Perry Rhodan Heft Nr. 2670

Der Weg des Konstrukteurs

Sholoubwas Genie wächst –?
er erlebt und schafft kosmische Wunder

von Marc A. Herren

tibi
Tibi: Swen Papenbrock

Hauptpersonen:

Sholoubwa – Der Konstrukteur erweist sich als schwierig und charakterlos.
Voosla
– Ein Berater muss den Herren von Evolux gehorchen.
Nikomus Neuntau
– Der Pilot dient einem undankbaren Herrn.
Renyi-Hemdebb
– Der Bote begegnet dem Konstrukteur.
Shobruntanger
– Ein alter Roakk dient unter Einsatz seines Lebens.

Zweihundert Jahre nach dem Tod des Konstrukteurs Port’aldonar ist seine robotische Schöpfung Sholoubwa weiterhin in der Galaxis Karn-Legrek als Waffenkonstrukteur tätig. Als ihn Schiffe der achtbeinigen Allhe verfolgen, gelingt ihm ein Entkommen nur durch den Einsatz einer neu entwickelten Halbraumblase, in der er die Verfolger kurzfristig einsperren kann.

Um seine Effektivität zu steigern, bedient er sich sogenannter Externitäten, zu denen er jederzeit Hyperfunkkontakt aufnehmen kann. In Erinnerung an die Allhe stattet er die Externitäten im Wesentlichen auch mit acht Beinen aus, da er so ihre Standsicherheit erhöhen kann. Er selbst tritt häufig in der Maske seines Erbauers auf und erweckt so den Eindruck, dass dieser extrem langlebig ist.

Schließlich wird er auch wegen seiner Experimente mit Halbraumblasen von einem Boten der Hohen Mächte aufgesucht. Ihn reizt die Herausforderung und er begibt sich an Bord eines bionischen Raumschiffs, wo ihn der Unterprüfer Voosla, ein schlangenähnlicher Hoapono erwartet. Zu seiner Überraschung wird er dort von der Nutzung des Nullkanals abgeschnitten, so dass er auf die Leistung seines Großrechners nicht mehr zurückgreifen kann. Der Flug führt ihn zur Weißen Welt Evolux, wo er einer mehrmonatigen Prüfung durch die Firr unterzogen wird, ein Volk von kleinen schwarzen Kugeln, deren Sprache von einem normalen Translator nicht übersetzt werden kann, da sie aus drei ineinander verwobenen Sprachebenen besteht. Erst mit einem speziellen Schlüssel ist eine Verständigung möglich. Die Firr erkennen sein Potential und ermöglichen ihm den Kontakt zu einem Großrechner, so dass er seine Leistungsfähigkeit wiedergewinnt. Schon bald ist er damit beschäftigt, einen Sontaron-Generator zu konstruieren, der dazu dienen soll, Psi-Kräfte zu potenzieren.

Da er sich nicht darauf beschränken mag, die Aufträge des herrschenden Sequenzrats zu erfüllen, seine eigenen Projekte aber dessen Misstrauen erregen, wird ihm schließlich Voosla als Aufpasser zur Seite gestellt. Dieser lässt ihn aber weitgehend machen, was er will. Sholoubwa generiert für sich einen Körper aus Nanomaterie, der praktisch nach Belieben veränderbar ist und baut seine Externitäten zu einer ständig verbesserten Technogarde aus. Trotz aller Bemühungen gelingt es ihm aber nicht, den Todesimpuls zu löschen, mit dem ihn sein Erbauer versehen hat.

