Perry Rhodan Heft Nr. 2200

Der Sternenbastard

Er ist der Sohn eines Terraners und einer Arkonidin -
und verfügt über eine seltsame Gabe

von Robert Feldhoff

tibi
Tibi: Dirk Schulz

Hauptpersonen:

Kantiran - Der Sohn einer Arkonidin und eines Terraners wächst in ländlicher Umgebung auf
Perry Rhodan - Der Terraner versucht die Bewohner der Galaxis zu warnen
Bostich I. - Der Imperator plant eine Ausweitung seines Herrschaftsgebietes
Ascari da Vivo - Die arkonidische Admiralin verfolgt ihre eigenen Pläne
Shallowain - Der düstere Mann gilt als eiskalter Geheimagent

Kantiran, von seinen Pflegeeltern kurz Kant gerufen, wächst auf dem Agrar-Planeten Creiff auf, eine Welt des Kristallimperiums der Arkoniden. Schon im Alter von neun Jahren hat Kantiran mit Problemen zu kämpfen. Seine Mitschüler bezeichnen ihn als Bastard, denn Kantiran ist kein reinrassiger Arkonide sondern der Sohn einer Arkonidin und eines Terraners. Von seinem terranischen Vater hat Kantiran das dunkle Haar und die wasserblauen Augen, von der arkonidischen Mutter die durchgehende Knochenbrustplatte geerbt. In der Schule erfährt Kantiran viel über die Zentralwelt Arkon, aber auch über Dinge des politischen Lebens der Milchstraße. So verfolgt Kantiran beispielsweise die Ankunft des Fernraumschiffes SOL im Heimatsystem der Terraner, das offenbar viele Jahre unterwegs war und gerade von einem Sternhaufen namens Thoregon zurückgekehrt ist. Als Kantiran bereits dreizehn Jahre jung ist, landet eines Tages völlig unerwartet ein arkonidischer Kreuzer vor der Farm seiner Pflegeeltern. Ihm entsteigt eine für Kantirans Begriffe, wunderschöne Arkonidin mit langem, weißem Haar. Ascari da Vivo! Die Admiralin ist in Begleitung eines gedrungenen Burschens namens Shallowain.

Die Arkonidin nimmt Kantiran mit auf eine Gleiterfahrt und verbringt einen ganzen Tag mit dem Jungen. Am Ende des Tages, kurz vor der Verabschiedung, erklärt Ascari da Vivo das sie Kantiran im Alter von vierzehn Jahren nach Arkon holen will. Kantiran ist sehr aufgeregt, denn sein Abschied von Creiff ist demnach bereits in Kürze. Ascari da Vivo überreicht Kantiran noch ein Abschiedsgeschenk, eine Art Holobrille die sich automatisch an den Träger anpasst und verlässt den Planeten wieder. Die Zeit geht schnell vorbei und als Kantiran vierzehn Jahre alt wird, landet tatsächlich wieder ein Kreuzer auf Creiff. Doch es ist nicht die Arkonidin, um Kantiran abzuholen, sondern der unheimliche Shallowain. Kantiran wird in eine Kabine des Kreuzers gesperrt und nimmt nur das Nötigste mit, unter anderem auch die Holobrille, das Geschenk Ascari da Vivos.

Shallowain setzt Kantiran auf Arkon I ab, direkt vor der Flottenschule Paragetha. Paragetha, so weiß Kantiran, ist die Eliteschule Arkons, in der die Offiziere der Zukunft geschult und trainiert werden. Die Ausbildung gilt als äußerst hart und nur die Besten Kadetten bestehen die Ausbildung erfolgreich.

