Perry Rhodan Heft Nr. 2414

Die Bestie Ganymed

Ein Mensch und ein »Monster« -
zwei Wesen in einem gemeinsamen Kampf

von Michael Marcus Thurner

tibi
Tibi: Dirk Schulz

Hauptpersonen:

Reginald Bull - Der Terraner erklärt seinem Patensohn den Sternenhimmel und die griechische Mythologie.
Roi Danton - Ein Unsterblicher experimentiert mit einem »Nagel«.
1213UII764 - Er ist die »Bestie Ganymed«.
Konzig Asmo - Der Kolonnen-Anatom beschäftigt sich mit einer neuen Experimentalreihe.

Während sich Reginald Bull an Bord der LEIF ERIKSSON II an längst vergangene Zeiten mit seinem Patensohn Michael erinnert, wird Roi Danton an Bord der Skapalm-Bark DERUFUS wieder in einem Konservierungstank unter medikamentöser Unterstützung in Schlaf versetzt. Rois Zellaktivatorchip sorgt aber dafür, dass er immer wieder aus seinem Schlaf erwachen kann. Diesmal will er aber keinen der Anatomen auf sich aufmerksam machen, und so versucht er, mittels kleinster Handbewegungen den nagelähnlichen Gegenstand, den er sich in den Zeigefinger gebohrt hatte, wieder hervorzuholen, indem er mit seinem Daumennagel die kleine verschorfte Wunde wieder aufreißt und den knapp 3,5 Zentimeter langen Gegenstand herausholt. Der durch Medikamente und Infusionen erzwungene Schlafzwang hindert ihn nicht daran, letztendlich den Gegenstand in seine hohle Hand fallen zu lassen. Die in der Nährflüssigkeit über seinen Körper verteilten Heilkäfer kümmern sich zwar um die leicht blutende Wunde an seinem Finger, lassen den in seiner Hand ruhenden Gegenstand aber unbeachtet. Roi weiß, dass es sich bei dem „Nagel“ um ein Bauteil einer Versuchsanordnung handelt, welches mittels eines Auslöseknopfes als Mikro-Laser eingesetzt werden kann.

In seinen Wachphasen erinnert sich Roi an die Zeit, als er erstmals in die DERUFUS gebracht und mittels des Paralog-Reprotons dupliziert worden ist. Während seiner „Einlagerungszeit“ in dem Biostasis-Tresor kommt es zu einer mentalen Rückkopplung der Kopie mit dem Originalkörper, und zwar genau in dem Augenblick, als die Kopie für die Dualisierung in zwei Hälften geschnitten wird. In der Folgezeit kommt es immer wieder zu geistigen Rückkopplungen mit Roi. Dies scheint aber nur in einer Richtung zu funktionieren, denn der mittlerweile zum Dual gewordene Dantyren weiß nichts von dieser geistigen Rückkopplung. Sobald der Dual sich in den singulären Intellekt begibt, endet die geistige Rückkopplung schlagartig. Roi bekommt somit während seiner Einlagerung im Stasis-Tresor mit, was Dantyren erlebt. Mit dem durch Atlan hervorgerufenen Tod des Duals erlischt diese Rückkopplung und Roi fühlt sich, als wäre etwas in ihm selbst gestorben.
Ihm gegenüber entdeckt Roi Danton in einem weiteren Konservierungstank eine Bestie, die diverse Male zu Experimenten abgeholt wird und danach immer wieder zu ihm in die Halle zurückgebracht wird. Roi bemerkt, dass die Bestie jedes Mal mit schweren Verletzungen zurückkehrt. Obwohl der Terraner von der Bestie abgeschreckt ist, hat er sich seit Langem einen Plan zur Flucht zurecht gelegt, in dem die Bestie eine eigene Rolle spielen soll. Roi ist sich völlig darüber im Klaren, dass er alleine niemals die Flucht aus der Skapalm-Bark bewerkstelligen kann. Unter Zuhilfenahme des Mikro-Lasers leuchtet er der Bestie ins Gesicht und versucht mittels eines Morsealphabets die Aufmerksamkeit der Bestie zu erringen. Vertrauend auf die Planhirnfähigkeiten der Bestie übermittelt Roi dem vierarmigen Ungeheuer einfache mathematische Reihen, versucht dann mittels des Morsecodes Buchstaben, dann Wörter und letztendlich ganze Sätze zu übermitteln. Als er die Bestie bittet, als Reaktion auf die Morsezeichen mit einer Handbewegung zu reagieren, ballt die Bestie die Fäuste. In Erinnerung an frühere Jugenderinnerungen gibt Roi der Bestie den Namen Ganymed. Roi erzählt Ganymed mittels des Morse-Lasers seine Sicht der Dinge, erzählt von Kosmokraten und Chaotarchen. Als er Ganymed bittet, mit ihm zusammen aus der Skapalm-Bark zu fliehen, sind die Batterien des Lasers aufgebraucht. Roi fällt in einen unruhigen Schlaf nach diesen anstrengenden Aktionen. Als er wieder erwacht, bemerkt er an der Handhaltung der Bestie, dass diese nicht bereit ist, mit ihm zusammenzuarbeiten.

