Perry Rhodan Heft Nr. 2471

Das Geschenk der Metaläufer

Die JULES VERNE kehrt zurück -
und nichts ist mehr, wie es sein sollte

von Arndt Ellmer

tibi
Tibi: Alfred Kelsner

Hauptpersonen:

Perry Rhodan - Der Terraner kehrt zurück - und bringt seiner Heimat beinahe den Tod.
Commander Pothawk - Der Laosoor-Meisterdieb versucht Gefallen an seiner »neuen Heimat« zu finden.
Reginald Bull - Perry Rhodans ältester Freund ist bestrebt, die Wiege der Menschheit zu schützen.
Der Nukleus - Das Geisteswesen muss sich an den Gedanken gewöhnen, Terra wieder zu verlassen.
Alaska Saedelaere - Für den Mann mit der Maske scheint es keine Heimat zu geben.

Den 66 Tage andauernden Flug von ihrem letzten Etappenstopp in der Galaxis der Antikrieger zur Milchstraße nutzen die Terraner, um die vielfachen Neuerungen zu erkunden, die die Metaläufer in die JULES VERNE eingebaut haben. 360 mattschwarze Kugeln von 21,81 Zentimeter Durchmesser werden gefunden, allerdings ist ihr Verwendungszweck noch unklar. Fest steht aber, dass die Metaläufer an den Metagrav-Einsteckmodulen neue Aggregate verbaut haben. Verbesserungen können bei den Mini-ATGs und bei den Daellian-Meilern festgestellt werden. Darüber hinaus weisen die Paratron-Konverter Zusatzmodule auf.

In einem Abstand von 4 Millionen Lichtjahren zur Milchstaße verlässt CHEOS-TAI zu einem letzten Orientierungsstopp den Hyperraum, um dann mit einer weiteren Hyperraumetappe 4000 Lichtjahre oberhalb der Milchstraßen-Hauptebene aufzutauchen. Perry Rhodan lässt den Funkverkehr abhören, um sich einen Überblick über die Lage zu verschaffen. In mehreren Funksprüchen taucht der Begriff TRAITOR auf, aber erst nach etlichen Stunden haben die Terraner Gewissheit, dass das aktuelle Datum der 27.06.1347 NGZ ist. Da die Borduhren der JULES VERNE schon den 25. September 1347 NGZ anzeigen, hat der Kontext-Wandler die Realzeit lediglich um gut drei Monate verpasst.

CHEOS-TAI wird im Ortungsschutz einer namenlosen Sonne, gut 2400 Lichtjahre von Terra entfernt, geparkt und lediglich Icho Tolot, die Algorrian und 200 Freiwillige verbleiben an Bord des GESETZ-Gebers. Perry Rhodan fliegt mit der JULES VERNE das Rigel-System an, wo er MOTRANS-20 vermutet. Doch die Plattform des BACKDOOR-Transmittersystems kann im ganzen Sonnensystem nicht geortet werden. Funkkontakte mit einer zurückgelassenen Sonde weisen nach einer eingehenden Prüfung den Weg zur 1205 Lichtjahre entfernt liegenden Plattform MOTRANS-OC1. Auch dort werden Perry Rhodan und die JULES VERNE einer eingehenden Überprüfung unterzogen, bevor man das Hantelschiff nach der vorherigen Entsendung eines Kurierschiffs via BACKDOOR ins Solsystem springen lässt. Bereits auf der Höhe der Saturnbahn wird das Hantelschiff erneut am Weiterflug gehindert und von einem Abfanggeschwader, verstärkt von PRAETORIA und der LEIF ERIKSSON II, eingekreist. Auch hier verzögern umfangreiche Sicherungsüberprüfungen den Weiterflug. Perry Rhodan, Mondra Diamond und Gucky begeben sich schließlich per Transmitter an Bord der LEIF ERIKSSON II, wo das lang ersehnte Wiedersehen mit Reginald Bull stattfindet. Bully wird von Perry Rhodan umfassend über die Operation Tempus informiert. Aber auch Bully kann mit einer Überraschung aufwarten: in einem Nebenraum sieht Perry Rhodan seinen tot geglaubten Sohn Michael wieder. Die Wiedersehensfreude der Unsterblichen wird höchstens dadurch getrübt, dass findige Journalisten Wind vom Auftauchen eines Hantelraumers bekommen haben und im Solsystem die Rückkehr der SOL verkünden. Eine kurzfristige Pressemitteilung von Reginald Bull klärt dieses Missverständnis aber auf und weiht die Menschheit erstmals ein, dass sich Perry Rhodan mit dem Spezialschiff JULES VERNE auf einer Geheimmission befunden hat und soeben zurückgekehrt ist.

