Perry Rhodan Heft Nr. 2422

Das verlöschende Volk

Gewissensprüfer an Bord -
die JULES VERNE erreicht einen seltsamen Kosmos

von Arndt Elmmer

tibi
Tibi: Swen Papenbrock

Hauptpersonen:

Perry Rhodan - Der Terranische Resident muss sich vor den Gewissensprüfern verantworten.
Mondra Diamond - Sie steht Perry Rhodan mit Rat und Tat zur Seite.
Alaska Saedelaere - Der Maskenträger fürchtet, dass vom Vektor-Helm die Gefahr eines Zeitparadoxons ausgehen könnte.
Adagi Yaron - Ein Gewissenswächter hofft auf Rettung für das verlöschende Volk.

Der Flug der JULES VERNE durch den grauen energetischen Tunnel, den ehemaligen Geburtskanal der Sekundim, dauert eine knappe Viertelstunde. Während alle namhaften Crewmitglieder den Flug von der Zentrale aus beobachten, verschanzt sich Alaska Saedelaere in seiner Kabine und bewacht den in einem Tresor eingeschlossenen Vektorhelm. Der Maskenträger hat Bedenken, dass sich der aus der Zukunft stammende Vektorhelm als tickende Zeitbombe erweisen könnte, wenn er in der momentanen Gegenwart mit seinem „früheren“ Gegenstück zusammenkommen würde.

Durch einen ebenfalls 1,8 Millionen Kilometer breiten Ring verlässt die JULES VERNE den grauen Korridor und landet erneut in einem energetischen Chaos mit rund eintausend Grad Celsius Hintergrundtemperatur, jeder Menge Gammaschauer und harter Hyperstrahlung. Dass die Galaktiker wirklich im INTAZO gelandet sind, glaubt Perry Rhodan erst, als er sich von einem Ring aus 24 stark bewaffneten Forts mit einem jeweiligen Durchmesser von 15 Kilometern umgeben sieht. Auf Schohaakisch werden sie zum Stoppen veranlasst und es wird ein Gewissenswächter angekündigt, der ihre Gesinnung prüfen soll. Kurz darauf erscheint ein drei Meter großes energetisches Wesen an Bord der JULES VERNE, welches humanoide Züge annimmt. Es stellt sich als Adagi Yaron aus dem Volk der Lanterns vor und überprüft Perry Rhodan, der von Gucky in die Nähe dieses Wesens teleportiert wurde, auf dessen Einstellung gegenüber den Ordnungsmächten. In diesem ersten Gespräch erfährt Perry Rhodan, dass INTAZO die Startplattform des KORRIDORS DER ORDNUNG darstellt. Der Lanterns will nach dem Gespräch mit dem Terraner Kontakt zu Kamuko aufnehmen, um zu klären, ob die Prinzipa für die Galaktiker bürgt. Derweil werden mehr als zwei Dutzend Lanterns an Bord gesichtet, die zunächst ohne erkennbares Schema viele Crewmitglieder befragen. Es ist aber ersichtlich, dass dabei jede Spezies an Bord einzeln berücksichtigt wird. Selbst Norman wird von einem Lanterns heimgesucht.
Kurze Zeit später erscheint ein schohaakisches Schlachtschiff neben der JULES VERNE. Es ist die TAROSHI, mit der Kamuko persönlich gekommen ist. Nach einem ausführlichen Gespräch zwischen der Prinzipa und Perry Rhodan verbürgt sich Kamuko gegenüber den Lanterns für die Galaktiker. Die JULES VERNE darf sich demnach in INTAZO aufhalten, muss sich aber als Teil des Trecks des GESETZES den Anordnungen der Prinzipa fügen, ohne Sonderbefugnisse zu erhalten. Auf Anweisung Kamukos hat sich die JULES VERNE zu einem Modulardock der Bakosh´wish zu begeben. Es wird dringend angeraten, in INTAZO permanent einen 5-D-Schirm aktiviert zu lassen. Die Orter des Hantelschiffes können feststellen, dass INTAZO ein Hyperkokon von 2,5 Lichtjahren Länge und 0,8 Lichtjahren Breite ist.

Derweil sucht Adagi Yaron die Kabine von Alaska Saedelaere auf. Erleichtert stellt der Maskenträger fest, dass der Lanterns sich nicht für den Vektorhelm, sondern eher für sein Cappinfragment interessiert. Adagi Yaron will unbedingt Alaskas Geschichte erfahren. Diese Tatsache nutzt Alaska, indem er dem Lanterns einen Handel vorschlägt: Seine Geschichte gegen die Geschichte von INTAZO. Der Lanterns willigt ein, verschwindet aber kurzfristig, als er erfährt, dass ein Thermodyn-Ingenieur getötet worden sein soll. Kurz darauf wird Alaska von drei Lanterns aus der JULES VERNE fortteleportiert und landet in einer komplett goldfarbenen Umgebung. Erstaunt nimmt Alaska zur Kenntnis, dass er sich möglicherweise auf der Oberfläche von CHEOS-TAI – zumindest aber der eines GESETZ-Gebers - befindet. Adagi Yaron bittet den Maskenträger zu warten, bis er alle 2500 seiner Artgenossen gerufen hat. Alaska kann von seinem Standort aus erkennen, dass er sich in unmittelbarer Nähe eines permanenten Hyperraum-Aufrisses in Form einer Raute befindet. An jedem Eckpunkt dieser Raute befindet sich je ein GESETZ-Geber. Schließlich erscheinen die 2500 Lanterns. Alaska nimmt wahr, dass die Gedankenimpulse der Lanterns denen der Sekundim wie ein Ei dem anderen gleichen. Adagi Yaron erzählt dem Maskenträger, dass sie ein aussterbendes Volk sind und dass sie nach einer Lösung suchen, dies zu verhindern. Sie erhoffen sich Hilfe von Alaskas Geschichte, da sie in dem Gewebeklumpen in Alaskas Gesicht ein artverwandtes Wesen zu erkennen glauben. Möglicherweise sei ja eine Symbiose mit einem organischen Wesen ihre Rettung. Nachdem Alaska seine eigene Lebensgeschichte erzählt hat, erfährt er von Adagi Yaron die Geschichte der Lanterns.

