Perry Rhodan Heft Nr. 2461

Der unendliche Raum

An den Grenzen des Verstands -
Atlan im Angesicht des Unbegreiflichen

von Horst Hoffmann

tibi
Tibi: Dirk Schulz

Hauptpersonen:

Atlan - Der Arkonide stößt mit einer sonderbaren Einsatzgruppe zu einem Entropischen Zyklon vor.
Mirk Unamato - In der Stunde der Not wächst der Leutnant der Mom’Serimer über sich hinaus.
Gix Inteuker - Der Mom’Serimer wird zu einem Missionsspezialisten.

Nach einer Woche zieht der Entropische Zyklon AKAZU zum Sektor Traukis weiter und hinterlässt den Sektor 3-Vutavan ohne jegliches Leben. Mit dem präparierten Scout, der auf den Namen LOOKOUT getauft wurde, begibt sich Atlan in Begleitung von 11 Mom'Serimern in den lebensfeindlichen Sektor zurück und lässt den Scout um Hilfe rufen. Wenig später wird der Scout von Traitanks gefunden und untersucht. Die Verstecke der 12 Einsatzmitglieder im Schiffsinneren werden nicht gefunden und die Ganschkaren beschließen, dass sich die Reparatur des Scouts noch lohnen würde. Davon ist Atlan auch ausgegangen, da er weiß, dass TRAITOR lieber recycelt, als Schiffe neu zu bauen. Ein Rohrtender bislang unbekannter Bauform erscheint, um den beschädigten Scout zur Zyklonstation AKAZU-8 zu transportieren. In ihren Verstecken an Bord erleben Atlan und die Mom'Serimer mit, wie der Rohrtender auf einen Tryortan-Schlund zufliegt und diesen als Transportmedium zu nutzen scheint. Nach dem Sturz durch den Schlund erscheint der Rohrtender in einer Halbkugelblase von 78 Kilometer Durchmesser und 39 Kilometer Höhe. Der Boden der Halbkugelblase erweist sich als eine massive Mauer, hinter der sich wohl die Zyklonstation AKAZU-8 befinden muss. Erste Messungen der „Mauer“ weisen eine geringfügige Kugelkrümmung auf und die Hochrechnung von Atlans Anzugpositronik lässt auf eine Kugel von gigantischen 1.284.000 Kilometern Durchmesser schließen!

Ist das etwa AKAZU? Ein Kugelraumschiff von annähernd vier Lichtsekunden Durchmesser – groß wie eine Sonne?

