Perry Rhodan Heft Nr. 1860

Goedda

Das Geheimnis wird gelüftet -
die Geschichte einer Entität

von Ernst Vlcek

tibi
Tibi: Swen Papenbrock

Hauptpersonen:

Goedda - Die Herkunft einer mysteriösen Entität wird geklärt
Irra'Anvete - Ein Genetiker verwirklicht einen großen Plan
Vel Tombass - Ein ehrgeiziger Raumadmiral
Shabazza - Ein unbekanntes Wesen schildert seine Sicht der Dinge

Der Extrasinn Atlans hat die ihm von Goedda zugeflossenen Daten geordnet, die er während des ersten Flimmerns empfangen hat. Der Extrasinn lässt den Arkoniden jetzt an der Chronologie Goeddas teilhaben:

Irgendwann in tiefer Vergangenheit und in der Galaxis Suuvar leben die Völker in den Gruppen der Viniden (Säuger) und Insedder (Nichtsäuger) und führen einen ewigen Streit um die Kaskadierenden Feuer von Umam-Urra, das Zentrums-Black Hole. Der Streit wird mit Worten geführt und soll während einer Konferenz auf dem Heimatplaneten der Suuvarashi, dem ältesten Volk von Suuvar, beigelegt werden. Doch es kommt zum Debakel und zum Beginn des 1.000-jährigen Krieges, der in der Chronik des Blutes, niedergeschrieben von der Shi’Tir’Waga Llashot’Aym, festgehalten wird.

Admiral Vel Tombass, ein Insedder vom Volk der Garraner, lebt zu der Zeit, in der der Krieg schon 1.000 Jahre währt. Mangel an Material und Soldaten existiert allenthalben, überall herrschen Tod und Elend, so genannte Flickenschiffe sind auf beiden Seiten die Regel. Trotzdem ist ein Ende des Kampfes nicht in Sicht.

Siccombostarogo, eine Kuun, erlebt als Kommandantin eines Schiffes die größte Raumschlacht des Universums. Anschließend kommt es nie wieder zu einer Schlacht und es beginnt das Sterben von Planeten und Sonnen.

Der Admiral vollführt eine Inspektionsreise und gelangt auch in die Region von Umam-Urra (von dem Black Hole soll eine Strahlung ausgehen, die Aggressionskonstante genannt wird). Er kommt in Kontakt mit Irra’Anvete, einem Genetiker aus dem Volk der Ayrrisaer. Er leitet das Projekt Gullangoja innerhalb einer Hyperraumblase. Es existieren insgesamt fünfzig dieser Stationen und auf jeder wird eine Kleine Mutter gezüchtet. Auf KM-1 ist es Goedda, die wie alle anderen Kleinen Mütter einen Gebärorganismus darstellt, die mit Bourree, der Götterspeise, ernährt werden. Sie sollen Larven produzieren, aus denen Wesen hervorgehen sollen, die die Eigenschaften von sechs Insedder-Völkern aufweisen sollen. Doch bisher sind nur Mutationen geboren worden und das wahre Ziel ist außerdem eine Große Mutter, was durch Azzamus (Wachstum) erreicht werden soll. Diese soll Krieger gebären, die die Viniden schlagen sollen.

Die Chronik berichtet auch von Vercos und Ishtia, einem Liebespaar. Doch für sie ist kein Platz in Suuvar, denn der Krieg tötet auch die Liebe.

Der Admiral wechselt auf die Station KM-19 mit der Kleinen Mutter Lyeina. Der Stationsleiter will ein vorzeitiges Wachstum einleiten. Es gelingt auch, bedeutet aber das Ende der Station und den Tod des Admirals. Später vergehen auch die Stationen KM-8 und KM-43. Dann hat Irra’Anvete die Lösung des Problems. Sie heißt omnipotentes Gen- und totipotentes Zellmaterial. Dazu ist nur Goedda in der Lage, die der Genetiker liebt und die aufgrund der Ausstrahlung des Zentrums-Black Holes einige Instinkte entwickelt hat. Die 46 anderen Kleinen Mütter werden Goedda nachempfunden, dann soll die Metamorphose beginnen. Die anderen Mütter, Seeda, Ideyde, Merenaia, Jaaga, Ochke, Kuyno, Geese usw. werden Goedda zugeführt. So entsteht die Große Mutter, 1.100 Jahre nach Ausbruch des Krieges.

Irra’Anvete schreibt hernach eine Ergänzung der Chronik. Demnach wird der Planet Koyor der erste Kriegsschauplatz der Krieger der Großen Mutter, die die Viniden vernichtend schlagen.

