Perry Rhodan Heft Nr. 2437

Die immaterielle Stadt

Durch die Schattenschleuse - Reginald Bull geht auf Erkundung

von Uwe Anton

tibi
Tibi: Igor Posavec

Hauptpersonen:

Homer G. Adams - Der älteste der Aktivatorträger steht vor einer ungeahnten Herausforderung.
Lotho Keraete - Der Bote der Superintelligenz ES überbringt verwirrende Botschaften.
Reginald Bull - Der Verteidigungsminister der Erde geht höchstpersönlich auf eine gefährliche Expedition.
Dr. Baldwin Carapol - Der Wissenschaftler bewegt sich in einer irreal wirkenden Stadt.
Marc London - Der junge Mutant setzt seine Gabe nur vorsichtig ein.

Nachdem der Planet Aveda in Grundzügen erkundet wurde, kann Reginald Bull dank der Umrüstung der angekoppelten Einheiten wieder über neun einsatzfähige SKARABÄEN verfügen, die sich in Dreiergruppen aufteilen, um die übrigen in der Biosphäre liegenden Planeten Zyx, Trondgarden und Katarakt anzufliegen. Bull begibt sich nach Katarakt, auf dem sich laut Lotho Keraetes Aussage der verbotene Kontinent Aumark befindet. Auf dem Kontinent Hemontar können sie Spuren einer untergegangenen Zivilisation finden, aber der Kontinent Aumark liefert zunächst keine interessanten Ortungsergebnisse. Marc London erblickt zufällig durch das Bullauge eine malvenfarbene Stadt, die allerdings mit energetischen Methoden nicht erkennbar ist. Bull lässt den SKARABÄUS landen und betritt die Stadt. Zu seiner Verwunderung kann er die Stadt zwar sehen, aber problemlos durch deren Wände hindurch laufen. Die Stadt gleicht einer Geisterstadt, denn nirgendwo können die Terraner Leben entdecken. Als sie eine geistige Beeinflussung spüren, die sie tiefer in die Stadt hineinziehen möchte, verlassen sie die immaterielle Erscheinung fluchtartig. Innerhalb kürzester Zeit entdecken sie insgesamt fünf dieser kreisförmigen, zwar optisch erkennbaren, aber energetisch nicht ortbaren Städte, deren Grundfarben Malve, Bronze, Amethyst, Meergrün und Perlweiß sind. In allen vier Städten bietet sich ihnen der gleiche immaterielle Status, nur als sie die perlweiße Stadt betreten, spürt Marc London plötzlich eine paranormale Resonanz. Er führt die Terraner in die Stadt hinein, bis sie einen Arkadengang entdecken, der real ist und einen Übergang in die eigentliche Stadt zu bilden scheint. Reginald Bull wählt lediglich Dr. Carapol und Marc London als Begleiter aus – den Wissenschaftler, weil dieser genau wie der Aktivatorträger mentalstabilisiert ist, und Marc London, weil dieser als Mutant eine wertvolle Hilfe sein könnte. Nachdem sie den Arkadengang passiert haben, kommt es Reginald Bull vor, als habe sich seine Umgebung verändert. Der immaterielle Status ist verschwunden und nun entdecken sie auch, dass die perlweiße Stadt von vielen unterschiedlichen Lebewesen bewohnt ist, die zwar friedlich sind, aber irgendwie auch degeneriert erscheinen. Ein Felide mit Namen Aru Khaltaaquee begrüßt sie in der Stadt Prymtuor und weiß, dass Bull und seine Begleiter durch die so genannte Schattenschleuse in die Stadt gekommen sind. Die immaterielle Projektion der Stadt resultiert aus dem Phänomen, dass die Stadt an vielen Orten gesehen werden kann, obwohl sie gar nicht immer vorhanden ist. Der Felide bezeichnet dies als „Prymtuors Schatten“, der sich in 321 Aufenthaltsorte gliedert, die zusammen eine Schleife bilden und der Reihe nach von der realen Stadt aufgesucht werden. Durch einen mentalen Lockruf werden neue Bewohner für verstorbene Städter angeworben, wodurch Bull und seine Begleiter nach Prymtuor gelangt sind. Aru Khaltaaquee kann dem Terraner versichern, dass man die Stadt jederzeit wieder verlassen kann, allerdings würde die Stadt solche Personen niemals wieder aufnehmen. Entsetzt muss Bull feststellen, dass Prymtuor den Planeten Katarakt nach Aufnahme der drei neuen Bewohner verlassen hat und sich an einem völlig anderen Ort auf einem völlig anderen Planeten, möglicherweise sogar in einer anderen Zeit, befindet. Die Steuerung der Stadt sei über eine so genannte Zeitzentrale möglich, erfährt Bull von dem Feliden. Dazu bringt der Fremde sie zu einer Museumshalle, durch die man in die Zeitzentrale gelangen könnte. Der Ausgang in der Museumshalle ist aber energetisch versperrt, so dass Bull, Carapol und London im Museum nach Lösungen suchen müssen. Marc London entdeckt unter den funktionsunfähigen Artefakten drei uralte Käfigtransmitter, die laut Bull dieselbe Bauart aufweisen wie jene Geräte, die er erstmals während des galaktischen Rätsels auf Wega vor 3000 Jahren erblickt hatte. Die drei Geräte sind jeweils an unterschiedlichen Stellen beschädigt, aber mit Carapols Hilfe gelingt es Bull, aus den drei defekten Käfigtransmittern einen funktionsfähigen zusammenzubasteln. Die Terraner haben mit einer einsetzenden mentalen Desorientierung zu kämpfen, aber sie schaffen es dennoch, den Transmitter in Betrieb zu nehmen, vertrauen sich dem Gerät an und entmaterialisieren. Sie landen in einer riesigen Halle mit einem Mosaiksteinboden. Bull lässt sich von seinem Anzugantigrav in die Höhe tragen und erkennt in den Mosaiksteinchen eine „Uhr“ mit 321 im Kreis angeordneten Symbolen. Auch hier spürt Marc London eine paranormale Resonanz und kann mit seinen eigenen paranormalen Kräften dafür sorgen, dass die Symbole und somit auch der „Fahrplan“ Prymtuors geändert wird und die Stadt wieder auf Katarakt landet. Die Automatik der Zeitzentrale versucht allerdings umgehend, den ursprünglichen Zielort wieder anzupeilen, und so fliehen Bull und seine Begleiter durch den Käfigtransmitter und können durch die Museumshalle die Stadt Prymtuor erneut erreichen. Überstürzt verlassen sie über den Arkadengang die immaterielle Stadt und landen wieder auf Katarakt, wo sie an Bord des SKARABÄUS gehen und sich im Orbit mit den anderen SKARABÄEN treffen.

