Perry Rhodan Heft Nr. 2181

Die Liebenden der Zeit

Sie dienten den Kosmokraten -
und zugleich einem Rebellen

von Hubert Haensel

tibi
Tibi: Ralph Voltz

Hauptpersonen:

Le Anyante - Die Algorrian findet sich auf einmal in einer völlig unbekannten Zeit wieder
Curcaryen Varantir - Der Algorrian gilt selbst unter seinesgleichen nicht als sympathischer Zeitgenosse
Atlan - Der Arkonide wird wieder einmal mit seiner Ritteraura konfrontiert
Ronald Tekener - Der Aktivatorträger erfährt mit anderen Terranern eine uralte Geschichte

Als Atlan die Medostation erreicht, sind die beiden Algorrian bereits erwacht. Die Algorrian, Le Anyante und Curcaryen Varantir, sehen sich nach langer Schlafphase in einer völlig fremden Umgebung wieder. Sie halten die Anwesenden Besatzungsmitglieder der SOL zunächst für Kattixu und es kommt zu einigen Missverständnissen. Die Unterhaltung verläuft schwierig. Zum einen liegt es an der Mentalität der Algorrian, die sich sehr überlegen gebären, besonders den Mochichi gegenüber. Zum anderen existiert ein starkes Misstrauen gegenüber den Kosmokraten. Atlan, noch immer Träger der Ritteraura, wird von den beiden Algorrian als Ritter der Tiefe eingestuft und somit als Kosmokratendiener. Es ist schwer diese Barrieren zu überwinden. Ohne Zweifel standen die Algorrian einst in den Diensten der Kosmokraten. Doch irgendein Ereignis scheint sie zu Gegnern gemacht zu haben. Als Atlan die beiden Wesen in die Kommandozentrale führt und die Algorrian eine Darstellung der SOL erkennen, erklären sie der überraschten Besatzung, dass sie das Schiff bereits aus ferner Vergangenheit kennen. Als Atlan vorsichtig nachfragt, erklären die Algorrian der SOL bereits vor einigen Millionen Jahren begegnet zu sein und zwar in der fernen Galaxie Segafrendo! Obwohl die SOL in Segafrendo auf keine Algorrian getroffen ist, scheinen diese Wesen die SOL jedoch sehr wohl beobachtet zu haben. Als schließlich der Bann gebrochen ist und die beiden Algorrian Vertrauen fassen, beginnen sie ihre erstaunliche Geschichte zu erzählen.

In ferner Vergangenheit: Die Algorrian stehen schon lange in den Diensten der Kosmokraten. Die Heimat der Algorrian ist der Planet Tulacame, zweiter Begleiter der Sonne Ansorja. Ansorja liegt in der Galaxie Xantharaan, nahe dem Kosmonukleotid XANRIICLE-1. Zu dieser Zeit existiert bereits seit 1.2 Millionen Jahren der Ritterdom Xanthar auf dem nur 64.000 Lichtjahre entfernten Planeten Xanth. Einige Schwärme wurden in dieser Region des Kosmos gebaut und auf die Reise geschickt um das Leben im Kosmos zu begünstigen. Ein Fakt, der die Algorrian mit Stolz erfüllt. Die Kosmokraten bedienen sich der Algorrian wegen ihrer hervorragenden Fähigkeiten als Techniker und Konstrukteure. Bevor sie in die Dienste der Ordnungsmächte übernommen werden, beherrschen die Algorrian bereits seit 130.000 Jahren ihre Galaxie.

Curcaryen Varantir, ein Potential-Architekt, beschäftigt sich mit der Weiterentwicklung einer Technologie, deren Grundlagen von den Raum-Zeit Ingenieuren gelegt wurden. Der Algorrian arbeitet im Auftrag der Kosmokraten an einem Potentialfeld, das als Zeitbrunnen bezeichnet wird und den Schwärmen mit auf den Weg gegeben werden soll. Le Anyante, eine Fundament-Stabilisatorin, steht dem Konstrukteur bei seiner Arbeit zur Seite. Die fertig gestellten Potentialfelder oder Zeitbrunnen, werden in einer speziellen Brunnenschale gelagert und von einem Kosmokratenschiff auf Tulacame abgeholt. Le Anyante fühlt sich unbehaglich in der Nähe von Curcaryen Varantir, der immer wieder versucht sich der Algorrian unsittlich zu nähern. Doch die Arbeit an den Potentialfeldern geht vor und so muss Le Anyante die Gesellschaft des genialen Konstrukteurs ertragen. Dann geschieht ein tragischer Unfall. Beim Test eines neuen Potentialfeldes gerät der Versuch außer Kontrolle. Le Anyante und Curcaryen Varantir werden dabei getötet.

Nach vielen Hundert Jahren wird Le Anyante in einem neuen Körper wiedergeboren. Sie ist sich ihrer früheren Existenz bewusst und denkt noch immer mit Grauen an den Unfall mit dem Zeitbrunnen. Ihre besondere Abneigung gilt nach wie vor Curcaryen Varantir, der ebenfalls bei dem Unfall ums Leben gekommen ist. Die Algorrian ist sich nicht sicher, wie es möglich ist, dass ihr Geist den Tod überwindet und schließlich in einem neuen Körper wieder erwacht. Vielleicht gibt es eine Verbindung mit dem missglückten Zeitbrunnentest. Die Technikerin fragt sich auch, ob der Geist des Konstrukteurs ebenfalls die Zeit überstanden hat und wiedergeboren wird. Und tatsächlich, eines Tages trifft sie einen stattlichen Konstrukteur, der sich plötzlich an sie erinnert. Es ist Curcaryen Varantir! Noch immer glaubt Le Anyante das der Konstrukteur durch eine Fahrlässigkeit ihren Tod verursacht hat. Erst als Curcaryen Varantir ihr alte Aufzeichnungen präsentiert, kann er die Technikerin überzeugen dass er keine Schuld an ihrem Tod trägt.

