Perry Rhodan Heft Nr. 2382

Der refaktive Sprung

Im Zentrum der Milchstraße -
und das Geheimnis der Dunklen Ermittler

von Uwe Anton

tibi
Tibi: Arndt Drechsler

Hauptpersonen:

Perry Rhodan - Der Terranische Resident wird Betrachter eines Tanzes um das Schwarze Loch.
Gucky - Der Mausbiber leidet unter den Einflüssen des Quell-Klippers.
Aquinas - Der Roboter der sieben Wasserstoffatmer-Mächtigen behält seine Geheimnisse.
Ruumaytron - Das dunkle Herz eines Raumschiffes berichtet aus der Vergangenheit.
Nuskoginus - Der Wasserstoffatmer war in tiefer Vergangenheit einer von sieben Mächtigen.

Perry Rhodan, Gucky, die vier terranischen Wissenschaftler und der Roboter Aquinas beobachten an Bord des Quell-Klippers Ruumaytron, wie die hunderttausend Quanten über der Akkretionsscheibe des Dengejaa Uveso einen Tanz aufführen. Als der refaktive Sprung, auf den alle zu warten scheinen, unmittelbar bevorsteht, berührt erneut ein Quant den Quell-Klipper. Diesmal ist es kein Rebell. Der von ihm ausgehende Zorn richtet sich aber mehr gegen Ruumaytron, weil er Fremde zum Ereignishorizont gebracht hat, allerdings handelt es zu diesem Zeitpunkt noch nicht, sondern wendet sich wieder dem Tanz zu. Perry Rhodan beschließt, das dunkle Herz in seiner Kammer erneut aufzusuchen. Dort erfährt er von Ruumaytron die Geschichte der Quell-Klipper und der Quanten der Finsternis.

Vor 76 Millionen Jahren bauten die Trophi-Terryc die Quell-Klipper und gaben ihnen als unauslöschlichen Teil ihres Wesens den unbedingten Willen zum Dienen mit. Den Trophi-Terryc, die ihr Aussehen mal als Kröten mit sechs Beinen und sechs Armen, mal als grazile aufrecht gehende Reptilien formten, je nachdem, ob sie für die Kosmokraten oder für die Chaotarchen tätig waren, wird letztendlich wahrscheinlich ihr ständiger Wechsel zwischen den Hohen Mächten zum Verhängnis und man hört nie wieder etwas von ihnen. Die Eigner der Quell-Klipper verlassen diese daraufhin, sie werden von Einheiten der Chronotropischen Domäne abgeholt. Die Quell-Klipper, zum Dienen verurteilt, bleiben unbemannt und unfähig zu handeln zurück.

Vor 68 Millionen Jahren missglückt ein Angriff des Elements der Finsternis auf ein Sporenschiff. On- und Noon-Quanten des Sporenschiffs verbinden sich mit winzigen Splittern des Elementes der Finsternis, diese werden somit zu den Quanten, die aufgrund ihrer missglückten Entstehung Fremdkörper in einer Realität sind, unter der sie seither leiden.

Vor 52 Millionen Jahren taucht der Chaotarchenhelfer Twarion Uruc auf, der den Quell-Klippern verspricht, ihnen passende Eigner zu besorgen. Er baut ein kosmisches Leuchtfeuer namens M´ZATIL mit Hilfe dessen er die Quanten anlockt. Diesen verspricht er, sie mittels Verschmelzung mit den Quell-Klippern von einem Teil ihrer unsäglichen Qualen zu erlösen, indem die Quell-Klipper die Einflüsse des Raumes für die Quanten abmildern. Dafür sollen beide Komponenten sich verpflichten, für die Chaosmächte tätig zu werden. Twarion Uruc verspricht den Quanten darüber hinaus, sie mittels des sogenannten refaktiven Sprungs endgültig zu erlösen. Als dieser zum ersten Mal durchgeführt wird, verwandelt sich das Energiewesen Uruc über dem Ereignishorizont eines gigantischen Black Holes in eine sogenannte „Blume“, die einem einzigen Quant Einlass gewährt und mit einem Energieblitz die On- und Noon-Quanten von dem Quant der Finsternis trennt und es so erlöst. Auf diese Weise sichern sich die Chaosmächte über viele Millionen Jahre die Dienste der Quanten. Spätestens seit dem Zeitpunkt, als der Chaotarch Xrayn die Terminale Kolonne TRAITOR gründet und die Quanten und Quell-Klipper dorthin integriert, werden diese zu den Dunklen Ermittlern.