Bevor der Weiterflug nach Luna – denn dort soll die JULES VERNE generalüberholt werden – stattfinden kann, wird eine von den Evolux-Kugeln produzierte schwache, ultrahochfrequente Strahlung angemessen. Gleichzeitig geht von Marc London eine Alarmmeldung ein, dass Fawn Suzukes Körper Spuren von Verflüchtigungseffekten zeigt und dass eine „Instanz auf der JULES VERNE“ den Nukleus paramechanisch abtastet. Perry Rhodan, der sich wieder an Bord des Hantelschiffes befindet, lässt sofort die Paratrons hochfahren und gibt für das Schiff Vollalarm. Haben sich die Terraner mit den Einbauten der Metaläufer vielleicht tatsächlich ein trojanisches Pferd ins Solsystem geholt? PRAETORIA und 500 LFT-Boxen kreisen die JULES VERNE ein, während an Bord des Hantelschiffes aus dem Nichts drei blaue Schaltpulte erscheinen. Bei ausgeschalteten Feldtriebwerken beschleunigt die JULES VERNE urplötzlich mit nicht für möglich gehaltenen 1230 Kilometern pro Sekundenquadrat. Die Strahlungsintensität der Evolux-Kugeln nimmt dabei ständig zu. Die JULES VERNE fliegt in Richtung Sol und springt entgegen aller physikalischen Gesetze der Hyperimpedanz bei 25% der Lichtgeschwindigkeit in den Hyperraum, um diesen in der Fotosphäre der Sonne wieder zu verlassen. Dort hat sich die Geschwindigkeit, die vor dem Eintritt in den Hyperraum 75.000 Kilometer pro Sekunde betragen hat, blitzartig auf 618 Kilometer pro Sekunde reduziert. Oberst Lanz Ahakin teilt Perry Rhodan mit, dass das Schiff zu einer derartigen Temporeduzierung eigentlich überhaupt nicht in der Lage ist – und dennoch ist dies Ereignis soeben eingetreten. Die Antwort auf ihre Fragen erhalten die Terraner, als über dem ersten blauen Schaltpult die Holoprojektion des Metaläufers Nox Hauthorn erscheint und dem Ritter der Tiefe zur erfolgreichen Aktivierung des Trafitron-Antriebs gratuliert. Da einem Ritter der Tiefe ein machtvolles Raumschiff zur Verfügung stehen soll, in der Kürze der Zeit aber keine „Lichtzelle“ gebaut werden konnte, haben die Metaläufer die JULES VERNE annähernd in ein solches Wunderschiff zu verwandeln versucht. Die drei verbauten Hyperzapfer und die 144 Trafitron-Wandler, die bislang als Evolux-Kugeln bezeichnet wurden, bilden das Kernstück der Umbauten. Das Trafitron wird durch die automatische Ladung von irgendeinem UHF-Feld in der Nähe geflutet. Da die Metaläufer auf Evolux zur Erstbestückung aber nur eine minimale Menge an Psi-Materie „abschöpfen“ konnten, bitten sie Perry Rhodan im Nachhinein um Entschuldigung. Die Aktivierung des Trafitron-Aggregats war nur möglich, nachdem eine höhere Wesenheit im Solsystem entdeckt wurde. Der Scan des Nukleus war daher kein Angriff, sondern lediglich eine Rückversicherung, dass Perry Rhodan auf Evolux die Wahrheit über den Nukleus gesagt hatte. Die Wandler haben mittlerweile mit dem Ladevorgang begonnen, erklärt die Holoprojektion von Nox Hauthorn weiter. Die akkumulierte Psi-Materie ist nicht nur für den Antrieb, sondern multifunktionell einsetzbar. Die drei blauen Pulte können im Fall der Trennung jedes Teil einzeln steuern. Im verbundenen Zustand kann das Schiff auch als Ganzes von jedem Pult aus gesteuert werden. Die genauen Leistungsparameter sollen die Terraner aber selbst herausfinden. Mit diesen letzten Worten erlischt die Projektion des Metaläufers. Die blauen Pulte können aber noch nicht vollständig bedient werden, denn das Trafitron scheint sich selbständig laden zu wollen. Aus diesem Grunde beschleunigt die JULES VERNE erneut mit Irrsinnswerten und fliegt den Terranova-Schirm an. Es sieht so aus, als ob das Trafitron sich, in Unkenntnis der damit verbundenen Gefahr, in den Schirm stürzen will. Da Perry Rhodan immer noch nicht weiß, ob das Geschenk der Metaläufer sich nicht doch noch als ein Danaergeschenk entpuppt, ordnet er an, mit den konventionellen Triebwerken Gegenschub aufzunehmen. Doch das Trafitron lernt schnell und schließlich gewinnt das Trafitron-Sublicht die Oberhand. Bevor die JULES VERNE im Kristallschirm vergeht, wird trotz der Bedrohung von außerhalb eine Strukturlücke geschaltet, durch die die JULES VERNE aus dem Solsystem heraus rast. 200 Traitanks gelingt dabei der Durchflug durch die Strukturlücke, aber die durch PRAETORIA verstärkte Wachflotte kann die eingeflogenen Traitanks allesamt eliminieren. In einer verzweifelten Aktion, bei der Perry Rhodan das Bewusstsein verliert, kann er über das blaue Schaltpult die Trafitron-Triebwerke ausschalten. Über eine weitere Strukturlücke kehrt die JULES VERNE im Schutz des Paros-Schattenschirms durch den Kristallschirm ins Solsystem zurück. Die drei Schiffsteile gehen getrennt auf der Posy-Poos-Werft auf Luna nieder, um dort generalüberholt zu werden. Perry Rhodan begibt sich zur Isla Bartolomé und erstattet dem Nukleus Bericht. Die Zeit drängt, und Perry Rhodan will schon in wenigen Tagen den Weiterflug nach Hangay antreten. Der Nukleus wird ihm in drei Monaten folgen. Durch die permanente Optimierung des Kristallschirms und durch den Einsatz der Globisten in den TANKSTELLEN können die Terraner jetzt schon 95% aller Angriffe TRAITORS abwehren, ohne dass der Nukleus eingreifen muss. Er werde aber einen Splitter seiner selbst, eine so genannte BATTERIE, auf Terra zurücklassen, wenn er sich in einem Vierteljahr auf den Weg nach Hangay macht.

