Perry Rhodan Heft Nr. 2204

Planet der Mythen

Im Sternenozean von Jamondi -
Perry Rhodan und Atlan ringen ums Überleben

von Claudia Kern

tibi
Tibi: Alfred Kelsner

Hauptpersonen:

Perry Rhodan - Im Licht der zwei roten Monde muss der Terraner um sein Überleben kämpfen
Atlan - Trotz aller Schwierigkeiten versucht der erfahrene Arkonide stets seinen Willen durchzusetzen

Perry Rhodan und Atlan sind auf einer fremden, eiskalten Welt abgestürzt. Ihrer Seruns beraubt, sind die beiden Unsterblichen der eisigen Witterung des Planeten schutzlos ausgesetzt. Zunächst glauben die beiden, Lotho Keraete sei bei der Explosion der Silberkugel ums Leben gekommen. Doch dann finden sie den Mann aus Metall im Eis eingefroren. Lotho Keraete muss bei der Explosion aus der Sphäre geschleudert worden sein und durch die Erhitzung seines metallenen Körpers, Schnee und Eis um sich herum geschmolzen haben. Perry Rhodan und Atlan können es nicht erklären, aber sie spüren, dass der Mann aus Metall noch am Leben ist. Ohne Hilfsmittel können sie ihn jedoch nicht aus dem Eis befreien. Während Perry Rhodan an Ort und Stelle abwarten will, drängt Atlan darauf, die Umgebung zu erkunden und nach Rettungsmöglichkeiten zu suchen. Die kurze Meinungsverschiedenheit entscheidet Atlan für sich und die beiden Männer laufen in die Schnee- und Eiswüste des fremden Planeten hinaus. Schon bald sind beide dem Erfrierungstod nahe. Eis, Schnee und ein eisiger Wind fegen über die Landschaft, die von zwei, roten Monden erhellt wird. Als die beiden Unsterblichen eine Flussbiegung erreichen, treffen sie erstmals auf Leben. Eine Herde seltsamer Tiere liegt am Fluss, die Perry Rhodan ein wenig an Seehunde erinnern. Atlan besitzt genug Erfahrung um zu wissen, dass Perry Rhodan und er die Kälte nur noch kurze Zeit überleben werden. Es bleibt nur noch eine Möglichkeit. Mit Steinen erlegen die beiden Unsterblichen zwei Tiere der Herde und wärmen sich an ihren Körpern. Durch die Wärme der toten Körper, überstehen die beiden die eiskalte Nacht.

Während der kurzen Schlafphase, in der sich ihre Körper leidlich erholen, hat Perry Rhodan einen seltsamen Traum. Er sieht eine humanoide Frau mit blauer Haut und langen, goldenen Fingernägeln. Ihr Kopf ist kahl und sie schwebt über dem Schnee. Perry Rhodan spürt das er ihr folgen soll, versteht aber nicht warum. Als sie sich zu ihm umdreht und ihn ansieht, blickt er in eisgraue Augen. Als Perry Rhodan aus dem Schlaf aufschreckt und sich das Blut des Tieres, das ihm als Wärmequelle gedient hatte, vom Körper wäscht, erzählt er seinen Traum Atlan. Atlan hatte denselben Traum und der Arkonide stellt die Vermutung auf, dass es sich nicht um einen Traum, sondern um eine Art mentale Kommunikation gehandelt habe. Kurze Zeit später treffen die beiden Unsterblichen auf intelligente Eingeborene. Die Fremden tragen Gewehre und sind mit einem Schlitten unterwegs. Offensichtlich sind sie auf der Jagd. Als Perry Rhodan und Atlan sich ihnen zu erkennen geben, zeigen sich die Jäger furchtlos. Sie bieten den beiden Unsterblichen wärmende Pelze an, die Atlan und Perry Rhodan dankbar annehmen. Die Gewehrträger erinnern Perry Rhodan an aufrecht gehende Waschbären. Die Sprache der Fremden klingt kurzatmig und abgehakt. Perry Rhodan und Atlan können erwartungsgemäß kein Wort verstehen. Durch Zeichensprache geben die Jäger ihnen zu verstehen, dass sie schnell aufbrechen müssen, denn ein Sturm kommt auf. Perry Rhodan und Atlan schließen sich den drei Jägern an, deren Schlitten zu Atlans großer Überraschung über einen Pulsatorantrieb verfügt. Zum ersten Mal seit dem Absturz scheint sich die Lage der beiden Unsterblichen etwas zu verbessern.

Das Volk der waschbärenartigen Jäger nennt sich Vay Shessod und ihre Hauptnahrungsquelle sind die Keyzen, jene seehundartigen Tiere, mit denen Perry Rhodan und Atlan bereits Bekanntschaft gemacht haben. Drei Wochen sind Atlan und Perry Rhodan bereits bei den Jägern zu Gast und haben einige Grundbegriffe ihrer Sprache erlernt. Die Kommunikation erweist sich ohne Translator als äußerst schwierig und mühevoll. Atlan hat durch sein fotografisches Gedächtnis einen gewissen Vorteil und lernt schneller als Perry Rhodan. Die Vay Shessod tauschen wertvolle Knochen der Keyzen gegen Gebrauchsgegenstände wie ihren Schlitten. Der Handel findet in einer Stadt namens Ptumak statt, die von den Jägern regelmäßig besucht wird. Als Atlan und Perry Rhodan helfen, einige angehörige des Stammes aus einem Eissturm zu retten, schenken die Vay Shessod den beiden Unsterblichen ein Kanu, mit dem man über den Flusslauf die Stadt Ptumak erreichen kann. Perry Rhodan und Atlan erfahren von den Vay Shessod weitere, interessante Geschichten. Die Kybb-Cranar, ein Volk das offensichtlich nicht von dieser Welt entstammt, aber schon lange auf diesem Planeten lebt, hat die Herrschaft übernommen. Die Vay Shessod erklären, dass die Kybb-Cranar nach Dingen in der Erde graben, die für sie sehr wichtig sind.