Rummaytrons Bericht endet mit der Schilderung seines Auftrags, der darin bestand, dass er und sein Eigner Bikschun den Leichnam von ARCHETIM untersuchen sollten. Dabei fliegt Bikschun ganz nah am Torso der verstorbenen SI vorbei und die Symbiose zwischen dem Quant und dem Quell-Klipper wird gewaltsam gelöst, Bikschun in unerreichbare Fernen davongeschleudert. Ruumaytron, zur Untätigkeit verdammt, erlebt die Ankunft der SEOSAMH mit und seine Gier nach einem neuen Eigner lässt ihn die sieben Mächtigen an Bord holen.

Als Perry Rhodan die Kammer des dunklen Herzen verläßt, sind in der Realzeit zwei Tage vergangen und man schreibt den 31. Januar 1346 NGZ. Erneut umhüllt ein Quant das Raumschiff und Perry Rhodan stellt erleichtert fest, dass es Inaischon ist, der unbedingt noch einmal mit ihm reden will. Perry Rhodan nutzt die Chance und versucht, mehr Informationen zu bekommen. Es stellt sich heraus, dass die von Twarion Uruc versprochene Erlösung nichts anderes als ein Täuschungsmanöver ist, denn das jeweils eine „erlöste“ Quant beim refaktiven Sprung wird unter den Ereignishorizont gedrückt und somit in ein anderes Universum und eine andere Zeit versetzt – also nicht „erlöst“, sondern „entsorgt“. Einem dieser Quanten gelang es zurückzukehren und zu berichten. So entstand der Widerstand der Dunklen Ermittler. Perry Rhodan bietet den Rebellen Hilfe bei den Verhandlungen mit den Kosmokraten an, sollten sie sich auf die Seite Terras schlagen, doch Inaischon lehnt ab. Dies wäre nicht im Interesse der Rebellen, deren Augenmerk mehr auf der kommenden finalen Schlacht um Hangay und VULTAPHER liege.

Auf dem Höhepunkt des refaktiven Sprungs erscheint erwartungsgemäß die „Blume“ von Twarion Uruc über dem Ereignishorizont mit einem Durchmesser von rund 150.000 Kilometern. Nachdem eines der Quanten vermeintlich „erlöst“ wurde, beobachtet Perry Rhodan, wie 500 Quanten in Dreiecksformation das Energiewesen Twarion Uruc angreifen. Kurz darauf folgen alle vorhandenen Quanten diesem Beispiel – allerdings ist nicht ersichtlich, ob sie auch angreifen oder Uruc schützen wollen. Kurz darauf erscheint ein gewaltiger n-dimensionaler Blitz über dem Ereignishorizont des Dengejaa Uveso.

Als Folge dieser Entladung zerbirst der rote Planet, um den sich die zur Zeit unbemannten Quell-Klipper versammelt haben. Die Entladung bewirkt auch, dass sich schlagartig das komplette Ysalin Afagour-Gefängnis auflöst und die sieben Mächtigen endlich frei sind. Perry veranlasst, daß Nuskoginus unverzüglich zum dunklen Herzen gebracht wird, damit dieses den ehemaligen Mächtigen als neuen Eigner anerkennt, was auch geschieht. Laut Aussage des Roboters Aquinas scheint das Geistwesen Twarion Uruc tot zu sein. Etliche Quanten wurden bei dem Angriff unter den Ereignishorizont gedrückt und verschwanden, so dass knapp zweitausend Quell-Klipper ohne Eigner zurückbleiben. Ein Dutzend Dunkle Ermittler kreist Ruumaytron ein, doch mit Hilfe des neuen Eigners Nuskoginus gelingt dem Quell-Klipper die Flucht vor ihnen. Nachdem sie schließlich alle Verfolger abgeschüttelt haben, erscheinen die sieben Mächtigen in der Zentrale und erklären Perry Rhodan, dass sie auf dem Weg zum Planeten Yorname seien, um dort die fünf Terraner und den Mausbiber abzusetzen. Die Mächtigen selber beabsichtigen, mit dem Quell-Klipper weiterzureisen. Perry Rhodan reagiert wütend und enttäuscht, dass die Mächtigen ihm und Terra nicht helfen wollen. Doch Nuskoginus gibt zu bedenken, dass es nicht gut für Terra wäre, wenn die Kosmokraten davon erfahren, dass die sieben Mächtigen eigenmächtig ihre „Strafe“ abgebrochen haben und dass dies unter Mithilfe der Terraner geschehen sei. Nuskoginus kündigt aber an, dass die sieben Mächtigen durchaus in Zukunft beabsichtigen, gegen TRAITOR vorzugehen.

Nachdem der Quell-Klipper Perry Rhodan und seine Begleiter unbemerkt auf Yorname abgesetzt hat, verschwindet er mit seinen neuen Eignern zwischen den Sternen.

Metadaten

Dieser Roman wurde von D. H. zusammengefasst.

Die aktuelle Version wurde am 16. April 2007 in die Datenbank eingepflegt

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