Perry Rhodan Heft Nr. 2209

Station der Oldtimer

Zwei Mutanten im Einsatz -
sie erforschen uralte galaktische Geheimnisse

von Uwe Anton

tibi
Tibi: Swen Papenbrock

Hauptpersonen:

Trim Marath - Der Kosmospürer blickt auf die letzten Jahre zurück
Reginald Bull - Der Residenzminister für Verteidigung agiert im Sektor Hayok
Lyra Morgen - Die Historikerin forscht in uralten Hinterlassenschaften
Startac Schroeder - Der Teleporter spürt ungeahnten Widerstand
Fran Imith - Die ehemalige TLD-Agentin erforscht einen unbekannten Planeten

Noch immer wird das Sternenfenster im Sektor Hayok von drei Fenstertationen aufrechterhalten und ermöglicht eine Verbindung mit der fernen Galaxie Tradom. Nachrichten, die über das Sternenfenster in die Milchstraße gelangen, weisen eindeutig aus, dass die Veränderung des Hyperphysikalischen Widerstands auch in Tradom erfolgt. Es gibt keinen Zweifel mehr, dass die von den Kosmokraten angekündigte Veränderung der Hyperimpedanz, tatsächlich das gesamte Universum betrifft. Am 7. September 1331 NGZ beginnt das Sternenfenster plötzlich zu flackern und bricht schließlich vollkommen zusammen. Die Verbindung lässt sich nicht mehr herstellen. Ob die auf Seiten Tradoms stationierten Galaktiker jemals wieder in die Milchstraße zurückkehren können, ist fraglich. Immer häufiger treten Hyperstürme in der Milchstraße auf und zunehmend kommt es zu Ausfällen der Hypertechnik. Zunächst waren nur Transmitterverbindungen und der Überlichtflug beeinträchtigt, doch nun häufen sich auch Fehlfunktionen der modernen Syntrons. Was mit winzigen Abweichungen der Rechenleistung beginnt, endet immer häufiger in gravierenden Fehlschaltungen. Reginald Bull gibt schließlich den Befehl, die LEIF ERIKSSON vollständig auf positronischen Betrieb umzustellen.

Trim Marath und Startac Schroeder werden unterdessen mit einer Space-Jet auf dem Planeten Hayok eingeschleust. Die beiden Monochrom-Mutanten sollen das bereits vor Ort tätige TLD-Einsatzteam unter der Leitung von Trevor Leyson, bei den Untersuchungen der Oldtimer-Station unterstützen. Auch die Terranerin Lyra Morgen, eine der besten TLD-Experten für vorterranische Geschichte, gehört der Gruppe an. Die uralte Station der Oldtimer wurde bereits lokalisiert, doch trotz intensiver Bemühungen konnte noch kein Einstieg in das Pen'rakli-Gerbirge gefunden werden. Mit Hilfe von Startacs Teleporterfähigkeit soll dieses Problem nun gelöst werden. Als das Team per Teleportation in die Station der Oldtimer eindringt und erste Untersuchungen anstellt, stoßen die Terraner auf zahlreiche technische Artefakte der Oldtimer. In der Station ist noch immer Energie vorhanden, was nach so langer Zeit für die hohe, technische Überlegenheit der Querionen spricht. Trim Marath gibt das Vordringliche Einsatzziel dieser Mission vor. Es gilt eine jener Silberkugeln zu finden, die von Lotho Keraete als Transportmittel in den Stenernenozean von Jamondi genutzt wurde. Der Mutant spürt eine unbekannte Präsenz in der Station, fast so, als ob noch Lebewesen existieren würden.

