Perry Rhodan Heft Nr. 2575

Flucht nach Anthuresta

Das Erwachen des Vamu -
die Vatrox erhalten ein einzigartiges Geschenk

von Susan Schwartz

tibi
Tibi: Dirk Schulz

Hauptpersonen:

Codesfatt - Ein Mann erkennt die Chance seines Lebens.
Conca Vinnochac - Die Mittlerin wohnt der Geburt eines gefräßigen Kindes bei.
Kitapor - Ein Referror tut sein Möglichstes, um der Wiedergeborenen das neue Leben zu erleichtern.
Lucba Ovichat - Eine Historikerin muss sich in einer fremden Umgebung neu etablieren.
Sespa Bradogi - Eine Frau dient der Zukunft.

Lucba Ovichat stirbt - zerrissen und niedergetrampelt von den begeisterten weiblichen Vatrox, die in ihr die Erlöserin sehen. Doch sie stirbt nicht wirklich, denn sie spürt ihren Körper. Jemand versucht sie zu überreden, ins Leben zurückzukehren, doch sie ist nicht dazu bereit. Langsam kommen ihre Erinnerungen zurück. Sie beschließt aufzuwachen - und erblickt zu ihrer Bestürzung einen männlichen Vatrox, der sich als Kitapor vorstellt und behauptet, ihr persönlicher Referror zu sein. Beschämt und gedemütigt, weil keine Frau ihr Erwachen begleitet, beginnt sie zu ahnen, dass seit ihrem "Tod" eine lange Zeit vergangen sein muss. Langsam lernt sie, ihren Körper zu kontrollieren. Schließlich wird sie von Kitapor in einen HMS-Raum geführt. Hier soll sie mittels der Holo-Memo-Simulation, deren Grundlagen sie selbst entwickelt hat, über die vergangene Zeit aufgeklärt werden. Dabei versucht der Referror sehr behutsam vorzugehen, was sich an der Tatsache zeigt, dass er noch nicht gewillt ist, ihr mitzuteilen, wieviel Zeit vergangen ist und wo sie sich im Moment befindet.

In einer ersten Simulation trifft Lucba auf die Vatrox Sespa Bradogi - 848 Jahre nach L.O.T. Dank ihrer mentalen Fähigkeit kann sie mit der Vatrox aus der Vergangenheit kommunizieren, ohne dass Kitapor davon etwas mitbekommt. Der Referror will Lucba nur bestimmte Szenen der Vergangenheit sehen lassen, ahnt aber nicht, dass die Ordensfrauen Wege gefunden haben, sich darüber hinwegzusetzen. Lucba erfährt dabei, dass sich nach ihrem Tod der Vamu-Orden weiterentwickelt hat. Besonders begabte weibliche Vatrox, die als Vamu-Fängerinnen bezeichnet werden, sind mittlerweile in der Lage, Vamu aufzuspüren und zu speziellen Depots auf den drei Kontinenten Vamunam, Daagan und Cuurson zu geleiten. Als Nebeneffekt der Absorption des tiotronischen Hyperimpulses sind in der Sonne Vatar und in dem braunen Zwerg Pem Tiovam-Kristalle entstanden, die die Vatrox ernten können und zur Stabilisierung der Depots und zur Raumfahrtentwicklung nutzen. Drei Jahrhunderte nachdem Lucba ihr Volk in ihrem ersten Leben auf diese Zusammenhänge aufmerksam gemacht hat, entstehen Transitionsschiffe, mit denen die Vatrox ihre Galaxis erkunden und ein Sternenreich aufbauen. Bei keinem anderen Volk, dem sie begegnen, kann Vamu nachgewiesen werden. Die Vatrox halten sich daher für einzigartig.

