Perry Rhodan Heft Nr. 2110

Der Gute Geist von Wassermal

Ein mysteriöser Fund in der SOL -
und ein Duell in der Todeszone

von H. G. Ewers

tibi
Tibi: Ralph Voltz

Hauptpersonen:

Atlan - Der Arkonide muss sich einem ganz seltsamen Duell stellen
Sershan Contagi Peiragon - Der ehemalige Krieger der Kosmokraten kämpft um seine Zukunft
Tagira - Die seltsame Frau zieht zwei Männer in ihren Bann

Die SOL ist nach langem Flug endlich im Nahbereich der Galaxis Wassermal angelangt. Mohodeh Kascha, der sich nach wie vor mit Andeutungen über die Zielgalaxie und die Pangalaktischen Statistiker zurückhält, erklärt lediglich, dass ein besonderes Ereignis bevor steht. Die Besatzung der SOL würde in Kürze die Bekanntschaft des Guten Geist von Wassermal machen. Was sich jedoch genau hinter diesem Geschöpf verbirgt, bleibt vorerst im Dunkeln. Offensichtlich handelt es sich um eine höhere Entität, jedoch keine Superintelligenz, die böses von Wassermal fern hält.

Während sich die SOL weiter der Galaxis nähert, nehmen die Wissenschaftler des Schiffes den seltsamen Fund aus dem Mittelteil näher unter die Lupe. Der transparente Sarg beherbergt einen Humanoiden mit langen, blonden Haaren. Der Fremde ist mit einer blauen Uniform bekleidet, seine Augen sind teilweise geöffnet. Der Körper des Fremden wirkt erstarrt und die Wissenschaftler vermuten, dass der Unbekannte in einer Art Stasisfeld gefangen ist. Nach und nach wird festgestellt, das der Körper minimale Bewegungen ausführt. Auch Atlan stellt dies mit Hilfe seines fotografischen Gedächtnis fest. Ob von dem Fremden eine Gefahr für das Schiff ausgeht, kann niemand mit Sicherheit sagen. Für die weiteren Untersuchungen verhängt Atlan deshalb die höchste Sicherheitsstufe. Messungen zeigen weiterhin, das die Masse des Sargs stetig abnimmt, ein Phänomen, das man vorerst nicht erklären kann.

Kurze Zeit später wird die SOL von einem rätselhaften, mentalen Feld erfasst. Jeder an Bord kann es wahrnehmen. Im selben Atemzug verschwindet Atlan vor den erstaunten Augen der Schiffsführung. Auch der Fremde im gläsernen Sarg verschwindet spurlos und niemand weiß, wie die Dematerialisation durchgeführt wurde. Mohodeh Kasch ist zwar überrascht, jedoch im Gegensatz zur Schiffsführung kaum besorgt. Er glaubt fest daran, das der Gute Geist von Wassermal für den Vorgang verantwortlich ist. Atlan wird früher oder später zurückkehren..

Der unsterbliche Arkonide materialisiert an einem skurrilen Ort. Er findet sich an den steilen Hängen eines frei im All schwebenden Berges wieder. Eine atembare Atmosphäre ist vorhanden wie auch eine normale Schwerkraft. Höher an dem relativ steilen Hang wird eine Mauer sichtbar, die den ganzen Berg zu umschließen scheint. Die ganze Situation und vor allem dieser unwirkliche Ort, geben Atlan Rätsel auf. Als er seine Umgebung erkundet, trifft Atlan zu seiner großen Überraschung auf den Fremden aus dem gläsernen Sarg. Der Humanoide, etwas kleiner als er selbst, jedoch durchtrainiert und kräftig, ist aus seiner Starre erwacht und bemerkt Atlan fast im selben Augenblick, wie der Arkonide ihn.