Der Entropische Zyklon scheint komplett im Hyperraum stationiert zu sein und die Zyklonstationen sind nichts anderes als Eingangsstationen, die über Tryortan-Schlünde erreicht werden können. Bevor Atlan die Vorgehensweise der Einsatztruppe weiter planen kann, schleust der Rohrtender den Scout aus und übergibt ihn an einen Hangar im „Boden“ der Halbkugelblase. Etliche Oahm'Cara untersuchen stundenlang den beschädigten Scout, bis sie die Freigabe zur Reparatur des Schiffs geben. Im Schutz ihrer Deflektoren verlassen Atlan und die Mom'Serimer das Schiff und durchqueren die knapp einen Kilometer dicke „Haut“ von AKAZU. Schließlich befinden sie sich auf der Innenseite der Kugelhülle und erblicken einen Hohlraum mit dem Durchmesser einer Sonne. Sphären, Welten für sich, ein unendlicher Raum mit eigenen Regeln eröffnet sich ihnen, welcher von unzähligen Architekturparzellen, Fahrzeugen und Transportkapseln erfüllt ist. Auf Atlans Weisung bergen die Mom'Serimer ihre Ausrüstung aus dem Scout und suchen ein neues Versteck in der AKAZU-“Haut“. Sie sollen auch ein neues Fluchtvehikel finden, da Atlan davon ausgeht, dass die Rückkehr mit der LOOKOUT nicht mehr möglich sein wird. Zusammen mit Unamato lässt sich Atlan in den Innenraum treiben, wo sie nach kurzer Zeit neben vielen Oahm'Cara auch eines dieser orangefarben leuchtenden Wesen entdecken, die an die Kolonnen-Motivatoren erinnern, aber dennoch etwas anderes zu sein scheinen. Atlan bezeichnet sie als Teilstoffliche und hält es für möglich, dass dies die Bewohner und Lenker des entropischen Zyklons sind. Im Schutz ihrer Deflektoren werden Atlan und Unamato nicht geortet, und so folgen sie einem Teilstofflichen, der sich in Zentrumsrichtung bewegt. Nach etlichen Kilometern machen die Architekturparzellen einer hell leuchtenden Nebelwand Platz, vor der der Teilstoffliche in gut einhundert Metern Entfernung verharrt und auf etwas zu warten scheint. Mit einer leicht verschobenen Wahrnehmung glaubt Atlan zu erkennen, dass der Teilstoffliche über eine materiell gewordene goldene Brücke, die beim Betreten dunkelrot zu glimmen beginnt, in der Nebelwand verschwindet. Unamato, im Glauben, dass er gegen die Einflüsse des Entropischen Zyklon gefeit ist, versucht dem Teilstofflichen zu folgen, wird aber von Atlan daran gehindert. Atlan vermutet, dass man zum Passieren der Barriere eine Berechtigung vorweisen muss. Tatsächlich scheint die Brücke eine Schleusenanlage für die Teilstofflichen zu sein, die ihnen den Übergang zum Entropischen Raum ermöglicht. In Funksprüchen der Oahm'Cara wird nämlich der Begriff „Entropischer Raum“ immer wieder genannt. Nachdem sie etliche Teilstoffliche haben kommen und gehen sehen, entschließt sich Atlan, selbst den Schritt über die goldene Brücke zu wagen. Währenddessen waren die restlichen Mom'Serimer nicht untätig. So haben sie ein provisorisches Versteck in einem bereits startbereiten Scout in einem Nachbarhangar angelegt. Stiller Alarm wird gegeben, als einige Oahm'Cara im beschädigten Scout doch noch Manipulationen der Terraner entdecken. Die Chaosdiener wissen jetzt, dass irgendjemand an Bord gekommen sein muss.
Atlan betritt die goldene Brücke, die unter ihm wieder dunkelrot zu glimmen beginnt. Mit jedem Schritt in Richtung der Nebelwand verwirren sich Atlans Gedanken zusehends und er glaubt eine Art Strangeness spüren zu können. Obwohl er die Nebelwand nicht erreicht, ist sich der Arkonide sicher, dass er mit jedem Schritt tiefer in AKAZU eindringt – es gibt keine starre Grenze, sondern eine Art Übergang. Mit dem Betreten der Brücke scheint er AKAZU schon betreten zu haben. Doch je weiter er vordringt, um so mehr verliert der Arkonide seine Sinne und auch seine Gestalt. Er ist sich zwar sicher, dass er AKAZU betreten könnte, weiß aber im selben Augenblick genauso, dass er dann nicht mehr er selbst sein würde. Als er schon fast unrettbar verloren ist, gelingt es seinem Extrasinn, ihn in die Realität zurückzuholen und den letzten Schritt nach AKAZU zu verweigern. Unamato nimmt den völlig desorientierten und handlungsunfähigen Atlan in Empfang und bringt ihn zu den anderen Mom'Serimern zurück. Es gelingt ihnen, den Scout aus dem Hangar zu starten und mit Fluchtgeschwindigkeit die Halbkugelblase durch den Tryortan-Schlund wieder zu verlassen, bevor die Chaosdiener ihnen folgen können. Mit dem einsetzenden Alarm auf AKAZU-8 folgen mehrere Traitanks dem Scout, der zunächst unangefochten den Normalraum erreicht. Auf der Flucht kommt Atlan langsam wieder zu Sinnen, erkennt die Lage und befiehlt den sofortigen Ausstieg aus dem Scout. Alle elf Mom'Serimer können mit ihm rechtzeitig den Scout verlassen, bevor dieser explodiert, lange bevor die Traitanks überhaupt in Schußreichweite sind. Atlan hatte richtig gefolgert, dass TRAITOR den fliehenden Scout per Fernsprengung vernichten würde. Die herannahenden Traitanks können die sich energetisch tot stellenden Einsatzmitglieder nicht orten und verschwinden danach wieder. Nach einer Sicherheitswartezeit ruft Atlan per Notsender die RICHARD BURTON, die ihn und die Mom'Serimer wieder an Bord nimmt.

Metadaten

Dieser Roman wurde von D. H. zusammengefasst.

Die aktuelle Version wurde am 19. Oktober 2008 in die Datenbank eingepflegt

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