Perry Rhodan Heft Nr. 2570

Die Falle von MASSOGYV

Ein Terraner findet Verbündete -
und ein Vatrox bereitet eine neue List vor

von Michael Marcus Thurner

tibi
Tibi: Alfred Kelsner

Hauptpersonen:

Perry Rhodan - Der Unsterbliche sucht nach Wegen, die Bewohner Anthurestas von seinen Fähigkeiten zu überzeugen.
Murkad - Der Dozaan misstraut einem Angebot.
Chal’tin - Der Essa Nur entscheidet einsam.
Satwa - Die Tefroderin beobachtet zwei rivalisierende Vatrox.
Sinnafoch - Der Frequenzfolger lernt aus seinen Fehlern in der Milchstraße und Andromeda.

Das Netz, in welches Perry Rhodan mit voller Absicht geflogen ist, um sich der Tryonischen Allianz zu entziehen, transportiert MIKRU-JON über eine Distanz von 15.000 Lichtjahren in die Nähe eines Tryortan-Schlundes. Für volle zwei Tage hüllt das Netz den Obeliskenraumer ein und scheint ihn gegen die Gewalten des Hypersturms abzuschirmen. Fellmer Lloyd empfängt nur Undefinierbares von dem Netz, das von sich selbst als "Netzweber" zu denken scheint. Das Wesen ist aber so ganz anders als alles, was der Telepath kennt, so dass eine Kommunikation nicht zustande kommt. Lloyd weiß nur mitzuteilen, dass dies Wesen ihnen offenbar nicht feindlich gesinnt ist.

Während das Netz nach wie vor MIKRU-JON einhüllt, träumt Perry Rhodan in seinen Ruhephasen immer wieder ein und denselben Traum. Er befindet sich in einer Oasenstadt und wird von einer Person angesprochen, die ihm wohlbekannt ist - Taurec! Im Wissen, dass er sich in einem Traum befindet, reagiert Perry Rhodan nicht auf diverse Andeutungen von Taurec. Erst als der Kosmokrat Gesil und Eirene erwähnt und fragt, ob Perry gar nicht wissen wolle, was aus ihnen geworden ist, geht er auf eine Unterhaltung ein. Einer von beiden ginge es gut, erklärt Taurec, der anderen nicht. Mehr sei ihm nicht erlaubt zu sagen. Taurec lotst Perry zu einem Podest in der Mitte der Oasenstadt, wo der Terraner viele bekannte Wesen erblickt, so unter anderem Douc Langur, Sotho Tal Ker, den Schreckwurm Peterle, Brazos Surfat und viele Terraner. Das Podest in der Mitte der Oasenstadt entpuppt sich als ein Boxring, in dem eine einsame Gestalt auf ihn wartet. Wie sich herausstellt, ist dies der Avatar des Netzwebers, der MIKRU-JON umhüllt und vor den Naturgewalten des Hypersturms geschützt hat. Er bezeichnet sich als Radyl-im-Abstrakten und dankt Perry Rhodan für all die schönen Träume. Danach saugt er alle Traumpersonen in sich auch - bis auf Taurec. Erst jetzt wird dem Terraner bewusst, dass es der Netzweber war, der beim erneuten Kontakt und der darauffolgenden Transition in Perry Rhodan das Gefühl ausgelöst hat, als würde etwas aus seinem Geist fließen. Dabei hat er aber nur an den Gedanken des Terraners "geknabbert", er hat sie ihm nicht gestohlen. Perry hat den Eindruck, dass der Netzweber sich die Träume als Lohn aus seinem Geist geholt hat.

