Perry Rhodan Heft Nr. 1899

Katastrophe im Deltaraum

Im Reich der Baolin-Nda -
Perry Rhodan erreicht sein Ziel

von Horst Hoffmann

tibi
Tibi: Alfred Kelsner

Hauptpersonen:

Tautanbyrk - Ein Forscher der Baolin-Nda entwickelt sich zum Helfer des Dritten Boten
Kuntherherr - Der Dritte Bote von Thoregon
Viviaree - Die junge Baolin-Nda wird zur Hoffnung ihres Volkes
Perry Rhodan - Der Terraner versucht den Deltaraum zu erreichen
Siebenton - Der Seelenhirte von Wolkenort steht vor der Entscheidungsschlacht

Seit Urzeiten leben die Baolin-Nda im Deltaraum, der eingebettet im Hyperraum liegt. Die nur 1,20 Meter großen, weißhäutigen Lebewesen sind nur noch eine Population von 100.000, existieren aber 5.000 Jahre in körperlicher Form. Dann erfolgt der Wechsel als reine Geistenergie hinein in die Äole.

Neben den Wohninseln, die auf dem so genannten Ozean treiben, gibt es noch die 52 Kollagene, auf denen die genialen Techniker ihre Arbeit verrichten. Einer von ihnen ist der noch junge Tautanbyrk und sein Spezialgebiet ist das Tessma-Design. Die Baolin-Nda haben aus den Resten dieser vergangenen Rasse eine für sie taugliche Technik entwickelt und es gibt Tessma von winzig klein bis hin zum Raumschiff. Es ist ein Zusammenspiel aus Miniaturisierung, Biotechnik und das Bewusstsein der Tessma, die aus der Galaxis unterhalb des Deltaraums stammen, und auf reine Funktionalität ausgerichtet.

Für Tautanbyrk kommt der Ruf des 3. Boten von Thoregon, der gleichzeitig auch Hochtechniker der Baolin-Nda ist, Kuntherherr, überraschend. Er wird nach ULTIST eingeladen, der Ultimativen Station, wo der Hochtechniker seinen Sitz hat. Für den Flug benutzt Tautanbyrk ein kleines Schiff und bewundert dabei das 190 Kilometer durchmessende Äolentor, das den Deltaraum in ein diffuses, bläuliches Dämmerlicht taucht. Daneben existiert noch das Standardtor mit einem Durchmesser von 150 Kilometern, das hinunter ins normale Raumzeit-Kontinuum reicht. Aber dort können die Baolin-Nda nicht existieren.

Überraschend ernennt Kuntherherr Tautanbyrk zu seinen Assistenten. Als solcher arbeitet er ständig in anderen Kollagenen und erstattet dem 3. Boten in unregelmäßigen Abständen Bericht. Anfangs weilt er im Turm des Lichts, der nur für die Galaxis Shaogen-Himmelreich von Bedeutung ist. Denn vor Jahrzehntausenden bedrohten die parapsychisch begabten Racnett die Tessma und alle anderen Intelligenzen. Die Baolin-Nda, die damals schon Interesse an den Tessma hatten, wollten diesen Krieg nicht und schufen deshalb den Turm des Lichts. Er sendet in einem ständigen Rhythmus eine mentale Welle in die Galaxis, die die Racnett aufspüren und ihre psi-aktiven Gehirne zerstören kann. Der Friede wurde so erhalten und es entstand die Religion vom Shaogen-Sternlicht. Darum wurden die Anlagen des Turms auch nie abgeschaltet.

Jahre vergehen und Tautanbyrk erfährt von Kuntherherr, warum die Baolin-Nda im Deltaraum leben, worüber er sich noch nie Gedanken gemacht hat. Es existiert hier ein höherer psionischer Druck als im Normalraum, der für die Baolin-Nda lebenswichtig ist. Der Druck entweicht dem Äolentor, zusammen mit Psi-Materie. Das meiste davon entweicht wiederum durch das Standardtor und verteilt sich im Normalraum. Aber die zurückbleibende Psi-Materie bildet den Ozean. Das Standardtor wiederum ist der Anker des Deltaraums, der 16.000 LJ vom Zentrum der Galaxis entfernt liegt.