Eines Tages eröffnet ihm Voosla, dass er nun für eine besondere Aufgabe vorgesehen ist. Die Ingenieure auf Evolux haben das Gerät zur Schaffung einer Halbraumblase perfektioniert. Es besteht nun aus achtundvierzig Teilen und ist in der Lage, ein großes und stabiles Dimensionsgefängnis zu erzeugen. Es soll Sholoubwas Aufgabe sein, das sogenannte BOTNETZ fertigzustellen. Dies soll in der Galaxis Escalian geschehen. Der anschließende Plan lautet, das BOTNETZ in einem Überraschungsangriff durch das Kosmonukleotid TRYCLAU-3 hindurch in ein anderes Universum zu transportieren, dort die negative Superintelligenz KOLTOROC einzukerkern und anschließend hinter die Materiequellen zu befördern. Zum Bau des BOTNETZ soll Sholoubwa ein spezifisches, mit Carit angereichertes Metall verwenden, das er auf dem Weg nach Escalian erhalten wird. Sholoubwa erhält das Raumschiff SCHRAUBE-B mit dem Piloten Neuntau, dem er von Anfang an als Spitzel der Auftraggeber misstraut und der ihn zur Immateriellen Stadt Connajent fliegt. Mit der Stadt lassen sie sich zu ihrem nächsten Reiseort befördern, wo Sholoubwa die Weiterreise mit Hilfe der Kosmokratentechnik blockiert und auf eine Kosmische Fabrik wartet, die ihm schließlich das angekündigte Metall liefert.

Sholoubwa hebt die Reiseblockade der Immateriellen Stadt auf und während er auf weitere Anweisungen seiner Auftraggeber wartet, erfüllt er die Wünsche der Bewohner von Connajent nach immer neuen Spielzeugen, solange es ihm als Herausforderung erscheint. Unter anderem nimmt er die Herausforderung an, auch lebende Konstruktionen zu schaffen und nach dem Vorbild der Firr erschafft er ein Volk von Wesen, die nicht wie all die anderen Organischen nach dem Sinn ihres Daseins suchen sollen, sondern es schon durch ihre Erschaffung in einer bestimmten zweckgebundenen Fellfarbe gefunden haben. Er nennt diese kleinen kugelförmigen Wesen Firibirim.

Eines Tages taucht ein humanoides Wesen in seiner Werkstatt auf, hinter dessen unscheinbarer Erscheinung Sholoubwa eine mächtige Entität erkennen kann. Der Fremde drückt sein Erstaunen aus, dass Sholoubwa sich so unter Wert verkauft und gibt zu erkennen, dass er viel über die Stadt Connajent weiß, ja sogar mit ihr kommunizieren kann. Er wirft Sholoubwa vor, die Stadt beschädigt und aus dem Gleichgewicht gebracht zu haben, so dass sie nun angreifbar geworden ist. Da Sholoubwa nicht an Vorwürfen interessiert ist, lässt er den Fremden stehen.

Schließlich erscheint der Bote Renyi-Hemdebb und begleitet Sholoubwa nach Escalian, wo das BOTNETZ fertiggestellt wird. Anschließend transportieren drei kobaltblaue Walzen die Konstruktion nach TRYCLAU-3. Sholoubwa erkennt sofort, dass die Manipulationen der Walzen am Kosmonukleotid zur Katastrophe führen müssen. Bevor der Plan überhaupt verwirklicht werden kann, erscheint die Viertel-Superintelligenz TAFALLA und fliegt nach TRYCLAU-3 ein. Als dann die Walzen auch das BOTNETZ ins Kosmonukleotid befördern, wird dieses umgehend schwer beschädigt wieder zurückgestoßen. Sholoubwa erkennt, dass der Fehler in der fehlenden Autarkie der Blütenblätter liegt und macht sich sofort an eine Verbesserung der Konstruktion. Parallel dazu nimmt er über den Nullkanal Kontakt zu allen seinen früheren Außenstellen auf, übermittelt seinem eigenen Großrechner alle Daten, die er von Evolux bekommen hat und verbessert permanent seine Technogarde. Als er nach längerer Zeit vom Boten Renyi-Hemdebb zu einem Baustellenplaneten zitiert wird, kommt er gerade recht, um mitzuerleben, wie TAFALLA den Boten in einem psionischen Kampf vernichtet. Sholoubwa nutzt die Gelegenheit für Messungen der Ereignisse und gelangt zu dem Schluss, dass die Existenz psionischer Entitäten genauso wie die ihrer Leichen, dazu geeignet ist, in aufgewühlten Räumen eine stabilisierende Funktion wahrzunehmen.

Sholoubwa stellt weitere Versuche mit dem umgestalteten BOTNETZ an und schafft schließlich mit Hilfe der Blütenblätter eine Hyperperforation als zusätzliches Element zu einem Schwarzen Loch und dem Hyperkristallplaneten Tolmar. Auf diese Weise schafft er sich die Bedingungen für viele weitere Erkenntnisse.