Nachdem sich der Netzweber von MIKRU-JON löst, wird in unmittelbarer Nähe eine Energieblase der Ja'woor geortet. Perry Rhodan erhält Funkkontakt zu einem Sha'zor namens Murkad, der sie zu einem persönlichen Gespräch bittet. MIKRU-JON wird dazu in die Energieblase eingeschleust. In Begleitung von Lloyd/Tschubai, Clun'stal und Wolf Lee trifft Perry Rhodan mit Murkad und einem Essa Nur namens Chal'tin zusammen. Eine bedrohlich aussehende Partikelwolke, die über ihnen schwebt, stellt sich als Lebewesen heraus: ein Staubreiter namens Gomrakh. Die drei so unterschiedlichen Wesen führen Perry Rhodan und seine Begleiter zu einer mit einer Sauerstoffatmosphäre gefüllten riesigen Halle, die eine Stadt beherbergt. Rhodan fühlt sich unweigerlich an die Submarine Sphäre auf Graugischt, der Hauptwelt von Carya Andaxi im Aphonie-Haufen, erinnert. Seine Ahnung bestätigt sich, als Murkad seinen Helm abnimmt. Die Ähnlichkeit des Sha'zor mit den Shoziden ist unverkennbar. Vorsichtig nähern sich beide Parteien an. Murkad will wissen, was die Terraner mit der Tryonischen Allianz zu tun haben und vor allem, woher sie die Psi-Materie haben. Rhodan gibt wahrheitsgemäß an, dass er vor der Tryonischen Allianz geflohen ist und dass sie die Psi-Materie aus TALIN ANTHURESTA mitgebracht haben. Dieser Name ist dem Sha'zor allerdings völlig unbekannt.

Man beschließt einen Informationsaustausch - Wissen gegen Wissen. Perry Rhodan erfährt dadurch, dass die Frequenz-Monarchie vor rund 130 Jahren begonnen hat, die Völker Anthurestas zu unterdrücken. Den größten Erfolg hatte sie bei der Tryonischen Allianz, die sich auf einen kleinen Raumsektor beschränkte und damit sehr anfällig für die Drohangriffe der Frequenz-Monarchie war - eben, weil sie keine Fluchtmöglichkeiten besaß. Viele Völker Anthurestas gingen in den Widerstand und formen seitdem eine lockere Allianz gegen die Widersacher. Zu diesen Völkern gehören die Sha'zor, die Ja'woor, die Staubreiter, die Essa Nur und - wenn man so will - die als relativ unberechenbar geltenden Netzweber. Ihr Ziel ist es seitdem, Informationen über die Frequenz-Monarchie zu sammeln und potentielle Verbündete zu finden. Im Gegenzug informiert Perry Rhodan die Widerständler über seinen Kampf gegen die Frequenz-Monarchie. Verwundert muss er erfahren, dass seine Gesprächspartner das Polyport-Netz nicht zu kennen scheinen. Eine Übereinkunft zwischen Terranern und den Widerständlern kommt aber erst zustande, als der Essa Nur Chal'tin den Terranern sein volles Vertrauen ausspricht. In einem persönlichen Gespräch mit dem Esnur Clun'stal ist ihm wieder bewusst geworden, dass seine Vorfahren als Kristallingenieure unter anderem die Baumeister der ersten Stufe des Polyport-Systems gewesen sind. Auch Perry Rhodan ist von dieser neu gewonnenen Einsicht überrascht. Zusammen mit Chal'tin will Clun'stal die Geschichte der Essa Nur erforschen, und die beiden machen sich sofort auf. Durch den Zuspruch des Essa Nur erklärt sich nun auch Murkad bereit, den Terranern zu helfen, die einen Brückenkopf in Anthuresta erobern wollen. Mit Hilfe seines Controllers sucht Perry Rhodan nach einem geeigneten Angriffspunkt, als hektische Funksprüche aufgefangen werden, die von einem Angriff fremder Raumschiffe auf den Polyport-Hof MASSOGYV-4 berichten ...

... denn das neue Führungssextett der Frequenzmonarchie, bestehend aus Sinnafoch, Vastrear, Satwa, Bhustrin, Kruuper und dem den Splitter von VATROX-DAAG tragenden Philip, will damit Perry Rhodan eine Falle stellen, um seiner habhaft zu werden. Als dann auch tatsächlich MIKRU-JON und eine Flotte der Widerständler, "getragen" von drei Netzwebern, in der Nähe von MASSOGYV-4 auftauchen, befiehlt Sinnafoch den Zugriff. MIKRU-JON, die mit etwas Abstand zur Flotte der Widerständler fliegt, kann eingekreist werden, während der restlichen Flotte die Flucht gelingt. Unter dem Feuer vieler Schlachtlichter explodiert MIKRU-JON! Sinnafoch jubelt - hat er doch den ernstzunehmendsten Widersacher der Frequenz-Monarchie zur Strecke gebracht.