Tautanbyrk hört auch von den Nonggo und lernt kurz den 2. Boten Ce Rhioton kennen, ein Galorne. Wie alle Baolin-Nda weiß er nicht viel über die Boten und die Koalition von Thoregon, für die sie das Arsenal erschufen (genauer gesagt für ein Individuum mit dem Namen Perry Rhodan) und zuletzt die Heliotischen Bollwerke. Er kann mit dem Begriff Konstituierendes Jahr nichts anfangen, ebenso wenig mit der Brücke in die Unendlichkeit. Es gibt auch einen 4. Boten, einen Nonggo, doch was ist mit einem 1. Boten bzw. weitere in numerischer Reihenfolge? Und dann ist da noch das Kollagen, in dem der Pilzdom steht, der für alle Baolin-Nda tabu ist. Trotzdem sucht Tautanbyrk, dessen Sprache des Ndasch ist, den Ort auf. Als er die Brücke betritt, weiß er nicht, das Kuntherherr unsichtbar neben ihm steht und damit das Leben rettet. Der 3. Bote trägt ein Passantum in seinem Körper und erklärt, Tautanbyrk solle Geduld haben, denn seine Zeit werde noch kommen. Wenig später hört Tautanbyrk von einem Helioten, einem Boten, der in direktem Kontakt mit dem Rat von Thoregon steht.

Jahre vergehen und Tautanbyrk lernt Viviaree kennen und lieben. Sie pendelt mit ihrer Technobox zwischen den beiden Toren und sammelt Daten. Zu der Zeit arbeitet er in der Virtuellen Fabrik, ein weiteres Tabu der Baolin-Nda. Hier sollen insgesamt 20 Virtuelle Schiffe entstehen, walzenförmige Einheiten mit einer Länge von 450 Metern und einer größten Dicke von 250 Metern. Sie besitzen eine silberfarbene Haut und ihre Bauzeit beträgt 3.000 Jahre. Momentan wird das 18. Schiff vollendet.

Endlich lernt Tautanbyrk die Geheimnisse von ULTIST kennen. Das Kollagen ist in der Lage, alles im Deltaraum zu kontrollieren, selbst die Baolin-Nda.

Überraschend erscheint mitten im Deltaraum ein 60 Meter durchmessendes Schiff. Kam es durch das Standardtor, was jedes Mal mit einer Zeitverzerrung einhergeht? Kuntherherr und sein Assistent betreten das Schiff und der 3. Bote erkennt an Bord eine der lange verschollenen Nano-Kolonnen. Sie wurden einst von dem Techniker Lowtovn erschaffen, insgesamt neun Stück. Sie verschwanden auf nie geklärte Weise. Die Nano-Kolonne behauptet, von einem Wohltäter mit dem Namen Shabazza gerettet und zurück in den Deltaraum gesandt worden zu sein. Tautanbyrk hält sie für überaus gefährlich, Kuntherherr ist nur fasziniert. Zwischen ihnen kommt es zum Streit und der Assistent verlässt den Hochtechniker und geht zu Viviaree auf deren Technobox. Dort erleben die beiden Liebenden die beginnende Katastrophe und empfangen den Suizidbefehl an alle Baolin-Nda. Sie können sich jedoch in das Standardtor retten.