Während die Terraner relativ einfach Zugriff auf die Computersysteme der Station erhalten und damit beginnen erste Daten abzurufen und auszuwerten, entdecken Startac Schroeder und Trim Marath in einem anderen Teil der Anlage ein aktives Transportfeld. Die beiden Mutanten gehen das Wagnis ein und lassen sich von dem Transmitter abstrahlen. Die Zielstation ist eine Art Raumlinse, ein kleines Raumfahrzeug, das offenbar tief in der Korona der Sonne Hayok verankert liegt. Startac Schroeder und Trim Marath sind von ihrer Entdeckung fasziniert, denn neben der Raumlinse, die eine freie Sicht in die Sonnenkorona erlaubt, gibt es noch zahlreiche andere Objekte zu sehen. Unter anderem handelt es sich dabei um gewaltige Raumstationen, die tief im Innern der Sonne Hayoks geparkt sind, so das weder Terraner noch Arkoniden sie bisher orten konnten. Die riesigen Raumstationen werden mit starken Schutzfeldern von der Sonnenkorona abgeschirmt. Startac Schroeder und Trim Marath beobachten aber auch die Vernichtung einer solchen Raumstation, deren Schutzfeld offenbar gerade in diesem Moment zusammengebrochen ist. Die Mutanten vermuten die Ursache der Katastrophe im Versagen wichtiger, technischer Komponenten, die auf Hypertechnik basieren und durch die steigende Hyperimpedanz in Mitleidenschaft gezogen wurden. Eine weitere Spekulation der Mutanten bezieht sich auf die Stationen selbst, die im Zusammenhang mit dem Sternenozean und dem ihm umgebenden Hyperconcon stehen könnten.

Auf der LEIF ERIKSSON wird man zwischenzeitlich auf ein Objekt aufmerksam, das soeben aus dem Hyperraum gestürzt und in das Normaluniversum eingetreten ist. Es handelt sich um einen Planeten ohne Sonne. Fran Imith und Reginald Bull finden auf dem schnell erkaltenden Planeten zahlreiche Leichen ehemaliger Bewohner. Offensichtlich wurden die Wesen mitten in ihrer täglichen Arbeit überrascht und getötet. Nachforschungen ergeben, dass sich die Bewohner Ithanten nannten und der Planet fast ausschließlich für Agrarzwecke genutzt wurde. Die Ithanten wirken grob menschenähnlich. Die durchschnittliche Körpergröße dieser Wesen beträgt 1,20 Meter. Der Körper der Ithanten ist haarlos, der Kopf kugelförmig mit großen, halbrunden Ohren. Mit den gelblichen Augen und der flachen Nase erinnern die Gesichter der Ithanten etwas an Koalabären. Statt Zähnen besitzen die Ithanten Kauleisten. Hände und Füße sind sechsgliedrig, wobei die Hände sind mit zwei Daumen ausgestattet sind.

Im Orbit des Planeten wird eine Raumstation entdeckt, auf der ebenfalls tote Wesen gefunden werden, allerdings gehören sie einer anderen Spezies an. Aus den wenigen Informationen kann ermittelt werden, dass die igelähnlichen Wesen sich Kybb-Cranar nennen und an derselben Ursache wie die Planetenbewohner gestorben sind. Ob die Kybb-Cranar die Aufgabe hatten die Planetenbewohner zu bewachen oder zu beschützen, bleibt ungeklärt.

Startac Schroeder und Trim Marath sind in die Station der Oldtimer zurückgekehrt und berichten von ihrer Entdeckung. Die TLD-Spezialisten sind ebenfalls einen Schritt vorwärts gekommen und haben eine Logdatei aus dem Stationsrechner auslesen können, welche einen bisher unbekannten Status der Sonnen des Hayok-Sternenarchipels anzeigt. Die über hunderttausend Jahre konstanten Werte, scheinen sich erst seit kurzem zu verändern. Wieder stellt Trim Marath einen Zusammenhang mit dem Sternenozean, den Raumstationen im innern der Sonne Hayok und der sich verändernden Hyperimpedanz dar. Das Versagen und Explodieren dieser Raumstationen könnte mit dem Auftauchen des Sternenozeans und der Veränderung der Statusanzeige in Zusammenhang stehen. Der letzte Beweis bleibt jedoch aus.

Noch immer wird Trim Marath von dem seltsamen Gefühl getrieben, das es noch Leben in der Station gibt. Als der Mutant der Sache auf den Grund gehen will, stößt er auf eine Reihe Oldtimer-Statuen, wie sie schon bei früheren Gelegenheiten entdeckt wurden. Diese Statuen scheinen jedoch irgendeine Form von Leben in sich zu tragen und geben sich auf mentalem Weg als Wächter zu erkennen. Der mentale Ansturm der Wächter löst eine Abwehrreaktion bei Trim Marath aus und der Schwarze Zwilling erscheint. Die unbewusste Geistesprojektion Trim Maraths zerstört die Oldtimer Statuen und der mentale Druck verschwindet. Als Das Einsatzteam die Station wieder verlassen will werden sie von Trim Marath aufgehalten. Der Mutant fühlt das Herannahen eines gewaltigen Hypersturms, der auch die Teleportation Startac Schroeders beeinflussen kann. Das Team ist vorerst in den subplanetaren Anlagen der Pretonier gefangen.