Diese beginnt mit der Geburt von Phragao, des letztgeborenen Sekundim. Durch den Letztgeborenen lässt ELEDAIN ihre Kinder wissen, dass der Tod der Superintelligenz einen wichtigen Schritt im Kampf gegen die Chaosmächte darstellen wird. ELEDAIN verpflichtet ihre Kinder zu einer letzten großen Aktion, indem die Sekundim in Aquon-Gorissa einen Hypertunnel installieren sollen, der, bedingt durch das energetische Chaos in dem Kugelsternhaufen, vor den Augen TRAITORS verborgen bleibt. Beim Entstehen des Walls um die Galaxis Tare Scharm wird der Hyperkokon, der einst ELEDAINS Aufenthaltsort war, in dem Sternhaufen verankert. Dieser verhindert, dass an dieser Stelle der Wall nach Tare-Scharm komplett geschlossen werden kann. In dem Hyperkokon befindet sich eine von ELEDAIN hyperenergetisch aufgeladene Partikelwolke, die als intazischer Staub bezeichnet wird und für ELEDAINS Pläne eine wichtige Rolle spielt. Mit dem Tod von ELEDAIN ließ die SI 8000 Aktionsmatrizen aus ihrer Substanz in dem Hyperkokon zurück, welche psimaterielle Abbilder zum Erschaffen von Aktionskörpern darstellen. Aus diesen Aktionsmatrizen entstanden die Lanterns, die außerhalb des Hyperkokons nicht lebensfähig sind und sich vom intazischen Staub ernähren. Aber dieser Staub verbraucht sich, so dass von ehemals 8000 nur noch 2500 Lanterns leben. Mit dem Auftauchen von ARCHETIM in dem Hyperkokon erhalten die Lanterns ihre Wächteraufgabe, der sie gewissenhaft nachgehen. Im Laufe der Zeit erscheinen die Thermodyn-Ingenieure, die ihre Wachforts und mehrere geheimnisvolle Stationen in den Hyperkokon schaffen. Vier GESETZ-Geber mit den Eigennamen CHEOS-OZYM, CHEOS-FAL, CHEOS-ELETON und CHEOS-DEMETRA werden von den Thermodyn-Ingenieuren benutzt, um den permanenten Hyperraum-Aufriss zu schaffen, der als PFORTE bezeichnet wird. Bei Angriffen der Chaostruppen auf Aquon-Gorissa werden Hyperkräfte frei, die auf die Wandung des Kokons wirken und sie teilweise perforieren.. Als die Einheiten von TRAITOR kurzzeitig anderweitig benötigt werden, holen die Thermodyn-Ingenieure deshalb acht Sonnen in den Kokon, die INTAZO dauerhaft stabilisieren.

Nachdem Adagi Yaron die Geschichte seines Volkes erzählt hat, konfrontiert er Alaska Saedelaere mit dem Gedanken, ob eine Verschmelzung der Lanterns mit organisches Wesen möglich sei, um ihre Art zu retten und bitten den Maskenträger um sein Einverständnis für einen Versuch. Der Gewebeklumpen des strahlenden Cappinfragments spielt dabei für die Lanterns die ausschlaggebende Rolle. Eine Verschmelzung von Adagi Yaron mit dem Cappinfragment schlägt allerdings fehl. Der organische Bestandteil des Cappins Testare und die psionische Erscheinung der Lanterns finden keinerlei Verankerungspunkte. Alaska spricht den enttäuschten Lanterns ermutigend zu und dass sie die Hoffnung auf Rettung niemals aufgeben sollen. Möglicherweise würde ja ARCHETIM selbst die Lanterns als Dank in sich aufnehmen, wenn die Retroversion geglückt und INTAZO nicht mehr von Nöten sei. Seine Kenntnis vom bevorstehenden Tod ARCHETIMS verschweigt er dabei wohlweislich. Von drei Lanterns wird Alaska wieder in seine Kabine an Bord der JULES VERNE zurückgebracht. Erleichtert stellt er fest, dass sich der Vektorhelm immer noch unverändert in seinem Tresor befindet, doch der Maskenträger fühlt sich elend, weil er den Lanterns falsche Hoffnungen gemacht hat. In der Zentrale erstattet Alaska Saedelaere Bericht, während die JULES VERNE ihren Flug zum Modulardock ANC 110 fortsetzt.

Metadaten

Dieser Roman wurde von D. H. zusammengefasst.

Die aktuelle Version wurde am 20. Januar 2008 in die Datenbank eingepflegt

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