1213UII764 ist der Codename der Kolonnen-Anatomen für eine besondere Bestie. Sie ist eine von 1000 zu Experimentalzwecken gezüchteten Wesen, die sich zu Beginn ihrer Existenz selbst als „Null“ versteht. In vielen grausamen Experimenten zwingen die Anatomen die Bestie, ihren Überlebenswillen zu beweisen. Dank einem bemerkenswerten Zusammenspiel von Ordinär- und Planhirn gelingt es der Bestie Null, als letzter der 1000 gezüchteten Artgenossen zu überleben. Während der vielen Regenerationsphasen im Konservierungstank nimmt die Bestie die Kontaktversuche des Wesens, welches sich dank dessen Morseimpulsen als Rwa Dauton zu erkennen gibt, zwar wahr, lehnt aber jede Zusammenarbeit mit dem ihm fremden Wesen ab. Belustigt nimmt Null den Namen „Ganymed“ zur Kenntnis, den Rwa Dauton ihm gegeben hat. Als der Kolonnen-Anatom Konzig Asmo der Bestie mitteilt, dass ihre Lebensspanne abgelaufen sei und sie nach einem finalen Experiment getötet würde, erwacht der ungeheure Lebenswille in Ganymed neu. In einer Halle mit unzähligen schabenähnlichen Insekten sieht sich Ganymed einer im Kollektiv arbeitenden Wesenseinheit aus Millionen von Leibern gegenüber, die selbst ihm gefährlich werden können. Beim Versuch, die Königin der Insekten auszumachen, entdeckt Ganymed den Codegeber, den der Kolonnen-Anatom in der Halle verloren haben muss, mit dem er unter anderem seine Roboter steuert. Ganymed veranlasst über diesen Codegeber die Roboter, an einer genau bezeichneten Stelle ein Loch in die Wand seines Gefängnisses zu schneiden, durch das er entkommen kann. Unter den dort versammelten Kolonnen-Anatomen richtet er ein regelrechtes Massaker an. Konzig Asmo, der ihn sein ganzes bisheriges Leben hindurch gequält hatte, lässt er von den ebenfalls aus dem Gefängnis entflohenen aggressiven Schaben auffressen. Ganz unverletzt ist Ganymed auch nicht aus diesem Kampf hervorgegangen, denn die Insekten haben sein mittleres Auge zerfressen. Auf dem Weg durch die Skapalm-Bark zerstört die Bestie nahezu alles, was in seinem Weg liegt, bis er auf seinen und Rois „Ruheraum“ trifft und dabei seinen bisherigen Konservierungstank völlig zerstört. Ganymed macht erneut eine verneinende Handbewegung, als er merkt, dass Roi ihn beobachtet und verlässt den Raum, ohne Roi Danton eines weiteren Blickes zu würdigen. Doch dann erkennt Ganymed, dass er ab sofort sein Leben in die eigene Hand nehmen muss. Um dies zu erreichen, benötigt er aber Hilfe, um sich in dieser für ihn neuen Welt zurechtzufinden. Also dreht Ganymed um, kehrt zu Roi Danton zurück und befreit diesen aus seinem Konservierungstank.

Metadaten

Dieser Roman wurde von D. H. zusammengefasst.

Die aktuelle Version wurde am 25. November 2007 in die Datenbank eingepflegt

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