Perry Rhodan Heft Nr. 2436

Die Teletrans-Weiche

Ein Angebot von ES -
die Menschheit steht vor dem Exodus

von Uwe Anton

tibi
Tibi: Igor Posavec

Hauptpersonen:

Dr. Baldwin Carapol - Der Wissenschaftler sieht sich in eine vergleichbare Lage gebracht wie Myles Kantor.
Fran Imith - Bulls Ehefrau und Leibwächterin hat alle Hände voll zu tun.
Reginald Bull - Der Verteidigungsminister muss mit einem unmoralischen Angebot fertig werden.
Lotho Keraete - Ein Bote kehrt zurück.

Beim Versuch, ARCHETIMs Korpus in der Sonne zu lokalisieren, registriert Dr. Baldwin Carapol in der Sonnenkorona eine Reihe von Mikro-Strukturerschütterungen, die dem Effekt kleiner Transitionen ähneln. Etwas scheint in der Sonnenkorona angekommen zu sein. Ein Hyperzapfstrahl zapft die Sonne an und schickt Hyperenergien an einen Endpunkt nahe der Saturn-Bahn. Reginald Bull beordert die Verteidigungsflotte und PRAETORIA zu dieser Stelle und begibt sich in Begleitung von seiner Frau Fran Imith, Dr. Carapol und dem Mutanten Marc London an Bord der PRAETORIA. Ähnlich wie beim damaligen Erscheinen der SEOSAMH bildet sich ein Aufriss im Raum-Zeit-Kontinuum. Diese Hyperperforation wächst auf 180 Kilometer Durchmesser und stabilisiert sich. Dr. Carapol vermutet, dass irgendetwas in der Sonne materialisiert sein muss, was diese Perforation projiziert und mit Hyperenergie versorgt. Das Kantorsche Ultra-Messwerk kann im Bereich der Perforation leichte Strangenesseffekte lokalisieren und ausgesandte Sonden entdecken hinter der Perforation einen Dimensionstunnel. Während Reginald Bull noch überlegt, mit SKARABÄEN diesen Tunnel zu untersuchen, erscheint aus der Hyperperforation eine fünf Meter durchmessende Silberkugel, die den Boten der Superintelligenz ES, Lotho Keraete, ins Solsystem bringt. Ohne eine richtige Begrüßung erklärt Keraete, dass er nicht aus einem anderen Universum kommt, sondern dass die leichten Strangenesseffekte daher stammen, dass der Endpunkt der Teletrans-Weiche, wie der Bote diese Perforation nennt, in einem unendlich weit entfernten Bereich des Kosmos zu finden sei. Für 88 Tage – bis zum 13. November 1346 NGZ – habe diese Teletrans-Weiche Bestand, bevor sie unwiderruflich erlösche. Die Technik für diesen Vorgang stünde nur ein einziges Mal zur Verfügung, erklärt Lotho Keraete weiter. Sie solle dazu dienen, die Menschheit, zu der laut Keraete ausdrücklich auch die Bewohner der Siedlerwelten der LFT gehören, vor dem Grauen der Terminalen Kolonne TRAITOR in die von Keraete als Stardust-System bezeichneten Fernen Stätten in Sicherheit zu bringen. Die Positionsdaten des Stardust-Systems verrät der ES-Bote nicht, damit keinerlei Informationen an TRAITOR durchsickern können. Erstaunt erfährt Reginald Bull, dass ES sich bereits in den Kampf um Hangay eingemischt habe, dies aber künftig nicht mehr zu tun beabsichtige und daher für die Menschheit diesen Zufluchtsort geschaffen hat. Bull ist entsetzt und wütend zugleich, dass die Superintelligenz tatsächlich erwartet, die Menschen würden die Erde aufgeben. Der Verteidigungsminister ist nicht bereit, ES oder seinem Boten Lotho Keraete noch weiterhin sein Vertrauen zu schenken. Emotionslos präsentiert Keraete dem Terraner eine altertümliche Papierkarte, welche ein System mit 22 Planeten zeigt. In der Biosphäre dieses Systems liegen vier Planeten mit den Eigennamen Zyx, Aveda, Trondgarden und Katarakt. Der Kontinent Aumark auf dem Planeten Katarakt sei übrigens die einzige verbotene Zone im System, doziert der Bote weiter.
Der Durchgang durch die Teletrans-Weiche beinhaltet aber neben Strangenessbeeinträchtigungen noch einen weiteren negativen Effekt: Nahezu alle Hyperkristalle würden den Durchgang nicht überstehen, lediglich fünf Prozent der Energiespeicherkristalle seien danach überhaupt noch mit verminderter Leistung nutzbar. Raumschiffe ab einer gewissen Größenordnung würden durch Explosionen zwangsläufig zu Raumschrott, aber das Stardust-System verfüge in ausreichendem Masse über nutzbare Hyperkristalle, so dass die Menschheit dort eine neue Zivilisation aufbauen könnte. Reginald Bull ist von diesem Vorschlag alles andere als begeistert, plant aber dennoch eine Expedition ins Stardust-System, um das