Perry Rhodan Heft Nr. 2122

Die Prinzenkrieger

Ein Leben in der Gläsernen Stadt -
und in der Speiche des Herrn des Lichtes

von Ernst Vlcek

tibi
Tibi: Swen Papenbrock

Hauptpersonen:

Soner - Der junge Prinz wächst in der gläsernen Stadt des Planeten Kazién auf
Marca - Der alte Prinzenkrieger erzieht seinen Sohn nach den uralten Regeln des »gozin«
Parkiru - Der Sohn eines Ministers wird zum besten Freund des Prinzen
Rodo - Der junge Pfauchone entwickelt eine seltsame Beziehung zu dem Prinzen
Sihame - Die Tochter des Prinzenkriegers Vaccine wird zu Soners Schicksal

Soner, als Prinz und Sohn des Herrn des Lichts geboren, beginnt sein Leben unter unheilvollen Vorzeichen. Als der Pfauchone geboren wird, registrieren die Astronomen acht Meteoriten, die in der Atmosphäre des Planeten Kazién verglühen. Bei den Pfauchonen steht die Zahl Acht für Unheil. Doch der Herr des Lichts, absoluter Herrscher des Planeten, lässt nicht zu das sein Sohn aus Aberglauben hingerichtet wird. Er befiehlt alle Astronomen zu sich und tötet sie mit eigener Hand. Die Aufzeichnungen des Meteoritenfalls werden aus den Archiven gelöscht und der Prinz beginnt sein Leben als zukünftiger Thronfolger von Kazién.

Der junge Prinz wächst daraufhin wohl behütet im Palast seines Vaters auf. Ihm fehlt es an nichts und unzählige Personen wachen über ihn. Früh beginnt Soner erste Sätze der so genannten Ehrensprache zu erlernen, eine Sprache, die nur bei bestimmten Anlässen von den oberen Rängen der Pfauchonen gebraucht wird. Als Junge, der neugierig sein Umfeld erkundet, lernt Soner Parkiru kennen. Parkiru ist Sohn eines Ministers und steht im Rang weit unter dem Prinzen. Dennoch entwickelt sich eine enge Freundschaft zwischen den beiden jungen Pfauchonen.

Als Soner heranwächst und mehr und mehr in die Pflichten eines zukünftigen Prinzenkriegers eingebunden wird, verliert er seinen Jugendfreund aus den Augen. Soner hat kaum noch Zeit sich mit Parkiru zu treffen und tritt an Bord der Trossschiffe seines Vaters die ersten Streifzüge durch das Hoheitsgebiet des Herrn des Lichts an. Noch verbietet das Protokoll Soner, das Flaggschiff seines Vaters zu betreten. Doch auch als Mitreisender an Bord der Trossschiffe, sammelt der junge Prinzenkrieger viele neue Eindrücke und lernt exotische Welten kennen.

Schon Tausende Jahre stellen die Prinzenkrieger die Schutzmacht der Galaxis Akhimzabar. Zwar sind die Pfauchonen nur ein Volk unter vielen, aber die neun Prinzenkrieger verkörpern die größte Macht dieser Galaxis. Als designierte Schutzmacht dürfen die Pfauchonen diese Führungsfunktion jedoch nicht zum Selbstzweck missbrauchen, sondern sind vielmehr aufgefordert, kriegerische Auseinandersetzungen zu unterbinden und die Sicherheit der Galaxis zu gewährleisten. Dabei sind sie vor allem an Ehrbegriffe gebunden, für die Pfauchonen das höchste Gut. Sollte es einem Aggressor gelingen, am guten Geist von Akhimzabar vorbeizukommen und die Galaxis zu bedrohen, die Prinzenkrieger würden so lange kämpfen bis sie entweder den Sieg erringen oder bis zum letzten Mann gefallen sind. So stark wird bei diesem Volk der Ehrbegriff verstanden und gelebt.

Eine zentrale Rolle in der pfauchonischen Religion, spielen die Pangalaktischen Statistiker. Den Göttern gleichgesetzt, verstehen die Pfauchonen diese Wesen als Unsterbliche, die im Jenseits über die Seelen der Verstorbenen wachen. Soner äußert schon früh den Wunsch, den Planeten Vision zu besuchen und einem Pangalaktischen Statistiker gegenüberzutreten. Der Planet Vision, im Diamal "Zabar-Ardaran" genannt, liegt fast exakt im Zentrum der neungeteilten Galaxis. Jedes Segment dieser Neunteilung entspricht dem Hoheitsgebiet eines Prinzenkriegers, auch "Speiche" genannt. Doch Soners Vater lehnt diese Bitte ab. Zuerst muss sich der Junge Prinz in den Kampftechniken üben und den so genannten Saltan setzen lassen, ein buschiger, haarähnlicher Schopf, der hochrangigen Pfauchonen aus dem Hinterkopf wächst. Soner hat zu dieser Zeit noch keine Ahnung was es mit dem Saltan genau auf sich hat.

Durch das Kampftraining, von seinem Vater nach einem Regelverstoß auferlegt und von sechs Assassinen durchgeführt, reift Soner über die Zeit zum Mann und unbesiegbaren Kämpfer. Dann kommt schließlich der Zeitpunkt für Soner, den Saltan zu empfangen. Während der Zeremonie erkennt der junge Prinz, dass es sich bei dem gefärbten Haarschopf keineswegs um Haare handelt, sondern um das Hinterteil eines Tieres, eines Parasiten! Soner wird der Saltan am Hinterkopf angesetzt, worauf sich der Parasit sogleich ins Innere seines Schädels frisst. Nur das Hinterteil des Tieres, gleich einem Haarschopf jedoch von anderer Farbe wie das Haupthaar der Pfauchonen, bleibt sichtbar. Für Soner beginnt mit dem Setzen des Saltans ein endlos scheinendes Martyrium. Die Anpassungsphase ist äußerst schmerzhaft und Soner hat dabei das Gefühl, der Parasit würde sein Gehirn aufsaugen. Doch der Prinz darf bei all den Schmerzen keine Miene verziehen und muss die Prozedur gefasst ertragen. Er versinkt in einen Dämmerschlaf, der von Schmerzen und rudimentären Wahrnehmungen geprägt ist. Dabei glaubt er immer wieder seinen Vater und den Philosophen Riddyn zu erkennen, der das Setzen des Saltans überwacht.