Da wird ihm ein weiterer Bote gesandt, es handelt sich um den Hoapono Vuusla. Dieser erklärt ihm, dass die Hohen Mächte kein Interesse mehr am BOTNETZ haben und er sofort zur Erledigung weiterer Aufgaben nach Evolux zurückkehren soll. Sholoubwa weigert sich und erklärt seine Zusammenarbeit mit den Hohen Mächten für beendet. Er schaltet den Piloten Neuntau als Spion aus und fliegt mit der SCHRAUBE-B los, um seine Versuche mit dem BOTNETZ fortzusetzen. Kaum hat er den Hyperraum verlassen, da wird seine Nullkanalverbindung nach Evolux gekappt und er muss wieder einmal versuchen, sich mit minderwertigen Rechnern zu behelfen. Zudem kann er nicht erkennen, ob die SCHRAUBE-B seinen Standort meldet oder ob sein Aufenthaltsort vom Piloten Neuntau verraten wurde.

Jahrelang arbeitet er ungestört an den Anlagen des BOTNETZ und glaubt schon, dass ihn die Hohen Mächte vergessen haben. Da muss er miterleben, dass ein Raumschiff der Yakonto über dem Asteroiden erscheint, der seinen Großrechner beherbergt und sofort mit dem Beschuss beginnt. Bevor es zur Vernichtung kommt, greifen allerdings fremde Raumschiffe ein und vernichten den Raumer der Yakonto. Die Angreifer stellen sich als Xylthen vor und fordern ihn zu einem Treffen mit ihrem Auftraggeber auf. An den angegebenen Koordinaten begegnet er der Superintelligenz QIN SHI, die ihm eröffnet, dass sie Anspruch auf das BOTNETZ erhebt und ihn schon seit der missglückten Aktion vor TRYCLAU-3 unter Beobachtung hat. Sholoubwa erklärt der Superintelligenz, dass er seine Versuche mit dem BOTNETZ ohnehin abgeschlossen hat und es ihr deshalb gerne überlässt. QIN SHI fordert ihn auf, die Konstruktion an einem geheimen Ort zu verwahren, bis sie gebraucht wird. Im Gegenzug sei sein Asteroid in Zukunft sicher vor Angriffen. Sholoubwa kündigt an, das BOTNETZ in der Galaxis Totemhain zu verwahren, die für ihn besonders interessant ist, da er aus den Daten von Evolux weiß, dass es dort den Zugang zu einem Zeitbrunnen gibt.

Jahrhunderte verbringt Sholoubwa in dieser Galaxis. Da fällt ihm auf, dass er keine Verbindung zum Planeten Tolmar mehr herstellen kann. Er fliegt sofort hin und findet die Installation des Mahnenden Schauspiels auf der Bühne vor, die er einst für das BOTNETZ benutzt hat. Die Teile der abgespaltenen Entität TAFALLA haben versucht, sich vor Aktionen der Hohen Mächte zu schützen, indem sie durch ein Holo verkünden lassen, dass die Bühne noch für einen Plan der Hohen Mächte gebraucht wird und dass Tafalla als Verwalter der Anlage zu betrachten ist. Sholoubwa löscht den letzten Teil der Aussage, lässt die Bühne aber ungeschoren, nachdem er eine erneute Verbindung über den Nullkanal geschaffen hat, so dass er in Zukunft darauf zugreifen kann und so erlebt er auch den Besuch von Samburi Yura mit, ohne dass ihn das Geschehen allerdings interessiert.

Zweitausend Jahre später fällt plötzlich seine Nullkanalverbindung zum Großrechner und seinen Technogarden erneut aus. Der Hauptrechner der SCHRAUBE-B errechnet eine hohe Wahrscheinlichkeit dafür, dass dies im Zusammenhang mit einer Erhöhung des universellen Hyperphysikalischen Widerstands steht. Eine Verbindung über den Nullkanal wird damit auch für die Zukunft wohl unmöglich.

Metadaten

Dieser Roman wurde von Kritikaster zusammengefasst.

Die aktuelle Version wurde am 28. Oktober 2012 in die Datenbank eingepflegt

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