Im Solsystem erfährt Homer G. Adams inzwischen von der Mannschaft des zurückgekehrten SKARABÄUS, dass sie hinter der Teletrans-Weiche ein unbewohntes und paradiesisches System vorgefunden haben. Zeitgleich geht eine Funkmeldung der USO ein, wonach Roi Danton gefunden und gerettet worden sei. Roi Danton werde in den nächsten Tagen mit einem USO-Verband auf Terra eintreffen. Der ES-Bote Lotho Keraete zeigt sich gegenüber Adams nach wie vor verschwiegen, was die Pläne der Superintelligenz angeht. Im Gobi-Park unter dem STARDUST-Memorial hält Lotho Keraete eine Pressekonferenz ab und erläutert der Menschheit den Plan von ES. Dazu zeigt er eine Holoprojektion des Stardust-Systems, um seine Erklärungen der Presse gegenüber zu untermauern. Homer G. Adams bleibt nach dieser Aktion nichts anderes übrig, als ebenfalls eine Pressekonferenz zu geben, bei der er in Aussicht stellt, beim kommenden SKARABÄUS-Einsatz ins Stardust-System einige Plätze für die Medien bereit zu stellen. Die Stimmung im Solsystem ist gereizt – viele Terraner verstehen nicht, warum die Regierung das Angebot der Superintelligenz so lange geheim gehalten hat. Die überwiegende Anzahl der Globisten in den TANKSTELLEN forcieren aber den Widerstand gegen das Umsiedlungsangebot. Lotho Keraete beruft daher eine zweite Pressekonferenz ein, bei der er der Menschheit die Holobotschaft Perry Rhodans präsentiert, die dieser von Bord der JULES VERNE mittels der ihm überlassenen Silberkugel der Superintelligenz hat zukommen lassen. Stocksauer stellt Homer G. Adams den ES-Boten zur Rede, der lediglich bestätigt, dass er die Botschaft des Residenten aus der Vergangenheit erhalten habe. Zu weiteren Erklärungen sieht sich Lotho Keraete nicht in der Lage. Doch die eigentliche Hiobsbotschaft erfährt Adams noch am selben Tag - kurz vor Erreichen des Solsystems wurde der angekündigte USO-Verband angegriffen. Einige Einheiten konnten zwar vor den Traitanks fliehen, doch es ist ungewiss, ob Roi Danton diesen Angriff überlebt hat.

Metadaten

Dieser Roman wurde von D. H. zusammengefasst.

Die aktuelle Version wurde am 06. Mai 2008 in die Datenbank eingepflegt

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