Der eisige Planet, auf dem sich Atlan und Perry Rhodan befinden, wird von den Kybb-Cranar offenbar Baikhal Cain genannt. Perry Rhodan und Atlan entnehmen aus den Geschichten der Vay Shessod, das es auch andere Fremdwesen auf Baikhal Cain gibt, doch die Kybb-Cranar seien die mächtigsten. Perry Rhodan und Atlan lauschen weiteren Geschichten der Vay Shessod, in denen auch vertraute Begriffe vorkommen, wie zum Beispiel der »Sternenozean von Jamondi«. Die Unsterblichen erfahren, dass vor langer Zeit die »Schutzherren« über den Sternenozean von Jamondi geherrscht haben. Ihnen zur Seite standen Herolde, genannt die »Medialen Schildwachen«. Doch es gab einen Abtrünnigen, der die Macht über den Sternenozean an sich reißen wollte. Mit Hilfe seiner bösartigen Verbündeten, den Kybb-Cranar, überwältigte er die übrigen Schutzherren und es kam zu einem Blutbad, bei dem alle getötet wurden. Die Schildwachen kämpften ehrenvoll bis zum Schluss, mussten sich aber der Übermacht ergeben und zurückziehen. Während die Schildwachen sich schamvoll in ihrem zeitlosen Exil verstecken, übernahm der Verräter die Macht. Lange Zeit haben die Raumschiffe der Kybb-Cranar nach den Verstecken der Schildwachen gesucht, jedoch ohne Erfolg. Die Machtübernahme und das schreckliche Blutbad geht in die Geschichten der Vay Shessod als die »Kybernetische Nacht« ein.

Am nächsten Trag verabschieden sich Perry Rhodan und Atlan von den Vay Shessod und bedanken sich für die Gastfreundschaft. Mit dem Boot folgen sie dem Flusslauf und treffen auf eine Reihe merkwürdiger Tiere, die den Fluss bewohnen. Aber auch andere, zweifellos intelligente Lebewesen, lassen sich sehen. Einmal treffen sie auf ein Fremdwesen, das mit einer Art Hover-Trike unterwegs ist. Das Fahrzeug verfügt zweifelsohne über einen Prallfeldantrieb, zieht sich aber bei einem Kontaktversuch zurück. Dann treffen die beiden auf Wesen, die den Solomothen aus der Milchstraße verblüffend ähnlich sehen und ebenfalls im Wasser leben. Kurz darauf erreichen Atlan und Perry Rhodan die Stadt Ptumak.

Ptumak erweist sich als Enttäuschung. Es gibt weder Raumschiffe noch Gleiter noch andere Errungenschaften moderner Technik, die es aber nach Aussagen der Einheimischen in der siebenhundert Kilometer entfernten Hauptstadt Baikhalis geben soll. Der Weg zurück in die Zivilisation erweist sich als beschwerlich. An Bord eines Seefrachters können Atlan und Perry Rhodan ein weiteres Stück des Weges zurücklegen. Den Rest müssen sie selbst schaffen. Völlig unerwartet lässt sich ein Wesen sehen, mit dem Atlan und Perry Rhodan bereits zuvor eine flüchtige Begegnung hatten. Der Fremde auf dem Trike! Die beiden Unsterblichen finden keine Erklärung, warum der Unbekannte ihnen über solch eine Distanz folgt. Auf dem weiteren Weg entdecken die beiden Unsterblichen das Gefährt des Unbekannten, das er offenbar abgestellt hat. Atlan und Perry Rhodan können das Trike entwenden und nutzen es zur Fortbewegung. Ob der Fremde ihnen weiter folgen kann, ist ungewiss.

Als beide schließlich nach vielen Mühen die Hauptstadt des Planeten erreichen, werden sie erneut enttäuscht. Auch Baikhalis ist alles andere als eine kosmische Metropole, bestenfalls eine größere Stadt. Rund 100.000 Einwohner, so schätzt Atlan, wird es in Baikhalis geben. Immerhin gibt es einen Raumhafen, auf dem einige würfelförmige Schiffe zu beobachten sind. Das Seltsamste an Baikhalis ist jedoch eine Bastion, die sich in der Mitte der Stadt erhebt. Die Burg wirkt bedrohlich und dominiert das Stadtbild. Bevor die beiden Unsterblichen weitere Pläne schmieden können, tauchen plötzlich Schwebegleiter auf. Atlan und Perry Rhodan werden von Paralysestrahlern erfasst und handlungsunfähig gemacht. Die Körper der beiden Unsterblichen werden in den Gleiter geladen, wo sie mit anderen humanoiden Wesen verstaut werden. So hatten sich die Unsterblichen ihre Ankunft in Baikhalis nicht vorgestellt.

Metadaten

Dieser Roman wurde von Thomas Rabenstein zusammengefasst.

Die aktuelle Version wurde am 18. Juni 2006 in die Datenbank eingepflegt

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