Kantiran wird von Ascari da Vivo und Keiphos da Quertamagin empfangen, dem Leiter der Elite-Schmiede. Fortan beginnt für Kantiran eine gnadenlose Schulung, die das letzte von ihm abverlangt. Selbst hier, wo die Söhne und Töchter des arkonidischen Hochadels ausgebildet werden, schlägt ihm offene Ablehnung entgegen. Kantiran ist und bleibt in den Augen der Arkoniden ein Bastard und wegen seiner unedlen Abstammung, wird ihm keine Chance eingeräumt zu bestehen. Doch Kantiran hat gelernt mit diesen Vorurteilen umzugehen. Einmal mehr setzt er sich durch, wenn nötig bricht er auch schon mal einem arroganten Adelssohn das Nasenbein. Trotz aller Probleme sind die schulischen Leistungen Kantirans erstklassig. Bei einer medizinischen Routineuntersuchung wird Kantiran der höchste Intelligenzquotient aller Kadetten seit drei Jahren bescheinigt. Die Untersuchung ergibt außerdem einen ungewöhnlich hohen Wert auf der Skala für paranormale Fähigkeiten. Ein Mutantentest ergibt jedoch kein Ergebnis. Die Ärzte warnen Keiphos da Quertamagin vor möglichen schweren Folgen, sollte Kantiran die Akademie bestehen und für die Aktivierung des Extrasinns vorgesehen werden. Die Prozedur könnte sich bei den gemessenen Psi-Werten Kantirans als tödlich für ihn erweisen, oder aber zu schweren Schäden führen. Die Empfehlung der Mediziner Kantiran von der Akademie zu entlassen schlägt Keiphos da Quertamagin jedoch aus. Es liegt nicht in der Macht des Ausbildungsleiters solch eine Entscheidung zu fällen, denn andere, hochrangige Persönlichkeiten, halten ihre schützende Hand über den Jungen. Nach einem persönlichen Gespräch mit Keiphos da Quertamagin, beginnt sich der junge Kadett sogar anzupassen. Er färbt sich die dunklen Haare weißblond und setzt sich Kontaktlinsen ein um die typisch roten Augen der Arkoniden nachzuahmen. Trotz dieses Versuchs, wird er von seinen Mitschülern nicht als gleichwertig akzeptiert.

Dann lernt Kantiran zufällig die junge Schneiderin Thereme kennen. Für Kantiran, der sich auf den ersten Blick in die junge Kolonialarkonidin verliebt, ist sie das schönste Geschöpf des Universums. Zunächst von ihr abgewiesen, bleibt Kantiran hartnäckig. Schließlich erhört Thereme sein Werben und beide werden unzertrennlich. Die Liebe zu Thereme lässt Kantiran erkennen, wer er wirklich ist und das er keine Masken braucht. Fortan zeigt sich Kantiran in der Akademie wieder in seiner wahren Gestalt, zum Missfallen Keiphos da Quertamagins. Bei einem Besuch der Kadetten im Parlamentssaal von Mirkandol, sieht Kantiran erstmals Perry Rhodan persönlich. Der Terraner spricht vor dem Galaktikum und warnt vor der bevorstehenden Heraufsetzung des Hyperphysikalischen Widerstands durch die Kosmokraten. Kantiran hat mehrere Schulungen über die Terraner in der Akademie erhalten, außerdem verfolgt er das Tagesgeschehen interessiert. Er weiß, dass die Terraner umfangreiche Maßnahmen getroffen haben um ihre Kolonien aber vor allem das Sol-System vor einem zukünftigen Versagen der Hypertechnik zu schützen. In die terranischen Schiffe wird teilweise sogar minderwertige Ersatztechnik eingebaut und die Planeten werden auf autarke Energieerzeugung und Versorgung umgestellt. Während Arkon weiter expandiert, die Flotte und Macht des Kristallimperiums ständig vergrößert wird, befindet sich die terranische Wirtschaft auf Talfahrt. Hinter vorgehaltener Hand wird bereits von einem neuen Kriegszug gesprochen, denn Imperator Bostich wird sich die Trümpfe nicht aus der Hand nehmen lassen. Perry Rhodans Warnungen vor dem Parlament werden zurückgeschmettert und politisch zerredet. Vor allem Bostich zerreist Perry Rhodans Rede mit bekannter, herablassender Art. Ein Schauspiel, das alle Kadetten stolz lächeln lässt.