Der Zyklus von Leben, Tod und Wiedergeburt, vollzieht sich immer wieder und die beiden Algorrian kommen sich bei jedem Zyklus näher. Schließlich wird aus anfänglicher Abneigung tiefe Verbundenheit und Liebe. Die beiden werden zu den Liebenden der Zeit und wissen noch immer nicht, warum ihr Geist immer wiedergeboren wird. Beide erleben in den folgenden Tausenden Jahren viele Veränderungen. Die Algorrian sagen sich selbst von den Diensten der Kosmokraten los und werden bitter bestraft. Die lange Zeit unter der Knechtschaft der Ordnungsmächte, verändert das Weltbild der Algorrian. Aus ehemaligen Dienern werden Gegner der Kosmokraten. Le Anyante und Curcaryen Varantir erleben schließlich wie sich das Volk der Algorrian über die Jahrtausende zu verändern beginnt. Die Geburtenrate geht zurück und die Kosmokraten verlieren das Interesse an den Konstrukteuren. Schließlich verlassen die Algorrian ihre Heimatgalaxie und suchen sich einen neuen Lebensraum, fern von der Knechtschaft der Kosmokraten. Mit dem riesigen Generationenschiff TULA geht das gesamte Volk auf die Reise.

Die Algorrian werden schließlich in einem Bereich des Kosmos fündig, in dem zwei Galaxien kollidiert sind und einen Materieschlauch zwischen sich ausgebildet haben. In diesem Mahlstrom der Sterne entdecken die Algorrian einen seltsamen Bereich. Umgeben von tobenden Energien gibt es einen Ort der Ruhe. Dort gibt es keine Energiestürme, kein Chaos, nicht einmal Materie! Die Algorrian bemerken gelegentlich kleine silberne Energiekugeln, die hier und da erscheinen und ihre Aktivitäten beobachten. Ob es sich dabei um Sonden oder Lebewesen handelt, wird erst später klar. Schließlich finden die Algorrian eine neue Heimat und nennen den Siedlungsplaneten Tulacame 2. Schnell breiten sie sich über mehrere Welten des Mahlstromes aus. Dann erscheint eines Tages ein unerwarteter Besuch, ein Heliote!

Der Heliote erklärt sich als Bote der Superintelligenz THOREGON und spricht eine Einladung zur Hauptwelt Thoregon-Chencha aus. Als die Algorrian das System Thoregon-Chencha besuchen, finden sie ein Doppelsternsystem mit zwei hoch technisierten Welten und einer Sauerstoffwelt vor, auf der sie schließlich landen. Le Anyante und Curcaryen Varantir, bereits erneut wiedergeboren, erfahren von THOREGON, eine moralisch hoch stehende, jedoch träge agierende Superintelligenz, die ihren Sitz in den Sonnen eines kleinen Sternhaufens hat. Verschiedene Helioten dienen der Superintelligenz als Botschafter oder Informationsträger. Grüne Helioten werden als Informationsträger oder als Waffe eingesetzt, silberne Helioten tragen Splitter THOREGONS in sich und fungieren als Boten. Rote Helioten sind Schwachsinnige, bei denen der Geistestransfer von THOREGON missglückt ist. Diese besonderen Helioten sind gefährlich und können Schaden anrichten.

THOREGON entsendet einen silbernen Helioten und bietet den Algorrian die Zusammenarbeit an. Die Superintelligenz weiß um die Vergangenheit der Algorrian und erklärt, dass auch sie selbst, eine noch relativ junge Superintelligenz, gefährdet ist. THOREGON erklärt, das die Anzahl vergeistigter Wesenheiten zu stark angestiegen ist und nicht jede Superintelligenz deshalb eine Mächtigkeitsballung ausbilden kann, um in ihrer späteren Entwicklung zur Materiequelle zu werden. Die Kosmokraten gehen deshalb dazu über, die Anzahl der Superintelligenzen auszudünnen und einige, besondern junge vergeistigte Wesen zu eliminieren. Auch THOREGON fürchtet um seine Existenz und schlägt den Algorrian deshalb vor, sich in die natürlich entstandene Zone, den sie PULS nennt, zurückzuziehen um sich dem Zugriff der Kosmokraten zu entziehen. Die Algorrian stimmen nach einiger Zeit zu und beginnen mit einem gewaltigen Projekt, den Sternhaufen der THOREGON Intelligenz in den PULS zu verfrachten. Zum Abschluss des Projekts, als nur noch das Thoregon-Chencha System fehlt, tauchen tatsächlich die Kosmokraten und ihre Hilfsvölker auf. Eine gewaltige Schlacht entbrennt, die erneut das wahre Gesicht der Kosmokraten zeigt. Dann ist es geschafft. THOREGON und die Algorrian befinden sich im PULS des Mahlstromes in Sicherheit.

Metadaten

Dieser Roman wurde von Thomas Rabenstein zusammengefasst.

Die aktuelle Version wurde am 09. July 2006 in die Datenbank eingepflegt

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