Perry Rhodan Heft Nr. 2619

Planet der Formatierer

Terraner im Weltenkranzsystem -
und in den Türmen von Gadomenäa

von Wim Vandemaan

tibi
Tibi: Swen Papenbrock

Hauptpersonen:

Shamsur Routh - Der terranische Journalist erreicht Gadomenäa.
Anicee - Die junge Terranerin wird neu formatiert.
Dindirri - Eine Zofe führt durch die Stadt der Sayporaner.
Chourtaird - Rouths Ziehvater.
Bry - Ein Swoon aus Rouths Vergangenheit.

Shamsur Routh erreicht über das Transitparkett den Planeten Gadomenäa. In kleinen Schüben beginnt Puc ihm erste Erinnerungen zurückzugeben. Im Gewölbe der Ankunftshalle kreist eine Galaxis aus ultramarinblau leuchtenden Sternen. Junker und Zofen erwarten sie, offensichtlich robotische Geschöpfe, und versorgen sie mit Wasser und Dufttüchern. Fontänen aus dem Boden versprühen ebenfalls Düfte. Puc analysiert einen Einfluss auf das vegetative Nervensystem, der zur Ausschüttung des Proteohormons Oxytocin führt. Dieses steuert über Gefühle das menschliche Verhalten. Die "Sterne" aus der Kuppel sinken herunter und je einer setzt sich auf der Stirn eines Menschen fest. Puc registriert von ihnen speziell modulierte Infraschallwellen. Ein Sayporaner begrüßt sie, an der Planetenoberfläche werden sie aufgeteilt und sollen zu Ziehvätern und-müttern gebracht werden. Puc beginnt, die äußeren Beeinflussungen für Routh zu neutralisieren. Sie befinden sich in Whya, einer Stadt von berauschender architektonischer Präsenz. Wolkenkratzer bis zu 7 km Höhe beherrschen das Bild. Seine Zofe Dindirri nennt sie die Geschlechtertürme der Patronatswelt. Routh bekommt in einem der Türme eine eiförmige Konstruktion als Gemach zugewiesen und soll sich ausruhen. Er befiehlt Puc, ihm die Erinnerung zurückzugeben, insbesondere wie er an ihn als seinen Helfer gekommen ist.

Damals erreichten Routh und sein Kollege Peppererg illegal im Rahmen einer Reportage den Planeten Pataralon im geheimen Patarkon-System. Sie hatten von einem Geheimprojekt erfahren, dass Aras und Swoon angeblich dort betreiben sollten. Als erstes entdeckten sie einen Swoon, der auf einem Truthahn flog. Bei weiteren Erkundungen wurden sie gestellt. Der Swoon Bry stellte ihnen sein Projekt vor. Sie arbeiteten an einer Gerätschaft auf neuronaler und biopositronischer Basis, einer Art Hirnprothese, deren biopositronische Komponente aus Teilen der Gehirnmasse des jeweiligen Trägers selbst bestehen sollte. Truthähne und Kraniche waren ihre Versuchsobjekte, wobei die Kraniche mehrheitlich starben, während die Truthähne überlebten. Bry stellte die Beiden vor die Wahl, entweder eine Persönlichkeitsbereinigung zu erleiden oder als erste menschliche Testobjekte der neuen Hirnprothese zu dienen. Sie entschieden sich für den Test, Peppererg überlebte die Implantation allerdings nicht. Routh wurde erlaubt, nach Terra zurück zu fliegen.

Die Zofe bringt Routh zu seinem Ziervater Chourtaird, einem uralten Sayporaner. Dieser hat allerdings mehr damit zu tun, Fischwesen in einem Teich zu füttern als mit ihm zu reden. In der Folge erkundet Routh das ziemlich leere, 3000 m hohe Haus, die ziemlich leere Stadt, in der er einige terranische Jugendliche trifft. Er entdeckt ein Planetarium, das ihm das Sonnensystem von Gadomenäa zeigt und erfährt so, dass hier fünf Planeten auf gleicher Bahn die Sonne umkreisen, die allesamt von großer Bedeutung für die Sayporaner sind oder zumindest waren, denn vieles im Leben der Sayporaner scheint von der Vergangenheit bestimmt. In der Ikonischen Symphonie von Whya wird den Terrannern die angebliche Geschichte der Sayporaner übermittelt, eine totale Karikatur der terranischen Geschichte. Alle Daten werden über den blauen Stern an der Stirn übermittelt. Puc gelingt es, den Datenfluss und die Beeinflussung einzudämmen.

Routh bringt in Erfahrung, dass sich seine Tochter in einer anderen Stadt befindet. Mit einer Onuudoy, einer fliegenden Landschaft, begibt er sich dorthin und findet seine Tochter. Auch dort werden die Terraner geschult und Routh bemerkt nach einigen Sitzungen auch bei sich selbst, das alle nur noch in der Sprache der Sayporaner sprechen. In dieser Stadt wird allerdings eine andere, wenn auch ähnliche Version der Geschichte der Sayporanen vermittelt, immer wieder ergänzt durch Greueltatenbeispiele aus der Geschichte der Terraner als abschreckendes Gegenbeispiel. Der Freund seiner Tochter fällt bei den Schulungen immer wieder durch kritische Zwischenfragen auf, offenbar wirkt bei ihm die Beeinflussung nicht richtig. Routh beobachtet einen Streit zwischen seiner Tochter und ihrem Freund, wenig später wird dieser scheinbar von einer Zofe erstochen. Seine Tochter weigert sich, seine Informationen in dieser Angelegenheit zur Kenntnis zu nehmen.

Routh flüchtet zurück zu seinem Ziehvater. Immer stärker fühlt er sich geistig zerrissen und Puc gesteht ihm, das vermutlich auch bei ihm das "Experiment-Puc" scheitert und er möglicherweise doch eher ein Kranich als ein Truthahn ist.

Metadaten

Dieser Roman wurde von Rainer Heger zusammengefasst.

Die aktuelle Version wurde am 03. November 2011 in die Datenbank eingepflegt

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