Nach kurzem, gegenseitigen Taxieren, spricht der Fremde, zu Atlans Überraschung, im Idom der Sieben Mächtigen und stellt sich als Sershan Contagi Peiragon vor. Er bezeichnet sich selbst als ehemaligen Krieger der Kosmokraten und nimmt ohne Kommentar Atlans Ritteraura zur Kenntnis. Die Bezeichnung Krieger ist etwas irreführend, denn Sershan ist wohl eher als Flottenlenker und Stratege einzuordnen. Nach eigener Aussage, hat er in der Schlacht zwischen Chaos und Ordnung, auf Seiten der Kosmokraten in Kahogen-Pasmereix gekämpft. Dann erkannte der Krieger jedoch, das die Hohen Mächte bei ihren übergeordneten Zielen, viel Leid und Tod über die Lebewesen des Universums bringen und wandte sich von den Kosmokraten ab. Wie Atlan von verschiedenen Beispielen weiß, wird man aus den Diensten der Hohen Mächte nicht so einfach entlassen. Die Kosmokraten akzeptierten Sershans Entscheidung nicht, spürten den Krieger auf und legten ihn in Stasis. Später wurde er dann an Bord der SOL zwischen all den zerstörten Hinterlassenschaften Shabazzas gefunden. Atlan ist von der Geschichte Sershans beeindruckt und erkennt, das der ehemalige Krieger Frieden mit sich und dem Universum schließen will.

Plötzlich taucht jedoch eine dritte Person auf und die Welt scheint sich von einer Sekunde zur anderen zu ändern. Tagira, eine unbeschreibliche Schönheit, deren Weiblichkeit die beiden Männer sofort in ihren Bann zieht. Tagira macht ein den beiden Männern ein Angebot. Unverblümt eröffnet sie, das sie auf der Suche nach einem Ehemann ist, mit dem sie Nachwuchs zeugen will. Atlan und Sershan, glauben beide in der betörenden Frau ihre vergangene Liebe wiederzuerkennen und hören atemlos die Bedingung Tagiras. Derjenige von beiden, der zuerst die Spitze des Berges erreicht und somit ihre Residenz betritt, wird ihr Auserwählter sein! Mit diesen Worten verschwindet die Schönheit wieder und mit ihr, das klare Denken der beiden Männer. Beide sind fest entschlossen Tagira für sich zu gewinnen und es beginnt ein Wettlauf um die Gunst ihrer Liebe.

Zuerst noch mit Sportsgeist, dann immer verbissener, überwinden die beiden Männer die sich auftürmenden Hindernisse auf dem Weg zum Berggipfel. Bald wird aus dem Wettlauf offene Feindschaft und die beiden Männer beginnen sich auf dem Weg nach oben zu bekämpfen. Atlan, der längst die warnenden Impulse seines Extrasinns ignoriert, ist wie von Sinnen. Sein ganzes Trachten ist nur noch auf Tagira ausgerichtet. Mehrmals kommt es zur Konfrontation mit Sershan, dem es kaum anders ergeht. Schließlich erreichen beide die Spitze des Berges gleichzeitig und stehen vor der Tür zu Tagiras Gemächern. Im eifersüchtigen Zweikampf, legt Atlan auf Sershan an und tötet seinen Widersacher um Tagira für sich zu gewinnen. Dann ändert sich plötzlich die Szene und beide Männer stehen wieder vor der fremden Schönheit. Atlan ist zutiefst verwirrt, denn Sershan lebt. Tagira, die offenbar den Wettkampf nur ausgelöst hat um ihre Wahl zu treffen, entscheidet sich für Sershan. Atlan wird zur SOL zurückgeschickt.

Vorher erklärt Tagira noch, das sie mit dem Guten Geist von Wassermal identisch ist. Sie will mit Sershan zwei Kinder zeugen, die sie später in die Weiten des Universums entsenden will. Dannach erwartet sie ihren Tod. Der tiefere Sinn des ganzen Geschehens wird Atlan nicht klar. Erst später, bereits zurück an Bord der SOL, realisiert Atlan, dass er eine andere Aufgabe hat als Tagira zu Beglücken. Er ist als Missionsleiter auf der Fahrt nach Wassermal unabkömmlich. Sershan aber bleibt zurück und die beiden Wesen verschmelzen miteinander, eine Vereinigung, die sich der Krieger in seinen kühnsten Träumen nicht so vorgestellt hat. Der SOL wird der Weiterflug gewährt und das Schiff erreicht bald die Randregionen von Wassermal.

Metadaten

Dieser Roman wurde von Thomas Rabenstein zusammengefasst.

Die aktuelle Version wurde am 15. July 2006 in die Datenbank eingepflegt

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