Nach der Rematerialisierung wirft ein hyperphysikalischer Hagel die KAURRANG aus der Gegen-Sphäre. Rhodan und seine Begleiter stellen fest, das sie sich 16.000 LJ vom Zentrum Shaogen-Himmelreichs entfernt befinden. Der Bordcomputer Aura teilt mit, das in der Sphäre eine Zeitverzerrung statt gefunden hat und der Hagel muss mit der Katastrophe im Deltaraum in Zusammenhang stehen. Trotzdem wird ein neuer Vorstoß gewagt. Dabei stellt Tautmo Aagenfelt fest, das der Hagel mit Psi-Materie identisch ist und es Schneisen gibt, die einen Weiterflug erleichtern. Wenig später wird ein kleines Schiff geortet, das an eine Posbi-Box erinnert. Kurz darauf weilen die beiden Baolin-Nda Tautanbyrk und Viviaree an Bord. Sie erzählen ihre Geschichte, woraufhin Rhodan annimmt, das Nano-Kolonnen auch bei Kallia Nedrun und den Saboteuren der Galornen-Drachen eine Rolle spielten. Sie schufen auch noch eine Bombe für ULTIST, wohin Kuntherherr die Nano-Kolonne brachte. Dann versetzten sie sich in einen Tiefschlaf und hofften auf Hilfe von Seiten Thoregons.

Bei GK 876 tobt seit Wochen die Entscheidungsschlacht zwischen den Shaogen-Sternlicht-Anhängern und dem Traal-Gegenkult. Ein Sieg ist für beide Seiten möglich und der Seelenhirte Siebenton hofft auf ein Wunder.

Die KAURRANG übernimmt die Bombe und dringt in den Deltaraum ein. Die beiden Baolin-Nda wurden zurückgelassen. Dank Tautanbyrks Beschreibungen finden sie schnell ULTIST, wohin Rhodan und Reginald Bull wechseln. Sie deponieren die Bombe, empfangen noch eine Holo-Warnung des 3. Boten und kehren zur Balkenspindel zurück. Kurz darauf ist das zentrale Kollagen vernichtet und mit ihr hoffentlich die Nano-Kolonne. Auf jeden Fall können Tautanbyrk und Viviaree in ihre Heimat zurückkehren, wo alle Tessma-Technik zerstört scheint und sie die letzten ihrer Art sind. Sie erklären jetzt, dass ihre Makrokörper kybernetisch und ihre Seelen organische Klumpen sind, die in einem Fach im Inneren der Makrokörper aufbewahrt werden.

Sie fliegen die Virtuelle Fabrik an, wo sich ebenfalls ein Kuntherherr-Hologramm meldet. Demnach sind die 18 Virtuellen Schiffe abgeflogen, um sich einen Piloten zu suchen und einen Auftrag von kosmischer Bedeutung zu übernehmen. Dann finden sie den Makrokörper des 3. Boten. Sein Geist ist in die Äole eingegangen, das Passantum verschwunden. Kuntherherr hatte noch den 2. Boten zu Hilfe gerufen, der ebenfalls tot ist.

Der Turm des Lichts wird angeflogen. Die beiden Baolin-Nda reaktivieren ihn und erweitern die mentale Welle auch auf die Außenbereiche von Shaogen-Himmelreich.

Der Pilzdom ist aus seinem Kollagen verschwunden. Er wird im Äolentor entdeckt und sollte wahrscheinlich die Äole vernichten. Technobox und KAURRANG können den Pilzdom bergen. Kurz darauf liegt ein Silberschein darüber und Tautanbyrk behauptet, bald werde ein Heliote erscheinen. Inzwischen hat Mondra Diamond eingestanden, ihr Geburtsname laute Agalija Teekate und sie stamme aus Horrikos’ Stern-System, 7.460 LJ zu Sol.

Bei GK 876 erleben Siebenton und seine Mönche das erhoffte Wunder, denn das Shaogen-Sternlicht beginnt wieder zu leuchten, kräftiger als je zuvor. Der Traal ergibt sich in sein Schicksal.

Noch bevor der Heliote erscheint, vollziehen Tautanbyrk und Viviaree den Akt der Fortpflanzung. In zehn Jahren wird es einen neuen Baolin-Nda geben, der alles wissen wird, was seine Eltern wissen. Außerdem paaren sich Baolin-Nda normalerweise nur zweimal im Leben. Tautanbyrk und Viviaree werden es häufiger tun.

Metadaten

Dieser Roman wurde von Rolf-Peter Harms zusammengefasst.

Die aktuelle Version wurde am 21. Juni 2008 in die Datenbank eingepflegt

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