Perry Rhodan Heft Nr. 2115

Anguelas Auge

Mit der KARRIBO auf Erkundung -
Ascari da Vivo trifft auf eine seltsame Station

von Rainer Castor

tibi
Tibi: Alfred Kelsner

Hauptpersonen:

Reginald Bull - Der Residenz Minister für Liga-Verteidigung harrt mit seiner Flotte vor dem Sternenfenster aus
Ascari da Vivo - Die Mascantin leitet eine Expedition in ein entferntes Gebiet der Galaxis Tradom
Trerok - Der Zaliter sieht die Situation an Bord der KARRIBO aus seiner Warte
Roxo Quadron - Der Jankaron wagt sich in völlig unbekanntes Terrain vor
Kal da Quertamagin - Der Wissenschaftler steht in Opposition zur Mascantin

Milchstraße: Während man auf Seiten Tradoms versucht, die einseitige Polung des Sternenfensters wieder aufzuheben um der eigenen Invasionsflotte den Durchflug zu ermöglichen, arbeitet man in der Milchstraße unter Hochdruck an möglichen Abwehrmaßnahmen. Die zur Verfügung stehenden Technologien scheinen im Moment kein probates Mittel zu sein, um die Invasionsflotte der 22.000 Kriegs-Katamare wirkungsvoll zu bekämpfen. Auch gegen die vier, halb im Hyperraum eingebetteten Gigant-Stationen, die noch immer das Sternenfenster aufrechterhalten, ist noch kein Mittel gefunden. So beschränkt sich die terranisch-arkonidische Flotte, unterstützt durch ein großes Kontingent der Posbis, auf die demonstrative Verteidigungsbereitschaft und Positionierung ihrer Flotten vor dem Sternenfenster. Auf Seiten Tradoms muss das galaktische Aufgebot zumindest optisch sichtbar sein. Ob bei einer Konfrontation beider Mächte die Galaktiker trotz hoher Überzahl eine Chance haben, steht zu bezweifeln. Reginald Bull läst vorsorglich den Bereich um das Sternenfenster in eine Aagenfelt-Barriere hüllen, um im Falle eines Einflugs die gegnerische Flotte wenigstens zu behindern. Regelmäßig treffen sich die Wissenschaftler der Galaktiker zu Konsultationen um mögliche Verteidigungsmaßnahmen zu besprechen. Bleibt zu hoffen, dass auch die Neue USO an einer Strategie arbeitet.

Tradom: Ascari da Vivo hat sich zu einer Erkundungsmission entschlossen. Es geht zu Anguelas Auge, dem religiösen Symbol Tradoms und wahrscheinlichen Zentrum des fremden Thoregon. Zuvor wird der CoJito Planetenjäger zusammen mit Roxo Quadrons Mannschaft in der KARRIBO eingeschleust. Auch die Arkoniden möchten versuchen das Geheimnis des Paradim-Panzerbrechers zu entschlüsseln. Vor allem aber möchte Roxo-Quadron den Flug der KARRIBO zum Auge Anguelas mitmachen, jenem Bereich zwischen der Galaxis Tradom und Terelanya, der einhellig für den PULS des fremden Thoregon gehalten wird. Von Virginox aus betrachtet, liegt das Ziel rund 185.000 Lichtjahre entfernt, auf der gegenüberliegen Seite Tradoms. Die KARRIBO erreicht den Zielsektor unangefochten und sieht sich einem eindrucksvollen, kosmischen Phänomen gegenüber. Wie der PULS von DaGlausch, so ist auch Anguelas Auge ein hyperaktiver Sektor. Anguelas Auge, eine wabernde Glutzone, in Erscheinung einer roten Sonne nicht unähnlich, durchmisst 5000 Lichtjahre. Aus der Perspektive der KARRIBO, wächst eine gigantische Feuerwand vor dem Schiff auf.

Die ersten Erkundungsflüge verlaufen ohne große Ergebnisse. Die KARRIBO kann zwar mit ihren Paratronschirmen ein Stück weit in die Glutzone eintauchen, ab 0,436 Lichtjahren ist jedoch kein Vorankommen mehr möglich. Anguelas Auge, vermutlich ein natürliches Phänomen, verhält sich in vielen Punkten tatsächlich wie eine Sonne. Als sich das arkonidische Kampfschiff systematisch um die Glutzone herum bewegt, wird schnell ein weiterer, ebenfalls hyperaktiver Bereich entdeckt. 185 Lichtjahre von Anguelas Auge entfernt, steht ein kleines Abbild des Glutauges im Raum. Es besitzt nur einen Durchmesser von 1,2 Lichtjahren, umkreist Anguelas Auge einmal in 52.000 galaktischen Normjahren und ist hyperphysikalisch betrachtet, dem großen Vorbild sehr ähnlich. Dennoch dürfte es sich bei dem kleinen Glutauge, das schnell den Namen Auge-B erhält, nicht um einen eigenständigen PULS handeln. Dafür ist das Objekt zu klein.