Perry Rhodan hat sich in einem Hologramm von Mikru so verändern lassen, dass er im Funkkontakt mit dem Frequenzfolger eines Polyport-Hofes als Vatrox zu erscheint. Mit der Aussage, er wäre aus Diktyon geschickt worden, um die Anthuresta-Vatrox im Kampf gegen angreifende Feinde zu unterstützen, nähert sich MIKRU-JON dem Polyport-Hof, bis es Perry Rhodan gelingt, mit Hilfe seines Controllers die Kontrolle zu übernehmen und alle Transferkamine zu blockieren. Ein Ultimatum zur Übergabe des Polyport-Hofes verstreicht erwartungsgemäß, ohne dass sich die Verteidiger ergeben. Perry Rhodan schafft mit seinem Controller eine Lücke im Schutzschirm des Hofes und lässt MIKRU-JON landen. Hunderte von Staubreitern, die Perry Rhodan an Bord genommen hatte, verlassen den Obeliskenraumer und schaffen es in kürzester Zeit, sämtlichen Widerstand im Keim zu ersticken. Der Frequenzfolger Tulimae muss schließlich den Polyport-Hof ESHDIM-3 den Terranern und den Staubreitern überlassen.

Perry Rhodan hat die Falle, die bei MASSOGYV-4 aufgebaut wurde, instinktiv geahnt und sich zu einem Täuschungsmanöver entschlossen. Während er mit seinem Plan B den Polyport-Hof ESHDIM-3 angreift, ist eine Flotte der Widerständler nach MASSOGYV aufgebrochen. Perry Rhodan weiß, dass die Ja'woor als latent parabegabte Wesen in der Lage sind, Psi-Materie als Formenergie zu nutzen, um unter anderem so die Energieblase ihrer Schiffe zu erzeugen. Dank dieser Fähigkeit erschaffen die Ja'woor ein energetisches Abbild von MIKRU-JON, welches dann auch prompt von der Frequenz-Monarchie angegriffen und zerstört wird.

Nach seinem anfänglichen Jubel über die Zerstörung des Obeliskenraumers kommt Sinnafoch doch ins Grübeln, denn die Energiesignatur bei der Explosion war völlig anders als erwartet. Der Vatrox muss erkennen, dass Perry Rhodan ihn erneut getäuscht hat. Die Ereignisse überschlagen sich, als bekannt wird, dass es zu Kämpfen mit Jaranoc kommt. Es scheint, als greife VATROX-VAMU die Frequenz-Monarchie an.

Perry Rhodan will den eroberten Polyport-Hof ESHDIM personell absichern und versucht, die Verbindungen zu den von den Stardust-Terranern kontrollierten Polyport-Höfen zu öffnen. Zu NEO-OLYMP erhält er keinen Kontakt, aber zu KREUZRAD gelingt dieser. In Begleitung von mehreren TARAS betritt er den Transferkamin, um Hilfe aus dem Stardust-System zu organisieren. Doch irgendetwas ist im Transfertunnel diesmal anders. Ein goldenes Leuchten hüllt ihn ein und vermittelt ihm das Gefühl, er würde sich wieder in dem Traum befinden, den der Netzweber geschaffen hat. Hängt dies etwa mit Taurec zusammen? Immerhin war der Kosmokrat in seinem "Traum" das einzige Wesen, das nicht "stimmig" war und das auch nicht wie alle anderen Traumwesen von Radyl-im-Abstrakten aufgesogen worden war. Ist es wirklich ein "Traum in einem Traum", oder wird Perry tatsächlich von Taurec beobachtet? Besorgt denkt Perry daran, ob es wirklich stimmt, was ihm Taurec über Gesil und Eirene gesagt hat ...

Metadaten

Dieser Roman wurde von D. H. zusammengefasst.

Die aktuelle Version wurde am 21. November 2010 in die Datenbank eingepflegt

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