Perry Rhodan Heft Nr. 2214

Am Sternenriff

Der Flug der RICHARD BURTON -
ein ENTDECKER im Hypersturm

von Hubert Haensel

tibi
Tibi: Ralph Voltz

Hauptpersonen:

Julian Tifflor - Der Residenz-Minister bricht mit der RICHARD BURTON zum Pfeifennebel auf
Lester Truyen - Der Techniker hat eigentlich Besseres zu tun, als zu den Sternen zu reisen
Ranjif Pragesh - Der Kommandant der RICHARD BURTON steuert sein Schiff in den Hypersturm

Julian Tifflor erreichen beunruhigende Nachrichten aus dem nur 500 Lichtjahre entfernten Pfeifennebel. Stärkste Raumbeben werden angemessen und es steht zu befürchten, dass sich in unmittelbarer Nähe des Sol-Systems ein ähnliches Phänomen manifestiert, wie der Sternenozean von Jamondi im Hayok Sektor. Der Residenz-Minister möchte in unmittelbarer Nähe des Sol-Systems kein Risiko eingehen und gibt umgehend Befehl, zwei Schiffe der neuen ENTDECKER-Klasse startklar zu machen.

Auf den Mondwerften werden die Schiffe der LFT gerade unter Hochdruck auf positronischen Betrieb umgerüstet. Eines der Schiffe ist die RICHARD BURTON, ein ENTDECKER des neusten Typus, der vor allem durch seine weiterführende, redundante Technik und modulare Konstruktion besticht. Lester Truyen, der während der Umrüstung der RICHARD BURTON an Bord des 1800 Meter Raumers seinen Dienst verrichtet, ist die Rückbesinnung auf antiquare Technologien nicht ganz geheuer. Die liebgewordene und kompakte Hypertechnik wird ausgebaut und stellt nach der Veränderung der Hyperimpedanz bestenfalls noch teuren Schrott dar. Im Schiff dominieren wieder gigantische Aggregatblöcke zur Energieerzeugung und Speicherung. Die wertlos gewordenen Hypertropzapfer wurden vollständig entfernt und machen den bewährten, aber veralteten, Schwarzschildreaktoren Platz. Dank der modularen Bauweise lässt sich die Umstellung zügig und ohne größere Probleme abwickeln.
Truyens Gedanken sind die ganze Zeit über bei seiner Frau, die kurz vor der Entbindung des gemeinsamen Töchterchens steht. Der Techniker kann es kaum erwarten seiner Frau bei der Geburt beizustehen. Doch der Einsatzbefehl Julian Tifflors kommt den Plänen des Technikers in die Quere. Lester Truyen muss sich wie alle anderen Besatzungsmitglieder den Sonderbefehlen fügen und den Flug der RICHARD BURTON begleiten. Eilig wird die RICHARD BURTON und ihr Schwesterschiff GEORGE EVEREST für den Start vorbereitet.

Die 500 Lichtjahre Distanz zum Pfeifennebel, wirken zunächst auf niemanden an Bord der beiden ENTDECKER beunruhigend. Doch bereits kurz nach dem Start wird der Besatzung klar, wie sehr sich die Verhältnisse geändert haben. Im Vergleich zu Flügen mit dem Metagrav-Antrieb bewegen sich die beiden ENTDECKER sehr langsam vorwärts. Die Schiffe haben zudem mit verschiedensten, technischen Schwierigkeiten zu kämpfen, die so niemand vorausgesehen hat. So können im Linearflug offensichtlich nur relativ kurze Etappen und vergleichsweise niedrige Überlichtgeschwindigkeiten erreicht werden. Der Flug gestaltet sich zu einem schwierigen Unternehmen und die Besatzung hat mit verschiedenen und ungewohnten Effekten zu kämpfen. Eintauchschocks, Ausfälle und Zerstörung von Hyperkristallen, niedrige Fluggeschwindigkeiten und bisher unbekannte Effekte des Halbraums, wahrscheinlich ausgelöst durch die Veränderung der Hyperimpedanz, machen den Flug zu einem Höllenritt.

Als die terranischen Schiffe erneut in den Normalraum zurückfallen, fangen die beiden ENTDECKER einen schwachen Notruf auf. Julian Tifflor gibt Anweisung dem Funksignal nachzugehen und die Terraner entdecken ein kleines, in Tarnfelder gehülltes Schiff, ohne Hoheitszeichen. Das terranische Enterkommando findet an Bord Arkoniden vor, die sich offensichtlich in Tiefschlaf begeben haben. Offensichtlich war das Schiff mit einem Spionageauftrag im Gebiet der LFT unterwegs, als es von der Veränderung der Hyperimpedanz überrascht wurde. Julian Tifflor befiehlt den arkonidischen Spionageraumer an Bord einzuschleusen und den Flug fortzusetzen.