Auch auf der LEIF ERIKSSON wird der sich aufbauende Hypersturm registriert. Viel wichtiger ist aber eine Meldung des terranischen Kreuzers PAKKATO, der eine bedrohliche Entdeckung gemacht hat. Das Kristallimperium scheint in diesem Moment eine große Anzahl von GWALON-Schlachtschiffen im Ortungsschatten der nahen Sonne H-076 zusammenzuziehen. Reginald Bull interpretiert dieses Manöver als bevorstehende Militäraktion gegen die LFT und beruft Julian Tifflor mit sofortiger Wirkung von Arkon ab. Der Platz Julian Tifflors ist jetzt im Sol-System, während Reginald Bull weitere Befehle an die Solare Flotte erlässt. Die Einsatzflotte Hayok wird von Rumal aus in Marsch gesetzt und Reginald Bull gibt Anweisung das PRAETORIA schnellstmöglich nachkommen soll. Was sich genau hinter PRAETORIA verbirgt, ist noch geheim und nicht einmal der Kommandantin der LEIF ERIKSSON bekannt. Eine weitere, beunruhigende Meldung, erreicht kurz darauf die LEIF ERIKSSON. Die Fensterstationen des Sternenfensters, welche bereits zuvor ihre Funktion eingestellt hatten, sind aus ihrem höherdimensionalen Standort in den Normalraum zurückgefallen. Reginald Bull lässt sofort alle Terraner von den Stationen abziehen weil er befürchten muss, dass die Arkoniden die Terraner als Geiseln missbrauchen könnten. Der Residenzminister für Verteidigung ist sich sicher, dass die Stationen in Kürze wertlos sein werden. Dies gilt mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht nur für die Fensterstationen, sondern für fast alle auf Hypertechnik basierenden Anwendungen, auf denen die galaktische Zivilisation beruht.

Trim Marath: Szenen eines Lebens: Auf dem Rückflug der SOL vom Mahlstrom der Sterne, verliebt sich Trim Marath in die Kamashitin Zitonie. Beide wünschen sich ein Kind, was jedoch der Unterstützung eines Arztes bedarf, da Monochrom-Mutanten unfruchtbar sind. Für die moderne Medizin ist es kein Problem eine künstliche Befruchtung einzuleiten, trotzdem spricht die ausführende Medizinerin eine deutliche Warnung aus. Niemand kann genau sagen welche Folgen die im Erbgut verankerten Fähigkeiten seiner Eltern für das Kind haben werden. Trim Marath und Zitonie halten jedoch an ihrem Wunsch fest und so wird schließlich ihr Sohn Creider geboren. Trim Marath erkennt bald, dass Creider offensichtlich wie sein Vater über außergewöhnliche Fähigkeiten verfügt. Als eines Tages der Junge, noch immer im Trotzalter, aus einem Streit heraus seinem Vater den Tod wünscht, materialisiert der Schwarze Zwilling Trim Maraths. Zitonie kann Creider gerade noch in Sicherheit bringen und Trim Marath ist tief erschüttert. Der Monochrom-Mutant muss eine unbewusste Todesangst vor seinem Sohn empfunden haben, was den Schwarzen Zwilling erscheinen ließ. Nach diesem Zwischenfall, die SOL hat gerade das Sol-System erreicht, verlässt Zitonie mit Creider ihren Mann und ringt Trim Marath das Versprechen ab, nicht nach ihnen zu suchen. Der Monochrom-Mutant darf nicht mehr in die Nähe des Jungen kommen. Trim Marath stimmt dem Wunsch Zitonies zu und ist fortan wieder allein. Wohin sich Zitonie genau gewandt hat, ist ihm unbekannt. Möglicherweise befindet sich die Kamashitin an Bord der SOL, die unter dem Kommando von Ronald Tekener; Dao Lin-H'ay und Blo Rakane zur Galaxie Hangay aufgebrochen ist. 

Metadaten

Dieser Roman wurde von Thomas Rabenstein zusammengefasst.

Die aktuelle Version wurde am 18. Juni 2006 in die Datenbank eingepflegt

Diese Zusammenfassung wurde 3064 mal aufgerufen.

Kolumnen

Sprachnörgelei

Im Visier

 

hosted by All-inkl.com