Schließlich erhält Kantiran auf einem offiziellen Empfang die Gelegenheit Perry Rhodan persönlich vorgestellt zu werden. Für Kantiran ist das ein einmaliges Erlebnis. Er weiß faktisch alles über den Terraner was es zu wissen gibt und hat alle Aufzeichnungen seiner Vergangenheit studiert. Die Präsenz des Terraner wirkt fast übernatürlich auf den Kadetten. Als Kantiran entgegen der offiziellen Anordnung Perry Rhodan nicht mit einem militärischen Ehrenbezeugung grüßt, sondern dem Residenten die Hand reicht und mit Erhabener anspricht, handelt sich der Kadett erneut eine Strafe seines Ausbilders ein.

Im Jahr 1331 NGZ ist es schließlich soweit. Noch sieben Tage bis zum Anflug nach Iprasa und der Prüfungsprozedur ARK SUMMIA. Bei Bestehen verbunden mit der Aktivierung des Extrasinns. Sieben Tage vor der Abschlussprüfung und Kantiran verliert die nerven. Er bricht auf und will unbedingt seine geliebte Thereme sehen, doch als er ihr heim erreicht, macht er eine fürchterliche Entdeckung. Thereme ist Tod! Ermordet! Kantiran fällt ins bodenlose und ruft seinen einzigen Freund, den Tierheiler Detair. Detair ist noch vor Ort, bevor die ersten Celistas eintreffen und den Raum abriegeln. Der Tiermediker nimmt einen seltsamen Geruch war, ein Duft den normalerweise Trevipern ausdünsten. Trevipern sind große Insekten, deren Gift tödlich wirkt. Oft werden sie von reichen Adligen eingesetzt um Konkurrenten auszuschalten. Das Gift hinterlässt keine Spuren im Körper des Toten und kann nicht mehr nachgewiesen werden. Kantiran ist fest entschlossen die Mörder seiner Geliebten zu finden. Die Spur führt zu einem Züchter mit Namen Farmeoll, die einzige Quelle auf Arkon I für Trevipern. Kantiran geht erbarmungslos vor und setzt den Züchter unter Druck. Unter Todesangst übergibt Farmeoll ein Foto der Überwachungskamera, das den Käufer verschwommen zeigt. Die Kooperation rettet Farmeoll das Leben. In der Vergrößerung erkennt Kantiran eine Hand mit einem Ring und Kantiran weiß sofort zu wem er gehört. Er hat diesen Ring schon einmal gesehen und zwar an der Hand von Shallowain, ein Kralasene, wie Kantiran jetzt weiß. Zuerst will Kantiran es nicht wahr haben, doch dann frist sich der Verdacht tief in seine Gedanken. Shallowain und Ascari da Vivo sind womöglich in den Mord an seiner Geliebten Thereme verwickelt. Unwillkürlich erinnert sich Kantiran an frühere Worte Theremes: Jemand im Hintergrund hat Pläne mit dir!

Am 6. Februar 1331 bricht Kantiran mit zwanzig Kadetten zur Prüfungswelt Iprasa auf. Ein Kreuzer muss für die Überführung nach Iprasa herangezogen werden, da es seit kurzer Zeit zu starken Hyperstürmen und resultierenden Transmitterunfällen gekommen ist. Iprasa, der sechste Planet des Arkon-Systems, ist die älteste Welt der ARK SUMMIA. Als Kantiran seine ersten Prüfungen ablegt, wird er erneut vor ein Ärztegremium gerufen und aufgrund seines latenten Parapotentials abgelehnt. Doch Keiphos da Quertamagin wischt alle Vorbehalte zur Seite und bezieht sich auf den persönlichen Wunsch des Imperators, der möchte, das Kantiran eine Chance erhält. Gegen den Wunsch des Imperators gibt es keinen Widerspruch und Kantiran darf die Prüfungen ablegen.

