Perry Rhodan Heft Nr. 2132

Der Saltansprecher

Der Messias der Pfauchonen -
er folgt dem Weg des Schicksals

von Claudia Kern

tibi
Tibi: Swen Papenbrock

Hauptpersonen:

Tieger - Ein Pfauchonischer Prophet leidet an »mikhate«
Lemna - Tiegers Mutter setzt sich für ihren Sohn ein
Olibec - Der Vorsteher eines Klosters beharrt auf den Regeln
Lo - Eine junge Frau verstößt gegen uralte Gesetze
Sihame - Die Prinzessin blickt ihrem Schicksal entgegen

Als der junge Tieger geboren wird, steht bereits nach kurzer Zeit fest, dass der Pfauchone ein Handicap besitzt, welches ihn sein ganzes Leben lang begleiten wird. Tieger leidet unter »mikhate«, einer Krankheit die dazu führt, dass sein Gehirn langsamer lernt als das anderer Pfauchonen. Tieger muss seine Lebenserfahrungen selektiv machen, das heißt er kann sich erst mit einem neuen Thema auseinandersetzen, wenn das zuvor aufgetretene bereits von seinem Gehirn verarbeitet wurde. In seinem gesamten Reife- und Wachstumsprozess hat Tieger Nachteile durch seine begrenzte Aufnahme- und Lernfähigkeit, doch dank dem Einsatz seiner Mutter Lemna, kann er an den meisten Aktivitäten teilnehmen, die auch seine Altersgenossen durchlaufen.
Als der junge Tieger, normalerweise phlegmatisch und wenig interessiert an den Vorgängen seiner Umgebung, zum ersten Mal einer Saltan Setzung beiwohnt, erwacht in ihm verhaltenes Interesse. Tieger spürt das Bedürfnis den Saltan zu berühren, zu streicheln. Dann erfolgt eine rituelle Weihe, in deren Verlauf Tieger eine Droge zu trinken bekommt, die Pfauchonen empfänglich für Visionen macht.
Tieger durchlebt tatsächlich eine Vision, in der er zwei Pfauchonen in blauen Roben sieht, die sich in einem "dunklen Strom" und somit in Lebensgefahr befinden. Der Lehrer Tiegers interpretiert anhand der Farben, dass es sich um den Herrn des Göttlichen Glücks handeln könnte. In Tiegers Vision befindet sich also ein Prinzenkrieger in Lebensgefahr, doch niemand nimmt die Vision ernst.
Trotz seiner Krankheit, die viele Pfauchonen einfach mit Schwachsinn gleichsetzen, erkennen einige wenige, das Tieger viel schneller als andere Pfauchonen eine Aura ausbildet. Diese Ausstrahlung kennzeichnet ihn als Propheten und noch nie zuvor wurde eine stärkere Aura beobachtet. Während in der Heimat Mutter und Vater durch ein Komplott sterben, reist Tieger zum Planeten Phitter, um seine Ausbildung als Prophet anzutreten. Doch auch im Kloster der Stadt Follmonk findet Tieger nur wenige Freunde.
Der Klostervorsteher Olibec hält Tieger für minderwertig und Schwachsinnig. Obwohl auch Olibec die starke Aura des Jungen erkennt, glaubt er nicht das Tieger derjenige ist, von dem die alten Schriften berichten. Demnach soll einst ein Saltansprecher geboren werden, ein Prophet mit starker Aura, klug und weise. Olibec weigert sich den prophezeiten Saltansprecher in Tieger zu sehen und verhindert, das die Fähigkeiten des Jungen überhaupt über die Klostermauern hinaus publik werden.
Tieger erhält von Olibec die Aufgabe, in den Grotten und Höhlen des Klosters der Pflege der Saltans nachzugehen, für normale Pfauchonen eine lebensgefährliche Aufgabe, denn die Parasiten sind äußerst gefährlich. Die Mönche des Klosters züchten in den Höhlen Tausende der Tiere und Tieger soll sich ihrer annehmen. Olibec rechnet nicht damit, das Tieger diese Aufgabe lange überleben wird. Doch es kommt anders als der Klostervorsteher plant.
Tieger entwickelt ein enges Verhältnis zu den Tieren und braucht sich nicht vor den Saltans zu fürchten. Kein anderer Pfauchone kann sich so frei im Lebensbereich der Saltans bewegen wie Tieger. Die Saltans werden zu Tiegers Freunden, Verbündeten, ja sie sprechen sogar zu ihm! Mit dieser Entwicklung hat niemand gerechnet und Olibec ist äußerst überrascht.