Angebot der Superintelligenz zu prüfen. Dazu wählt man 10 SKARABÄEN aus, die jeweils an eine von Hyperkristallen befreite zusätzliche SKARABÄUS-Einheit gekoppelt sind. Ferner sollen 200 Hyperkristall-Tresore nach den Fahrzeugen durch die Teletrans-Weiche geschickt werden, um mit deren Restbeständen die SKARABÄEN wieder flott zu machen. Lotho Keraete wird über dies Vorhaben informiert und nimmt es kommentarlos zur Kenntnis. Da die Teletrans-Weiche auch für ihn nicht ganz ungefährlich sei, würde er für die nächsten 88 Tage im Solsystem bleiben, um erst beim endgültigen Abschalten der Teletrans-Weiche ins Stardust-System zurückzukehren. Mit dem Strangeness-resistenten Team um Captain John begeben sich Reginald Bull, Fran Imith, Dr. Baldwin Carapol und Marc London an Bord eines der 10 SKARABÄEN, um den laut Lotho Keraete einstündigen Flug anzutreten. Mit dreistündigen Beschwerden nach Erreichen des Stardust-Systems aufgrund der leichten Strangenesseffekte müssten die Terraner rechnen. Der Übergang durch die Teletrans-Weiche funktioniert problemlos, nur Reginald Bull wird bewusstlos. Eine Untersuchung des Aktivatorträgers zeigt aber, dass es eher eine von außen beeinflusste Trance ist, in der er sich aufhält und zunächst mit Bordmitteln nicht wieder erweckt werden kann. Als die SKARABÄEN die Teletrans-Weiche verlassen, trifft die Besatzung mit mäßiger Wucht der „leichte“ Strangenesseffekt. Drei Stunden später ist Reginald Bull immer noch nicht aus seiner Trance erwacht. Die Besatzungen sammeln die noch verwendbaren Hyperkristalle ein, reaktivieren damit die lebensnotwendigsten Funktionen und bergen die Hyperkristall-Tresore, die wie geplant vier Stunden nach dem Start der SKARABÄEN durch die Teletrans-Weiche gesandt worden waren. Wie erwartet ist nur ein ganz geringer Teil der Hyperkristalle noch verwendbar, aber mit diesen  Kristallen können zumindest zwei SKARABÄEN wieder voll funktionsfähig gemacht werden. Einer dieser reaktivierten SKARABÄEN wird sofort zurückgeschickt, um Meldung zu machen und Nachschub anzufordern; der zweite SKARABÄUS soll das System erkunden.
Während Fran Imith über den Trancezustand von Reginald Bull wacht, „erwacht“ dieser auf WANDERER in der Nähe der Maschinenstadt. Dort sieht er sich gezwungen, den Revolverhelden Piet Rawland mit einem gefundenen Colt Peacemaker zu erschießen, bevor er auf Homunk trifft, der ihm im Auftrag von ES zwei Visionen zeigt. In der ersten Vision erblickt Bull einen wunderschönen Planeten, der für Menschen wie geschaffen zu sein scheint. Eine riesige Stadt ähnlich wie Terrania wird von Millionen Menschen bevölkert. Bevor der Residenz-Minister diese Vision verlässt, entdeckt er eine eintausend Meter hohe anthrazitfarbene Felsnadel, die wie die erste Mondrakete STARDUST geformt ist. Bull ist überwältigt von der Schönheit dieses Planeten. Die zweite Vision ist umso düsterer, führt sie den Terraner doch in eine Zeit, als er mit seiner noch nicht geborenen Tochter Klaudia, die Bull liebevoll Klaudi nennt, um die verstorbene Fran Imith trauert. 5360 Chaosgeschwader, zwei Forts und eine Kolonnen-MASCHINE eröffnen simultan das Feuer auf den Kristallschirm um das Solsystem, worauf der NUKLEUS zu pulsieren anfängt und Tausende Terraner in den TANKSTELLEN elend sterben. Die LORETTA-Tender werden zerstört und der Kristallschirm erlischt. Innerhalb kürzester Zeit wird die komplette Heimatflotte völlig aufgerieben. Potenzialwerfer zerstören der Reihe nach die Planeten Neptun, Uranus, Saturn, Jupiter und Mars. Als Terra zerstört wird, befindet sich Bull übergangslos wieder in der Maschinenstadt, wo ihm Homunk lediglich mitteilt, dass die Visionen beendet sind.
Reginald Bull erwacht an Bord des SKARABÄUS und berichtet von seinen Visionen. Danach fliegen sie den Planeten Aveda mit seinen zwei Monden Asis und Akwar an. Als Bull auf Aveda die STARDUST-Felsnadel erkennt, realisiert er, dass ihm in der ersten Version eben dieser Planet in einer potentiellen, von Terranern geprägten Zukunft, gezeigt worden ist.

Metadaten

Dieser Roman wurde von D. H. zusammengefasst.

Die aktuelle Version wurde am 28. April 2008 in die Datenbank eingepflegt

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