In der zweiten Simulation sind schon 9178 Jahre nach L.O.T. vergangen. Ihre dortige "Gesprächspartnerin" heißt Conca Vinnochac. Sie erkennt die Anwesenheit von Lucba Ovichat sofort. Sespa Bradogi, die für Conca auch schon Legende ist, hat dafür gesorgt, dass im HMS Modifikationen eingebaut wurden, die es dem Orden ermöglichen, Lucbas Anwesenheit im HMS aufzuspüren. 60 Milliarden Vatrox gibt es zu dieser Zeit, davon leben 12 Milliarden im Vatar-System. Der Rest verteilt sich auf rund 1500 Siedlungswelten. Die Vamu-Depots auf den drei Kontinenten sind enorm gewachsen. Es gibt permanenten Kontakt zu den Vamu-Kollektiven. Junge Vatrox werden von klein auf darauf vorbereitet, nach ihrem natürlichen Tod in dem Kollektiv aufzugehen. Der Schrecken des Todes ist damit für die Vatrox nicht mehr gegeben. Die drei Kollektive haben im Laufe der Zeit ein eigenes Bewusstsein entwickelt und werden - nach den Kontinenten, auf denen sie stehen - VATROX-VAMU, VATROX-DAAG und VATROX-CUUR genannt. Die drei Vamu-Kollektive wissen, dass durch ihr Wachstum bald ein kritischer Punkt erreicht wird, und wollen ein spontanes Freisetzen des Vamu unter allen Umständen verhindern, da es ihre zerstörung bedeuten könnte. Conca Vinnochac ist zutiefst erschrocken, dass die drei Kollektive diesem Problem höhere Priorität zumessen als dem Wohlergehen der lebenden Vatrox. Das Triumvirat teilt den Vatrox mit, dass bei der nächsten Pem-Opposition eine gezielte Separierung von Vamu aus dem Kollektiv vorgenommen werden soll. Dabei soll eine neue Geistesmacht entstehen, die nicht mehr an den Planeten gebunden ist. Zu diesem Ereignis pilgern 42 Milliarden Vatrox mit rund einer Million Großraumern ins Vatar-System. Das Triumvirat gebärt drei gleißende Kugeln, die sich im Orbit zu einer gigantischen nebelartigen Wolke verbinden. Die dazu benötigte immense Energie beziehen sie aus den Vatrox. Ein von den drei Kollektiven veranlasster Massenselbstmord setzt das Vamu von 27 Milliarden Vatrox frei, die in das neu gebildete Wesen fließen. Das so entstandene KIND ist von Anfang an mächtiger als die Eltern und entwickelt eine ungeheure Gier. Es stürzt sich auf VATROX-VAMU und vereinnahmt seinen Elter, ohne dass sich VATROX-VAMU dagegen wehren kann. VATROX-DAAG und VATROX-CUUR wollen das KIND aufhalten, aber durch die Verschmelzung mit VATROX-VAMU ist es so mächtig, dass es die Angriffe der beiden anderen spielend leicht abwehrt. In seinem Zorn entreißt es den noch lebenden Vatrox das Vamu und nimmt selbst deren Körper in sich auf. Bei einem letzten Auflehnen von VATROX-VAMU wird das Kollektiv von dem KIND zerrissen und gefressen - und es versteht sich selbst nur noch als VATROX-VAMU. Das neu entstandene Wesen verlässt daraufhin das Vatar-System.

Lucba ist entsetzt. Nur wenige Milliarden Vatrox haben auf den Siedlungswelten überlebt, im Vatar-System nur ganz wenige Vatrox. Vat soll aufgegeben werden, auch die Vamu-Depots VATROX-DAAG und VATROX-CUUR wollen somit vermeiden, dass VATROX-VAMU zurückkehrt und auch den Rest zerstört, den es übrig gelassen hat. Da nur wenige Frauen überlebt haben, übertragen VATROX-DAAG und VATROX-CUUR die Verantwortung für ihr Volk den Männern. Die beiden Kollektive entmaterialisieren ihre Depotberge und verleiben sie sich ein. Wie sie sich vom Planeten lösen können, haben sie von VATROX-VAMU "gelernt". Als diffuse Wolken begleiten die Kollektive die rund eine Millionen Einheiten zählende Raumschiffflotte, die alle auf den Siedlungswelten verbliebenen Vatrox einsammelt. Mit mental induzierten Transitionen bringen die Kollektive die Flotte immer weiter fort. Bei jeder Transition gehen Raumschiffeinheiten verloren. Nach 226 Jahren sind von der riesigen Flotte nur noch rund 122.000 Raumer übrig. 1,4 Milliarden Vatrox liegen an Bord im Tiefschlaf, nur etwa hunderttausend Vatrox navigieren die nahezu schrottreifen Raumschiffe. Ganze 90 Millionen Lichtjahre liegen bereits hinter ihnen, als sie Kontakt zu einer Sektorknospe erhalten. Eine Anthurianerin namens Sholkira bietet ihnen Hilfe und eine neue Heimat. VATROX-DAAG und VATROX-CUUR nehmen das Angebot an. Mit Hilfe von Psi-Materie versetzt die Sektorknospe die Vatrox-Flotte zunächst in die Galaxis Bra-Nok-Zo und dann weiter in die Galaxis Duerchan, wo sich die Vatrox auf einer unbewohnten Sauerstoffwelt niederlassen. Im Orbit um diesen Planeten installieren die Anthurianer einen Polyport-Hof und stellen den Vatrox frei, ob sie sich abschotten oder die Galaxis mit Hilfe der Höfe bereisen wollen. Die Anthurianer liefern den Vatrox völlig uneigennützig Paratechnologie und hochwertige Hyperkristalle. Trotz der neuen Heimat erholen sich VATROX-DAAG und VATROX-CUUR nicht von ihrem Trauma und fürchten, dass sie von VATROX-VAMU eines Tages entdeckt werden könnten. Dies Trauma der Kollektive wird an das Vamu der Lebenden weitergegeben. Bei der Wiedererweckung der 1,4 Milliarden im Tiefschlaf liegenden Vatrox stellt man fest, dass einige hirntot sind, aber durch Zufall wird entdeckt, dass das Vamu eines Mannes diese Hirntoten wiederbeleben kann. Wenig später gelingt es den Vatrox, das Vamu gezielt ins Leben zurückzuholen.

