mutter steht: Koßjarta liegt im Sterben. Da sie sich nicht in Meditation versetzen kann, kommt auch kein Kontakt zum Alles-Rad, der in Algstogermaht verehrten Gottheit, zustande. Die einzige Hoffnung auf Heilung besteht in einer Pilgerreise über die wichtigsten der 47 Monde Välgerspäres. Die Pilgerreise hat einen zutiefst religiösen Hintergrund und wird als "Über das Rad gehen" bezeichnet. Leider schreibt es das Gesetz vor, dass Pilger, in der Regel Heilungssuchende, und Berufene getrennt reisen. Da Plondfair sich aber nicht von seiner Mutter trennen möchte, bittet er bei den Kryn, den religiösen Herrschern und Vertretern des Alles-Rad um eine Ausnahme. Zuerst wird seine Bitte abgelehnt, doch dank seines Beharrungsvermögens wird Plondfair der Wunsch gewährt. Das Raumschiff startet nach Välgerspäre.

Von alledem weiß man an Bord des terranischen Fernraumschiffes BASIS nichts. Payne Hamiller ist in die Auswertung der Daten über das Ungeheuer Dargist vertieft, kann sich jedoch nicht so recht konzentrieren, zu sehr betrübt ihm die Tatsache, dass sich die von ihm so heiß verehrte Demeter eher Roi Danton als ihm zugeneigt fühlt. Und als ob sie den Finger in die Wunde legen wolle, ruft Demeter bei ihm an, und klagt ihm ihr Leid, sie wisse nicht was sie zu Roi hinziehe, sie sei sich aber sicher, es sei nicht die Stimme ihres Herzens. In diesem Moment kommt eine Eilmeldung Jentho Kanthalls herein, die BASIS hat Tschuschik erreicht, und Payne Hamiler wird in der Zentrale benötigt, man hat Spuren einer raumfahrenden und offensichtlich mächtigen Zivilisation entdeckt. Nun gilt es erst einmal Kontakt aufzunehmen.

Plondfair bekommt an Bord des Raumschiffes zu spüren, dass er nicht sonderlich willkommen ist. In einem Gespräch mit seiner Mutter äußert diese den Verdacht, die Berufung sei nur ein Mittel um nicht systemkonforme Wynger aus dem Weg zu räumen. Als Plondfair mehr erfahren will, stürmt ein Arzt herein und untersagt ihm. Plondfair wird zu Gainth, dem Kryn der ihm Reise erlaubt hat, beordert und bekommt eine Rüge wegen seines schwachen Glaubens. Als Beweis für die Allmacht des All-Rads zeigt Gainth dem immer noch nicht recht überzeugten, die Wunde einer Krankheit die eigentlich tödlich endet.

Das Raumschiff erreicht Wallzu, einen der 47 Monde Välgerspäres und Ausganspunkt der Pilgerreise. Man lässt die Heilungsbedürftigen von Bord gehen. Plondfair wird nicht zum aussteigen aufgefordert, sein Zielort ist ein anderer. Doch von dem Wunsch besessen seiner Mutter beizustehen, schleicht er sich in einer waghalsigen Aktion von Bord und landet ebenfalls auf Wallzu; dort muss er sich erst einmal verstecken.

An Bord der BASIS sieht sich Payne Hamiller mit einer Bedrohung konfrontiert. Harso Sprangohr erscheint in seinem Quartier und bedroht sein Leben, mit der Begründung Hamiller würde seinen Meister Boyt Margor verraten. Hamiller kann sich aber wirklich nicht an Margor erinnern, geschweige denn in welcher Beziehung er zu ihm steht. Sprangohr sagt ein toter Paratender sei besser als ein abtrünniger und will Hamiller erschießen. Dieser schließt schon mit dem Leben an, da erscheint Demeter…

Über Välgerspäre bemerkt man derweil Plondfairs verschwinden. Gainth und die Kryn entscheiden sich die Sache intern zu regeln, und so begibt sich Gainth nach Wallzu. Die Aufgabe Plondfair zu finden könne nicht so schwer sein, meint er, schließlich sei dieser mit 1,71m ein auffallend großer Wynger.

An Bord der Basis kommt es zu einem Handgemenge zwischen Demeter und Sprangohr, bei dem Demeter aus Versehen den Strahler auslöst und Sprangohr erschießt. Hamiller ist geschockt und will den Sicherheitsdienst informieren, doch Demeter überredet ihn, die Sache zu vertuschen und wie einen Selbstmord aussehen zu lassen.

Auf Wallzu erreicht Plondfair die Tempelanlage im Zentrum der größten Stadt Toykoan. Dort bleibt er lange unentdeckt, und so kann er der Startzeremonie der Pilgerreise beiwohnen. Was er beobachtet erschüttert ihn zutiefst. Die Heilungen auf der Pilgerreise sind keineswegs Wunder, im Gegenteil, vor dem Start wird mit einem technischem Diagnosegerät, welches definitv nicht von Wyngern entwickelt wurde, eine Selektion betrieben. Die Todkranken bei denen keine Chance besteht, dass sie überleben, dürfen die Reise gar nicht erst antreten. Plondfair muss die Erkenntnisse noch verarbeiten, da wird er von Gainth entdeckt.

An Bord der BASIS hat man einen Funkspruch der vorherrschenden Zivilisation in Tschuschik aufgefangen. Dieser enthält auch Bilddaten und mit diesen eine Überraschung: Demeter entstammt offensichtlich dem Volk, welches hier beheimatet ist.

Metadaten

Dieser Roman wurde von Wolfgang Ruge zusammengefasst.

Die aktuelle Version wurde am 17. Juni 2006 in die Datenbank eingepflegt

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