Als die beiden ENTDECKER schließlich die letzte Etappe beenden und das Zielgebiet erreichen, treffen sie auf einen kleinen Verband der LFT, der bereits zuvor in diesem Gebiet beordert wurde, um Untersuchungen anzustellen. Alle gesammelten Daten werden umgehend zur RICHARD BURTON überspielt. Der Zielsektor des Pfeifenkopfnebels ist sehr Sternenarm. Nur ein kleiner Sternenhaufen, bestehend aus 23 Einzelsonnen, ist in diesem Raumsektor zu finden. Der Sternhaufen, im Solar-Fleet-Star-Catalogue unter der Bezeichnung SXG-1317 geführt, weißt viele Parallelen zum Hayok Sternenarchipel auf. Julian Tifflor befürchtet, dass die starken Hyperstürme auch in diesem Sektor auf die Materialisation eines Sternhaufens hindeuten.

Dann, nach weiteren, heftigen Raumbeben, wird die Vermutung zur Gewissheit. Fast unbemerkt und übergangslos materialisieren zahlreiche Sonnen im Zielgebiet, viele wahrscheinlich mit Planeten. Die Terraner beobachten, wie sich quasi aus dem Nichts ein Sternenhaufen mit einem Durchmesser von zirka 65 Lichtjahren manifestiert. Rund 120.000 Sonnenmassen umfasst das Gebilde, das wie der Sternenozean von Jamondi vorerst nur auf den Hyperortern sichtbar ist. Die Sonnen des Sternhaufens scheinen noch nicht vollständig in den Normalraum zurückgefallen zu sein, ein Effekt, der den Terranern bereits bekannt ist. Julian Tifflor setzt seine kleine Flotte in Bewegung und gibt Anweisung, den Sternhaufen vorsichtig zu erkunden. Es geht dem Residenzminister vorerst nur um Daten. Sollten die terranische Schiffe auf raumfahrende Völker treffen, dann ist einem Zusammenstoß auszuweichen. Die zwei ENTDECKER fliegen kurz darauf in den unbekannten Sternhaufen ein, den Jullian Tifflor auf den Namen Paukenwolke tauft.

Nach mehreren Durchflügen und Messungen beschließt Julian Tifflor mit den beiden ENTDECKERN zum Sol-System zurückzukehren. Die stationierten Einheiten können die weitere Arbeit erledigen. Doch auch der Rückflug erweist sich als gefährlich. Ein gewaltiger Hypersturm, der immer wieder gefürchtete Tryortan-Schlünde ausprägt, wird der RICHARD BURTON fast zum Verhängnis und hat sich offenbar im Antares-Sektor festgesetzt. Julian Tifflor bezeichnet das Gebiet als gefährliches Riff, das die Raumfahrt nachhaltig gefährden und behindern wird. Ein Hypersturm-Riff!

Als die RICHARD BURTON und die GEORGE EVEREST wieder das Sol-System erreichen, registrieren die Wissenschaftler an Bord der beiden Schiffe eine starke Veränderung von Sol. Die Sonne strahlt plötzlich im hochfrequenten Hyperspektrum! Julian Tifflor nimmt sofort Verbindung mit Myles Kantor auf, der jedoch das Phänomen auch nicht erklären kann. Einziger Hinweis ist eine rein mathematisch nachgewiesene, sechsdimensionale Strahlungskomponente, die Julian Tifflor sofort an das im Zusammenhang mit ES stehende 6-D-Juwel erinnert. Myles Kantor kann eine Querverbindung zu diesem geheimnisvollen, von den Terranern nicht messbaren Objekt nicht ausschließen.

Zurück auf der Erde trifft Julian Tifflor mit Mondra Diamond zusammen. Der Residenzminister hatte gehofft, dass die SOL mittlerweile von ihrer Expedition nach Hangay zurückgekehrt war. Doch bisher gab es keine Nachricht von dem Hantelraumer und seiner Besatzung. Gewaltige Innovationen und Investitionen werden gefragt sein, um wieder eine einigermaßen vernünftige Raumfahrt zustande zu bringen. Eine gewaltige Herausforderung, die den Terranern einiges abverlangen wird.

Metadaten

Dieser Roman wurde von Thomas Rabenstein zusammengefasst.

Die aktuelle Version wurde am 19. Juni 2006 in die Datenbank eingepflegt

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