Die dritte Simulation bringt Lucba in die Zeit 38.402 Jahre nach L.O.T. 29.000 Jahre leben die Vatrox mittlerweile in Duerchan und profitieren immer noch vom Wissen der sanftmütigen Anthurianer. Die Vatrox haben sich im Gegensatz zu den Walwesen weiterentwickelt und suchen nach Wegen, die Anthurianer zu überflügeln. Das Klonen wurde perfektioniert, wenn auch bei jeder Wiedererweckung durch die Bindung an VATROX-DAAG und VATROX-CUUR Gedächtnislücken entstehen, denn bei jeder Wiedergeburt verbleibt ein kleiner Rest des Vamu im Kollektiv. Durch das Klonen werden die Männer steril, so dass die Vatrox ständig rund 2 Milliarden Individuen zählen. Wieder wollen die Vatrox ein Sternenreich errichten - sowohl in Duerchan als auch in Anthuresta, wo sich schon etliche Vatrox niedergelassen haben. Acht Geheimwelten werden errichtet: sechs in Duerchan, zwei in Anthuresta. VATROX-DAAG und VATROX-CUUR haben zu diesem Zweck kleine Mengen ihres Vamu-Depots dort rematerialisiert, um dem einzufangenden Vamu einen Anker zu geben. Dann werden eines Tages Reliquien aus dem Vatar-System wiedergefunden. Sie enthalten Blutproben, die nach wie vor intakt sind. Eine davon kann Lucba Ovichat zugeordnet werden. Das Vamu der Wissenschaftlerin kann in VATROX-CUUR geortet werden, und so wird Lucba geklont und wiedergeboren ...

Lucba weiß nun instinktiv, dass sie sich auf einer der beiden Geheimwelten in Anthuresta befindet. Sie wird mit dem Studium des Wissens der Anthurianer beauftragt. Auch wenn man von den Wesen selbst recht wenig weiß, weiß man zumindest, dass es lediglich 500 Millionen von ihnen gibt. In ganz Anthuresta finden sich aber versteinerte Anthurianer - und das sind 50 Milliarden! Lucba experimentiert mit den kristallinen Strukturen des "fehlgeschlagenen Experiments" der Anthurianer, aus dem die Esnur entstanden, und züchtet daraus ein Organ, das den Männern nach der Wiedergeburt gegen ihren Gedächtnisverlust helfen soll. Aus diesem kristallinen Organ entsteht die erste Induktivzelle. Der von den Männern unterdrückte Vamu-Orden existiert nach wie vor und arbeitet im Untergrund. Die Vormachtstellung der Männer soll irgendwann wieder zerschlagen werden. Als ein versteinerter, aber lebender Anthurianer entdeckt wird, reist Lucba in einen vorgelagerten Kugelsternhaufen. Die mitgereisten Vatrox-Soldaten eröffnen das Feuer auf den versteinerten, in Trance befindlichen Anthurianer. Lucba ahnt sofort, dass der Tag des Putsches gekommen ist, denn mit ihrer Aktion wollen die Soldaten testen, ob sie einen Anthurianer auch töten können. Verzweifelt versucht Lucba, den Tod des Anthurianers zu verhindern, stirbt dabei aber selbst zum zweiten Mal an ihrem erneuten Tag L.O.T.. Ihr Vamu kann sich nicht von diesem Ort lösen, sondern wird von einem Schneekristall neben dem versteinerten Anthurianer eingefangen. Lucbas Geist versinkt in Zeitlosigkeit ...

...bis sie beim ersten "Besuch" von Stuart Lexa in dem Schneekristall wieder erwacht. 55 Jahre muss sie danach noch warten, bis sie erneut Kontakt erhält. Sie versucht mit den Wesen, die sie aufgesucht haben, zu verschmelzen, um sich aus dem Kristall zu befreien. Doch statt dessen wird sie in den Vamu-Kerker gesogen ...

Metadaten

Dieser Roman wurde von D. H. zusammengefasst.

Die aktuelle Version wurde am 02. Januar 2011 in die Datenbank eingepflegt

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