Als sich der Parasit in Soners Schädel schließlich beruhigt, kündigt Riddyn an, das er nun sein eigentliches Werk beginnt. Die Seele Soners auszusaugen! Damit Soners Seele nicht verloren geht, überreicht ihm Riddyn einen Dolch, der zukünftig als Gefäß von Soners Seele wirken soll, den "Mischim". Der Dolch hat von nun an höchsten Symbolwert für Soner. Als Träger seiner Seele ist er Soners wertvollster Besitz. Sollte der Prinz eines Tages sterben, dann würde seine Seele über den Dolch ins ewige Jenseits eingehen. Sollte jedoch der Prinz seine Ehre verlieren, dann gäbe es nur einen einzigen Ausweg seine Seele doch noch zu retten. Er müsste sich dem Mischim ins Herz stoßen!

Mit dem Setzen des Saltans, ist die letzte Bedingung erfüllt, den Planeten der Pangalaktischen Statistiker zu besuchen. An der Spitze der Delegation der Speiche Kaza, betritt der junge Prinz mit seinem Vater den Planeten uns staunt über die vielen neuen Eindrücke, die er von dieser Welt aufnimmt. Dann geschieht etwas völlig unerwartetes. Soner begegnet einer jungen Pfauchonin, die ihm sogleich den Atem raubt. Schon nach wenigen Sekunden weiß der Junge Prinz, das die Pfauchonin seine Liebe und sein Schicksal sein wird. Soner erkennt am Symbol der jungen Pfauchonin, das sie aus der Speiche Kmi stammt, der Machtbereich des Herrn des Morgens!

Seit je her verbindet die beiden Speichen Kaza und Kmi, eine tiefe Feindschaft. Längst weiß niemand mehr genau, warum sich beide Häuser einst verfeindet hatten, doch die Fehde wurde als Ehrensache über Generationen weitergeführt. Und nun trifft Soner auf seine große Liebe, ausgerechnet aus dem Haus des Feindes. Der gegenseitigen Anziehungskraft nachgebend, fallen sich beide in die Arme und stehen eng umschlungen zusammen, auch dann noch, als die Audienz des Pangalaktischen Statistikers Raud beginnt. Eine gewaltige, mentale Präsents macht sich breit, als der Pangalaktische Statistiker seine Informationen übermittelt. Soner hört unglaubliches über Materiequellen, Superintelligenzen, das GESETZ.... Doch Soner hat nur noch Augen für seine neue Liebe. Die unbekannte Schöne stellt sich mit Namen Sihame vor und gesteht Soner, das auch sie fühlt, dass beide für einander bestimmt sind. Dann müssen sich beide wieder trennen und gehen getrennte Wege. Soner ist jedoch von nun an klar, das er ohne Sihame nicht mehr leben möchte.

Zurück auf Kazién, kommt es kurze Zeit später zu einem Zwischenfall. Ein Anschlag wird verübt und Prinz Soner wird von Unbekannten entführt. Eine Zeit befindet sich Soner in der Gewalt der Fremden Pfauchonen, kann sich aber später aus eigener Kraft befreien. Sein Vater beschließt darauf, dass Soner eine Zeit lang die Identität wechseln und untertauchen soll. Als Händler, seine Abstammung verbergend, zieht er durch die Galaxis und trifft erneut auf sein Schicksal. Auf der Hauptwelt des Herrn des Lichts, nimmt Soner an einer Audienz des Prinzenkriegers teil und trifft erneut auf seine Liebe Sihame. Soner offenbart sich dem Herrn des Lichts und gesteht seine Liebe zu Sihame. Der Prinzenkrieger ist von der Offenheit Soners beeindruckt, muss aber in seinem Haus den Schein wahren. Er trennt die beiden voneinander und sendet Soner zurück nach Haus. Noch ist die Zeit nicht gekommen um Soner und Sihames Verbindung zu legalisieren.

Erneut zurück auf seiner Heimatwelt, schreitet die Zeit voran und die versuche des Herrn des Lichts die Fehde beider Häuser beizulegen, scheitert hauptsächlich an dem Unwillen von Soners Vater. Dann fordert die Zeit ihren Tribut und nacheinander sterben die beiden Prinzenkrieger. Soner tritt die Nachfolge seines Vaters an und muss zuvor noch einen rituellen Akt vollbringen. Er muss das Leben eines anderen Pfauchonen nehmen. Als der Zeitpunkt gekommen ist, blickt Soner in die Augen seines alten Freundes Parkiru. Erneut hat das Schicksal zugeschlagen. Es war einfach "gozin", wie die Pfauchonen sagen. Soner tötet seinen Freund mit einem gezielten Schwertschlag und wird dadurch endgültig der Herrscher der Speiche Kaza. Soner ist jetzt der neue Prinzenkrieger und überzeugt, das er noch in diesem Jahr seine große Liebe Sihame ehelichen wird.

Metadaten

Dieser Roman wurde von Thomas Rabenstein zusammengefasst.

Die aktuelle Version wurde am 15. July 2006 in die Datenbank eingepflegt

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