Auch die nähere Untersuchung von Auge-B liefert keine neuen Erkenntnisse. Wieder kann die KARRIBO nur maximal 0,436 Lichtjahre in die Glutzone eindringen. Ab diesem Punkt bildet die Feuerwand eine undurchdringliche Barriere, die selbst mit unter Volllast laufendem Metagrav nicht überwunden werden kann. Nach siebzehn, erfolglosen Versuchen schlägt die Ortungsabteilung des Schiffes Alarm. 36 AGLAZAR Kampfschiffe tauchen plötzlich in Orterreichweite der KARRIBO auf und nehmen sofort Kurs auf das arkonidische Flaggschiff. Ascari befiehlt sie sofortige Flucht. Als die Katamare schon fast auf Schussnähe heran sind, tritt die KARRIBO in den Hyperraum ein und wird sofort wieder in den Normalraum zurückgeschleudert. Die Rematerialisierung findet nahe dem Zentrum von Auge-B statt, in einer blasenförmigen, beruhigten Zone. Die Orter der KARRIBO erfassen im Zentrum der Blase eine gigantische, scheibenförmige Station, jenen Stationen nicht unähnlich, die das Sternenfenster in der Milchstraße installiert haben. Mit neunzehn Kilometern Durchmesser und sechs Kilometern Dicke bildet die Station einen bedrohlichen Anblick. Noch bedrohlicher sind jedoch die Katamare, die nun ebenfalls in der beruhigten Zone erscheinen und sofort das Feuer eröffnen. Als die KARRIBO den CoJito Jäger ausschleust, greift die Station unerwartet in den Kampf ein. Mit ähnlichen Waffen wie die Katamare, jedoch mit größerer Reichweite und, schlägt sie die Angreifer in die Flucht. Die KARRIBO kann leicht beschädigt auf einem der riesigen Landeplattformen der Station aufsetzen. Im Vergleich zur KARRIBO ist die Station ein riesiges Konstrukt.

Die Arkoniden stoßen kurz entschlossen ins Innere der Plattform vor. Das Zentrum der Station wird von einer gigantischen Hohlkugel gebildet, die allein genommen einen Durchmesser von 8000 Metern aufweist. Über verschiedene Transportwege erreichen die Arkoniden das Zentrum der Kugel, in deren Mittelpunkt wiederum eine 812 Meter durchmessende Kugel schwebt. Die in rotem Eltanit leuchtende, schlachtschiffgroße Kugel, öffnet sich und gibt den Weg ins Innere über eine Formenergiebrücke frei. Längst sind die Arkoniden von der Größe und Technik der Station übermannt. Einzig Ascari behält ihre kühle Gelassenheit. Im Zentrum der roten Kugel angelangt, stoßen die Arkoniden auf eine gewaltige, holografische Matrix, welche die kosmische Umgebung von Anguelas Auge abbildet. Die unbekannte Station ist als Leuchtender Punkt in der Matrix abgebildet. Doch in der Matrix sind noch weitere Hunderttausende gleicher Punkte sichtbar! Heißt das, es gibt weitere, wenn nicht gar Tausende Stationen wie diese? Ascari und die Arkoniden spekulieren, das die Station ein Erzeugnis der geheimnisvollen Eltanen ist. Zu ähnlich ist die Bauweise, verglichen mit den vier Stationen, die in der Milchstraße das Sternentor aufrechterhalten. Außerdem hat die Station reagiert, als die KARRIBO den CoJito Planetenjäger ausschleuste, ebenfalls ein Erzeugnis der Eltanen. Auf Befehl Ascaris verlassen die Arkoniden die menschenleere Station wieder. Die Mascantin will vor einer weiteren Erkundung von Anguelas Auge mit Rhodan beraten und die nächsten Schritte abwägen. Unangefochten erreicht das arkonidische Erkundungsteam die KARRIBO, die bald darauf startet und den Rückflug antritt.

In der Milchstraße steht noch immer die galaktische Flotte dem Sternenfenster gegenüber. Reginald Bull, der schon lange auf eine Reaktion Bostichs wartet, wird überrascht, als die arkonidische Thronflotte vor dem Sternenfenster materialisiert. Bostich bietet 250.000 Kampfschiffe auf und erweitert die Blockadeflotte auf insgesamt 410.000 Einheiten, Posbis und LFT Einheiten eingeschlossen. Bevor Bostich den Sektor wieder verlässt, hebt er den Befehl Ascaris an die arkonidischen Einheiten auf. Ein klarer Rüffel des Imperators an die Mascantin. Trotz der arkonidischen Verstärkung, bleibt es weiterhin fraglich, ob selbst die 410.000 Schiffe etwas gegen die 22.000 Katamare ausrichten können. Die Wissenschaftler aller Parteien arbeiten deshalb weiterhin mit Hochdruck an einer wirksamen Verteidigungsstrategie.

Metadaten

Dieser Roman wurde von Thomas Rabenstein zusammengefasst.

Die aktuelle Version wurde am 15. July 2006 in die Datenbank eingepflegt

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