Als es sich fügt, das Tieger durch Zufall die Pfauchonin Lo kennen lernt und einen Sohn zeugt, kommt es zum endgültigen Zerwürfnis zwischen Olibec und Tieger. Der Klostervorsteher erscheint mit seinen Anhängern in Los Behausung und überrascht die Pfauchonin mit Tieger und dem Kind. Olibec klagt Tieger an, eines der wichtigsten Gesetze verletzt zu haben, denn Propheten dürfen sich nur untereinander fortpflanzen. Lo ist ein einfaches Bauernmädchen und damit für Olibec von niederer Herkunft. Olibec befielt das Kind zu töten, doch Tieger, der kaum versteht was um ihn herum vor sich geht, stellt sich ihm entgegen. Es kommt zum Kampf. Ohne es zu wissen, hat Tieger ein weiteres Tabu verletzt, denn niemals hat sich ein Schüler gegen die Autorität des Klostervorstehers aufgelehnt.
Tieger kann durch seinen mutigen Einsatz zwar den Tod seines Sohnes verhindern, doch dem jungen Pfauchonen wird schwer zugesetzt. Nach seiner Genesung von den Blessuren des Kampfes, wird Tieger von Olibec angeklagt. Als Strafe für seine Aufsässigkeit werden dem jungen Pfauchonen beide Hände abgetrennt.
Tieger zieht sich daraufhin zurück und verbringt viel Zeit mit den Saltans, die sich oft wärmend und eng an seinen Körper schmiegen. Die Saltans erzählen Tieger Geschichten aus vergangener Zeit und Tieger hört ihnen Stundenlang zu. Er beginnt zu ihnen zu sprechen und die Saltans hören auf ihn.
Als Tieger erneut eine Vision hat, glaubt er zunächst nicht was er sieht, denn er spielt selbst eine wichtige Rolle im Geschehen.
Tieger sieht sich selbst, wie er Sihame, die Frau des Prinzenkriegers Soner, aus ihrer Gefangenschaft auf dem Planeten Kazién befreit. Sihame, die seit dem Versuchten Mord an dem Prinzenkrieger im Kerker lebt, spielt eine wichtige Rolle für die Zukunft der ganzen Galaxie Wassermal! Tieger versteht die ganzen Zusammenhänge nicht, doch er spürt, dass ein dunkler Schatten über seiner Heimat liegt und die gesamte Galaxie bedroht.
Er trägt seine Vision Olibec vor, der ihm nach wie vor mit Ablehnung gegenüber tritt und seine Vision ignoriert.
Tieger entschließt sich zu handeln. Er öffnet die Gatter der Saltans und befreit die Tiere aus ihrer Höhlengrotte. Tausende der gefährlichen Parasiten bilden nun seine Armee.
Als sich ihm der Klostervorsteher entgegenstellt und erneut leugnet, das Tieger der erwartete Saltansprecher ist, fallen ihm die Saltans Olibec an und töten ihn auf der Stelle.
Tieger hat offensichtlich die Kontrolle über die Tiere und kann sich mit ihnen verständigen.
Nun erkennen auch die anderen Propheten des Klosters, Tieger ist der erwartete Saltansprecher!
Auf Tiegers Wunsch wird ein Schiff bereitgestellt, mit dem der Saltansprecher und seine Armee nach Kazién aufbricht.
Tieger ist fest entschlossen seiner Vision zu folgen, er muss Sihame aus der Gefangenschaft befreien.
Da der Prinzenkrieger Soner zur selben Zeit die Welt Vision besetzt, findet Tieger einen fast ungeschützten Planeten vor.
Er lässt sein Schiff direkt vor dem Palast des Prinzenkriegers landen und dringt in den Palast Soners ein. Die wenigen Assassinen, die sich Tieger und seiner Armee entgegen stellen, werden von den Saltans getötet.
Tieger befreit die überraschte Sihame und verlässt bald darauf wieder den Planeten.
Auf die Frage nach dem „Warum“, findet der Saltansprecher keine passende Antwort. Es war einfach „Gozin“.
Noch im All fängt das Schiff Tiegers eine wichtige Funkmeldung auf.
Es ist Sihames Bruder, der Prinzenkrieger von Sabal und Herr des Morgens! Der Prinzenkrieger fordert Sihame auf, so schnell wie möglich zum Planeten Zoun in der Speiche Kmi zu reisen. Fremde aus einer anderen Galaxie seien aufgetaucht und berichten von merkwürdigen Ereignissen auf dem Planeten Vision.
Sihame erinnert sich an Tiegers dunkle Vision und die Gefahr, die der Saltansprecher für Wassermal vorausgesagt hat.
Nachdem Sihame Tiegers Wunsch entspricht und den Saltansprecher mit den Saltans wieder auf dem Planeten Phitter absetzt, bricht die Frau des Prinzenkriegers unverzüglich nach Zoun auf.

Metadaten

Dieser Roman wurde von Thomas Rabenstein zusammengefasst.

Die aktuelle Version wurde am 15. July 2006 in die Datenbank eingepflegt

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