Am Ende ist Kantiran unter den besten 60 des Jahrgangs, ein Ergebnis, das selbst Keiphos da Quertamagin mit Stolz erfüllt. Dann, am 8. April 1331 erhält Kantiran eine geheimnisvolle Einladung. Er wird in die Kabine von Ascari da Vivo befohlen, die ihn bereits erwartet. Die Admiralin mustert ihn eingehend und gratuliert ihm zu seinem hervorragenden Prüfungsergebnis. Als Kantiran schließlich auf die Prozedur zur Aktivierung seines Extrasinns, oder auch Logiksektor vorbereitet wird, hat er es endgültig geschafft. Während der Aktivierungsprozedur fällt Kantiran in tiefe Ohnmacht und wacht erst nach drei Monaten in einer Klinik auf. Als er in sich hinein lauscht, hört er keine Stimme die zu ihm spricht. Später erfährt Kantiran, das die Aktivierung seines Logiksektors misslungen ist. Es kam jedoch zu einem unerwarteten Effekt. Seine bisher latente Paragabe wurde verstärkt. Kantiran zeigt nun Werte, die ihn zu einem Mutanten machen. Wie Kantiran kurz darauf selbst herausfindet, besitzt er telepathische Fähigkeiten. Allerdings kann er nicht die Gedanken von Menschen lesen, sondern von Tieren! Mehr noch, er kann seine Gedanken im Bewusstsein der Tiere manifestieren und ihnen so Befehle erteilen.

Kantiran besitzt schon seit einiger Zeit ein Tier das ihm sehr anhängt. Es handelt sich um einen Tarox, ein marderähnliches Tier, das Kantiran wie ein Hund folgt und oft auf seiner Schulter sitzt um ihm ganz nah zu sein. Kantiran kann nun die Absichten seines Tarox deutlich erkennen und in den Gedanken des Tieres lesen. Auch wenn es sich um instinktgetriebene Mentalimpulse handelt, kann sie Kantiran deuten und verstehen.

Als er kurz darauf erneut zu Ascari da Vivo gerufen wird, hat sich sein Verdacht bezüglich Theremes Tod nur noch verhärtet. Kantiran benutzt er seine Gabe um einen Speicherkristall auf der Residenz der Admiralin zu entwenden. Als Kantiran die Daten später ausliest, offenbart sich ihm die ganze Wahrheit. Er ist der Sohn von Ascari da Vivo und Perry Rhodan! Kantiran ist wie in Trance und kann es kaum glauben.

Als er Ascari da Vivo zur Rede stellt, gibt sich die Admiralin kühl. Ascari da Vivo ist zwar überrascht das Kantiran nun die Einzelheiten über seine Herkunft weiß, doch das scheint sie nicht sonderlich zu berühren. Sie eröffnet Kantiran, dass er Teil eines Planes ist, der sich später gegen Terra und die LFT wenden wird und Kantiran begreift, dass man ihn im bevorstehenden Feldzug gegen Perry Rhodan einsetzen will. Als Kantiran die für ihn einzig wichtige Frage stellt, nämlich ob seine Mutter etwas mit dem Tod seiner geliebten Thereme zu tun hat, schweigt Ascari da Vivo. Kantiran erkennt plötzlich die ganze Wahrheit. Seine Mutter hat den Befehl zum Mord an Thereme gegeben und Shallowain, der Hund, hat die Tat ausgeführt. Kantiran ist außer sich vor Zorn und hetzt seinen Marder auf Ascari. Das Tier wütet wie ein Raubtier und verletzt Ascari da Vivo schwer. Die Admiralin bricht schwer entstellt zusammen und bleibt in ihrem eigenen Blut liegen. Kantiran bedauert die Tat nicht, doch er weiß auch, dass jetzt sein Leben keinen Pfennig mehr wert ist. Er flieht aus Ascari da Vivos Residenz und kontaktiert seinen Freund Detair, den Tiermediker. Flucht ist die einzige Chance und Kantiran ergreift sie. An Bord eines Springer Schiffes verlassen die beiden Männer Arkon, noch bevor Ascari da Vivo gefunden wird. Später wird Imperator Bostich eine Nachricht überbracht. Ascari da Vivo lebt noch, allerdings ist sie schwer verletzt und entstellt. Bostich setzt Shallowain auf die Fährte Kantirans, der die Verfolgung sogleich aufnimmt. Der Imperator will den Sternenbastard lebend!

Metadaten

Dieser Roman wurde von Thomas Rabenstein zusammengefasst.

Die aktuelle Version wurde am 16. Juni 2006 in die Datenbank eingepflegt

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