Perry Rhodan Heft Nr. 2558

Die Stadt am Ende des Weges

Der Maskenträger folgt einer Spur -
und begeht einen Tabubruch

von Marc A. Herren

tibi
Tibi: Dirk Schulz

Hauptpersonen:

Alaska Saedelaere - Ein Mensch zwischen Sehnsucht und Verlangen.
Eroin Blitzer - Der Commo’Dyr muss einem Kommandanten folgen, den er nicht versteht.
Kaninchen - Es kommt als Wegweiser zum Einsatz und ist meistens etwas unter Zeitdruck.
Korte Hanner - Er wird gejagt, weil er das Verderben gebracht haben soll.

Während die LEUCHTKRAFT unterwegs zu den Koordinaten ist, die von der Fibel Samburi Yuras vorgegeben sind, erkundet der formelle Kommandant Alaska Saedelaere das Raumschiff und gerät dort wie schon früher in phantastische Umgebungen. Die Ähnlichkeiten mit dem Wunderland von Alice sind dabei wohl kindlichen Erfahrungen von Alaska zuzuschreiben. Schließlich weist ihm eine Rauchfahne den Weg zu einem Dorf, das von primitiv lebenden Enthonen bewohnt zu sein scheint. Er wird freundlich aufgenommen und der Stammesälteste führt ihn schließlich zu einem Baum an dem das sogenannte Tabu der Dorfbewohner hängt. Es handelt sich um den von Alaska so dringend gesuchten Anzug der Vernichtung. Obwohl er versucht, danach zu greifen, ist er nicht dazu in der Lage ihn zu berühren und kurz darauf findet er sich bei Eroin Blitzer in der Zentrale der LEUCHTKRAFT wieder.

Hier bittet er erneut darum, den Anzug zu erhalten, was aber zum wiederholten Male abgelehnt wird. Eroin Blitzer informiert ihn darüber, dass ein unbeobachtetes Verlassen der LEUCHTKRAFT durch Samburi Yura in der Vergangenheit häufiger vorgekommen sein muss, der Schiffsrechner kann diese Ausflüge aber in keiner Weise nachvollziehen, es fehlen jegliche Daten zu den genauen Einzelheiten.

Inzwischen hat die LEUCHTKRAFT die angegebenen Koordinaten erreicht und befindet sich in einem System, in dem vier Planeten eine weiße Sonne umkreisen. Weitere Messungen ergeben, dass sich am Rand des Systems ein Planetoid befindet, auf dem ein hyperenergetisches Echo angemessen werden kann. Ausgangspunkt dieses Echos scheint eine immaterielle Stadt zu sein, die sich dort befindet und die von Alaska anhand der Berichte von Bully identifiziert werden kann. Die Grundfarbe dieser Stadt ist ultramarin, im Gegensatz zu den Städten auf Katarakt ist sie zu einem großen Teil zerstört und verfallen, nur das Zentrum scheint noch intakt. Untersuchungen des Untergrunds ergeben, dass sie sich vermutlich schon seit Jahrtausenden an dieser Stelle befindet. Da sich Alaska erinnert, dass die immateriellen Städte mit sehr intensiven Verlockungen um neue Bewohner werben, programmiert er seinen SERUN auf automatische Rückkehr bevor er sich auf den Weg in die Stadt macht. Tatsächlich verspricht die Stadt ihm unermessliche Macht und nur seine Vorsichtsmaßnahme rettet ihn. Erstaunt fragt er sich, warum die Verlockungen dieser Stadt so eine massive bösartige und negative Komponente beinhalten, was bei den Städten auf Katarakt offenbar nicht der Fall war.

Erneut verweist er gegenüber den Zwergandroiden darauf, dass die Erfüllung seiner Mission ohne den Anzug der Vernichtung nicht möglich ist und wieder verweigert ihm Eroin Blitzer die Herausgabe. Allerdings verweist er ihn auf eine Treppe, über die Alaska zurück in sein Phantasieland steigt. Hier wird er direkt zum Dorf der Proto-Enthonen geführt, wo er wie schon bei seinem ersten Besuch auf Tara Marate trifft, eine junge Enthonin, die ihn nicht nur verführt, sondern ihm dabei auch die Maske abnimmt, mit dem Hinweis, dass Tabus manchmal auch gebrochen werden müssen. Derart ermutigt, begibt sich Alaska wieder zu dem Baum und bemächtigt sich des Anzugs der Vernichtung, indem er ihn gleich über seinen SERUN zieht. Erstaunlicherweise wird dies nach seiner Rückkehr in die Zentrale von den Zwergandroiden in keiner Weise kommentiert.

Bei seinem neuerlichen Besuch der immateriellen Stadt schützt ihn nun der Anzug vor den Verlockungen, mit denen die Stadt ihn zu beeinflussen versucht. Die Verlockungen erlöschen, als Alaska den Stadtkern betritt, wobei er feststellen muss, dass die bösen Inhalte sich nicht auf die Lockrufe beschränkt haben sondern die ganze, ihm jetzt materiell erscheinende, Stadt durchdringen. Wesen der verschiedensten Art bekämpfen sich häufig in Gruppen, allerdings ohne Distanz- oder Energiewaffen zu benutzen. Angst und Wut scheinen die Straßen und Gassen zu beherrschen. Alaska greift schließlich ein, als ein gehörntes Wesen mit dreieckigem Schädel in Lebensgefahr zu sein scheint und rettet es. Es stellt sich als Korte Hanner vor aus dem Volk der Jaranoc, eine Bezeichnung, die Alaska allerdings unbekannt ist. Seine Kameraden scheinen schon vor ihm gestorben zu sein, er ist alleine übriggeblieben und wurde von den Stadtbewohnern verfolgt, weil sie ihn für den Einzug des Bösen in die Stadt verantwortlich machen. Er weiht seinem Retter sein Leben, wie es ihm sein Ehrenkodex gebietet. Alaska zeigt ihm einige Bilder und der Jaranoc bestätigt ihm, das Sternjuwel zu kennen. Auch seine Reaktion auf das Bild von Samburi Yura verrät, dass ihm der Anblick etwas sagt.

Auf ihrem weiteren Weg durch die Stadt müssen sie sich erneut verteidigen, als ein durchdringendes Zirpen und ein Flackern der Gebäude verrät, dass die Stadt sich nach endlos langer Zeit wieder auf ihre Reise begibt. Alaskas Versuche, Funkkontakt zur LEUCHTKRAFT zu bekommen, sind vergeblich. Das Zirpen steigert sich zu ohrenbetäubendem Schrillen während Alaska in der Straße eine Proto-Enthonin auf sich zukommen sieht.

Metadaten

Dieser Roman wurde von Kritikaster zusammengefasst.

Die aktuelle Version wurde am 06. September 2010 in die Datenbank eingepflegt

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