Perry Rhodan stellt sich der Öffentlichkeit und teilt der Menschheit mit, dass er weiterhin an vorderster Front gegen TRAITOR kämpfen wird. Die noch nicht vollständig überholte JULES VERNE wird wieder zusammengefügt und auf dem Tender ALPHA ZENTRA verankert, der das Hantelraumschiff zum GESETZ-Geber transportieren soll. Drei Ultraschlachtschiffe der Jupiter-Klasse und zwölf LFT-Boxen, das sogenannte Einsatzgeschwader ARCHETIM, werden die JULES VERNE und den Tender begleiten und den Flug von CHEOS-TAI nach Hangay mitmachen. Inzwischen ist es Perry Rhodan gelungen, die Trafitron-Steuerpulte zu bedienen, welche sich mittels mentaler Kommunikation voll in den Dienst der Terraner stellen. Der Ladezustand des Trafitrons wird mit alarmierenden 1% angegeben. Perry Rhodan ist sich aber sicher, dass es genug Gelegenheiten geben wird, das Geschenk der Metaläufer zu laden. Am 6. Juli 1347 NGZ bricht Perry Rhodan auf und verlässt via BACKDOOR das Solsystem, nachdem Roi Danton mehrere tausend Eier der Tarnii KOLTOROC auf die JULES VERNE überstellt hat. Mit den Mitteln des GESETZ-Gebers dürfte die Proto-Negasphären-Galaxis in gut 75 Stunden erreicht werden. Aufgrund der Erkenntnisse, die die Operation Tempus erbracht hat, steht jetzt in der Milchstraße auch das Atrentus-Verfahren zur Verfügung. Roi Danton ist sich sicher, dass ihm dieses Wissen im Kampf gegen CRULT helfen wird.

Metadaten

Dieser Roman wurde von D. H. zusammengefasst.

Die aktuelle Version wurde am 29. Dezember 2008 in die Datenbank eingepflegt

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