Perry Rhodan Heft Nr. 2433

Der Zorn des Duals

Auf dem Lagunenmond -
das Leben eines Duals erlebt eine Wendung

von Wim Vandemaan

tibi
Tibi: Swen Papenbrock

Hauptpersonen:

Perry Rhodan - Der Terraner muss erfahren, wie lang und verschoben die Wege durch eine Proto-Negasphäre sein können.
Randa Eiss - Der Exponent setzt Kurs auf den Lagunenmond.
Ekatus Atimoss - Der Dual zweifelt am Begriff der Freiheit.
Hobo Gey - Der Letzte der Sartis sieht sich unter Wert behandelt.

Im bewusstlosen und entkleideten Zustand wird Ekatus Atimoss an Bord der SHARKUVA in die Obhut der Cypron übergeben, die Perry Rhodan glaubhaft versichern, dass sie den Dual an einer möglichen Flucht zu hindern wissen. Da sie auf der selben Seite ständen, wollen die Cypron dem Terraner ihre Unterstützung gewähren und informieren ihn, dass sie ihn zu ihrem Zentralplaneten, der tauchenden Welt Tarquina, bringen wollen. Perry Rhodan erhält einen Translator, damit er sich auf Tare´am, der Hauptverkehrssprache von Tare-Scharm, verständigen kann. Für ihn und Hobogey deaktivieren die Cypron auch ihre Holomasken und geben sich als kiemenatmende humanoide Wasserwesen zu erkennen. Während Perry Rhodan von dem Exponenten in die Zentrale eingeladen wird, bleibt Hobo Gey mit seinem wurmartigen Robotkörper im Landehangar zurück.


Ekatus Atimoss erwacht in einer Art Glasgefängnis, welches von mehreren Cypron umstellt ist. Sofort beginnt der Dual, neue Parapolarisatoren zu spinnen, muss aber entsetzt feststellen, dass ihm dies nicht mehr gelingt, da er von unbekannten Parakräften daran gehindert wird. Den Grund dafür erfährt Perry Rhodan von dem Exponenten Randa Eiss höchst persönlich – unter dem Einfluss des Vibra-PSI haben die Cypron Paragaben entwickelt, so dass nahezu jeder Cypron über irgendeine Mutantenfähigkeit verfügt. Das Vibra-PSI ist nach Wissensstand der Cypron eine Funktion des psionischen Netzes im Bereich der Negasphäre, das durch die Chaotarchen entsprechend manipuliert wurde. Allein auf der SHARKUVA befinden sich Telepathen, Para-Lauscher, Suggestoren, Mnemoplastiker, Para-Optatoren und viele weitere Cypron mit bislang unbekannten Fähigkeiten. In der Zentrale des Schiffes stellt Randa Eiss dem Terraner die vier Sphäriker vor – besondere Mutanten unter den Cypron, die in der Lage sind, die Strukturen des veränderten psionischen Netzes und des Hyperraums zu spüren und diese für die Rechner der Schiffe verständlich zu machen, um ein Navigieren in der Proto-Negasphäre erst zu ermöglichen.


Ekatus Atimoss begreift, dass die Cypron, die ihn bewachen, Antimutanten sind. Solange sie über ihn wachen, ist er nicht in der Lage, neue Parapolarisatoren herzustellen, da jeder Versuch von den Antimutanten unterbunden wird. Die Cypron informieren den Terraner über das von ihnen anwendbare Atrentus-Verfahren, mit dem sie Chaosdiener von der Beeinflussung der Kralle des Laboraten befreien können, wobei aber nicht auszuschließen sei, dass ein Patient bei einem derartigen Eingriff auch sterben könnte. Randa Eiss und Perry Rhodan entscheiden sich dennoch für den Eingriff. Ekatus Atimoss wird erneut paralysiert und bekommt etwas in den Nacken injiziert. Bei dem Atrentus-Verfahren wird die Kralle nicht operativ entfernt, sondern mit nanobiologischen Komponenten verkapselt. Körpereigene Zellwucherungen umschließen dabei die Kralle und suggerieren ihr, dass sie nach wie vor richtig funktioniert, aber die Impulse der Kralle können den Geist des Wirtskörpers danach nicht mehr erreichen. Nach Auskunft der Cypron wird die vollständige Verkapselung nach der Injektion mehrere Tage in Anspruch nehmen. Als sich das Hologramm der Galaxiskarte, welches sich in der Zentrale der SHARKUVA befindet, an einigen Stellen verändert, erfährt Perry Rhodan auf seine Nachfrage, dass alle Cypron Kundschafter und Kartographen im Auftrag eines mächtigen Alliierten sind. Wer dieser Alliierte ist, kann der Terraner aber noch nicht in Erfahrung bringen. Bei der Untersuchung von Ekatus Atimoss Tragerobot finden die Cypron ein Depot voller Parapolarisatoren, welches ausgeschleust und in sicherer Entfernung vom Schiff ferngezündet und vernichtet wird.

In den Tagen nach dem Eingriff erinnert sich der Dual an eine weit zurückliegende Begebenheit, als er einen so genannten Vektorplaneten entdeckt hatte. Dort traf er auf einen Interessenschmied am Initialhafen des Vektorplaneten, der ihm erklärte, dass der Planet monolinear sei und man sich auf ihm nur in eine bestimmte Richtung bewegen könnte. Um die vorgegebene Route vom oberen zum unteren Öhr zu bewältigen, reiste Ekatus Atimoss auf dem Fluss Placktor an Bord des Schiffes Gaundrum flussabwärts und begegnete dort unter anderem den Schwestern Donner, die sich ihm als angelnde Kröten darstellten und eigentlich nichts anderes als Zahlen waren. Verwirrt erreichte er am unteren Öhr die Halle des Zorns, wo ihm der Interessenschmied mitteilte, dass sich die fremden Wesen aus seinem Zornpotential bedient hätten, ohne ihm zu schaden. Es sei viel Zorn in ihm, wurde dem Dual mitgeteilt – danach konnte er den Vektorplaneten ohne Schwierigkeiten wieder verlassen.

Als Ekatus Atimoss nach drei Tagen erholsamen Schlafs erwacht, wird er von Randa Eiss und Perry Rhodan darüber informiert, dass man ihn von der Beeinflussung durch die Kralle des Laboraten befreit habe. Der Dual versucht nach wie vor seine Gegner gegeneinander auszuspielen, aber Perry Rhodan und Randa Eiss sind sich sicher, den Dual zum Nachdenken gebracht zu haben.


Mitten im Weltraum kommt es zu einem unerwarteten Zwischenstopp, weil sich die SHARKUVA trotz der Informationen der Sphäriker in der Proto-Negasphäre verirrt hat. Aber der Hauptrechner des Cypron-Schiffes kann mittels eines von dem mysteriösen Alliierten überlassenen Subprogramms den Kolonnenfunk der Raum-Zeit-Router anzapfen, so dass die Cypron ihren aktuellen Standort wieder bestimmen können. Die Position von Tarquina wird aus Sicherheitsgründen ständig verändert, befindet sich aber meist in einem Umkreis von 10.000 Lichtjahren um die alte Heimatsonne Cyp. Die gegenwärtige aktuelle Position der Zentralwelt ist nur wenigen Schläfern bekannt. Der für Randa Eiss zuständige „Schläfer“ befindet sich auf dem Lagunenmond. Auf der mehrtägigen Reise dorthin stellt Ekatus Atimoss sämtliche Aktivitäten ein, um seine Wächter einzulullen. Als die Antimutanten nach Tagen der Inaktivität in ihrer Wachaufgabe nachzulassen beginnen, spinnt Ekatus Atimoss langsam und heimlich an einem neuen Parapolarisator, der sich in seinem Mund bildet. Es dauert acht Tage, bis er auf diesem Wege zwei Parapolarisatoren herstellen kann und diese unbemerkt in einer Hautfalte versteckt. Mit der Landung der SHARKUVA auf dem Lagunenmond sieht Ekatus Atimoss seine Chance gekommen, zündet den ersten Parapolarisator und verlässt im Schatten des Parapol-Schleiers das Schiff. Auf seiner Flucht benutzt er auch den zweiten Parapolarisator, um sich möglichst weit weg vom Schiff in Richtung offenes Meer zu begeben. Mit dem Erlöschen der zweiten Parakugel befindet er sich bereits fern vom Ufer und entdeckt, dass er im Wasser keinerlei Schmerzen mehr verspürt. Darüber hinaus kann er für sich selbst erkennen, dass das Wasser sein eigentlicher Lebensraum ist beziehungsweise war. Als Perry Rhodan von der Flucht des Duals erfährt, wird ihm von Randa Eiss mitgeteilt, dass man Ekatus Atimoss bei dem Verkapselungseingriff zusätzlich einen Mikropositionssender implantiert hat. Der Cypron lässt dem Dual die freie Wahl, ob er zum Schiff zurückkehrt oder ob er auf dem Lagunenmond zu bleiben beabsichtigt. In diesem Fall würde Randa Eiss den Dual aber per Fernzündung töten. Perry Rhodan erkennt, dass der Cypron nichts dem Zufall überlässt und äußerst bedacht handelt.


Im Meer wird Ekatus Atimoss klar, dass er zeit seines Lebens manipuliert worden ist. Ihm wird klar, dass alle vermeintlichen Versprechungen, die ihm mit dem Angebot der Dualisierung gegeben wurden, nur im Interesse TRAITORS gegeben wurden und dass es nie beabsichtigt war, ihn in seinen ursprünglichen Lebensraum zurückkehren zu lassen. Treibend im Meer erinnert sich Ekatus Atimoss an die Worte des Interessenschmieds auf dem Vektorplaneten und akzeptiert, dass tatsächlich viel Zorn in ihm ist. Sein nun erwachter Zorn auf die Chaosmächte braucht Verbündete und so kehrt er zur SHARKUVA zurück und lässt sich einschleusen. Randa Eiss will den Dual nach wie vor über den  Mikropositionssender im Unklaren lassen, aber er schätzt den Dual als so klug ein, dass dieser später erkennen wird, dass auch Vorsicht ein Zeichen von Klugheit sei – und kluge Verbündete würde auch ein Dual zu schätzen wissen.


Mental erhält Randa Eiss von dem „Schläfer“ die Koordinaten der Zentralwelt Tarquina, die unter normalen Umständen innerhalb von zwei Tagen erreicht werden müsste.

Metadaten

Dieser Roman wurde von D. H. zusammengefasst.

Die aktuelle Version wurde am 06. April 2008 in die Datenbank eingepflegt

Diese Zusammenfassung wurde 3592 mal aufgerufen.

Kolumnen

Sprachnörgelei

 

hosted by All-inkl.com