Goeddas erste Empfindung ist die Liebe und Zuneigung zu ihren Kindern (Vivoc). Sie lernt schnell, ihr Intellekt steigt, sie spürt die 46 Kleinen Mütter, die sie unterdrückt. Ihre Kinder werden zu Neezer, Gazkar, Physander, Alazar, Eloundar und Chaeroder. Aber Goedda bekommt nie wieder Kontakt zu ihnen, wofür die Insedder sorgen. Deshalb sorgt sie für einen Vivoc-Stau. Dabei kommt es zu einem Wachstumsprozess in sechs Schüben, die mit paramentalen Schmerzensschreien einhergehen. Außerdem wünscht sich Goedda eine siebte Art, quasi Philosophen, die ihren Namen verkünden sollen (minimal 47, maximal 55 an der Zahl, was auch der Kapazität des Brutkosmos entspricht, wie sie ihren Wohnraum nennt). Die Philosophen müssen außerdem einen neuen Wohnraum für Goedda schaffen, denn auf ewig kann sie nicht an diesem Ort bleiben.

Irra’Anvete, der die Wünsche Goeddas versteht, geht in der Großen Mutter auf. Nun gibt es kein Halten mehr. Die Vivoc kommt auf Brutwelten, wo schon Goeddas Kinder existieren und somit als Resonanzkörper dienen. Es schlüpfen mehrheitlich Gazkar, Alazar und Neezer, weniger Eloundar und noch weniger Physander und Chaeroder. Und pro Brutwelt wird ein Philosoph geboren, die sogleich auf dicht bevölkerte Planeten teleportieren und von der Lebensenergie der Viniden partizipieren. So entsteht ein neuer Brutkosmos, in dem Goedda erneut im Sechs-Phasen-Rhythmus wächst. Für die Bewohner im Umkreis von einigen Tausend LJ bedeutet es den Tod.

Viniden und Insedder gehen bald gemeinsam gegen Goedda vor, doch der Untergang Suuvars ist nicht mehr aufzuhalten.

Für Shabazza sind die Dinge klar: es gibt zwei universelle Hauptströmungen, mit den Kosmokraten bzw. Chaotarchen an der Spitze. Jetzt, in jüngerer Zeit, tauchen aber Bestrebungen der Bewohner des Universums auf, ihre Geschicke selbst in die Hand zu nehmen, also den so genannten Dritten Weg zu beschreiten. Entsprechend gründet sich die Koalition von Thoregon. Shabazza ist der Diener eines Meisters – und er soll die Koalition verhindern. Dafür benötigt er aber Hilfe.

Goedda entsendet eine Flotte ihrer Kinder in die Nachbargalaxis Zhyrheia. Nicht viel später beobachtet sie aus ihrem Brutkosmos heraus den Einflug von sieben linsenartigen Schiffen in die Galaxis Suuvar. Es sind die Nonggo, die acht kosmische Prüfungen bestehen wollen. Eine dieser Prüfungen beinhaltet die Tötung Goeddas. So kommt es, das die Große Mutter ihr Schicksal bei Umam-Urra erfährt. Die Nonggo errichten ein Gefängnis um ihren Brutkosmos und Goedda sinkt in Agonie.

Shabazza erlebt, wie ein Abgesandter Thoregons in die Galaxis Gorhoon zu den Nonggo kommt. Sie sollen in die Koalition aufgenommen werden, zuvor aber acht Prüfungen bestehen. Dafür wird ihnen das Arsenal der Baolin-Nda zur Verfügung gestellt.

Einige tausend Jahre später erweckt der Diener des Meisters die Große Mutter Goedda, zeigt sich ihr aber nicht. Shabazza bietet ihr an, wieder zur Fresserin zu werden. Sie soll gegen die Koalition eingesetzt werden, jedoch nicht gegen die Nonggo. Anfangs muss sich Goedda stärken, wofür Shabazza die Galaxis Tolkandir auswählt. Seine Diener aus dem Volk der Effourer übergeben Goedda eine kleine Flotte aus Stachelschiffen und einige Gliederschiffe. Goedda zieht in die Ferne – und die Völker Tolkandirs gehen zugrunde.

Shabazza weiß, das die Nonggo das vierte Mitglied Thoregons wurden. Sie konnten vier Gefahren eliminieren, vier Gefahren wurden quasi stillgelegt. Daraus formt Shabazza das Vierergespann des Schreckens: Goedda, Goujirrez der Chaosmacher von Norrowwon, die Guan a Var, die auch als Monster von Louipaz gelten, und Jii’Nevever, die Träumerin von Puydor.

Nach Tolkandir wird eine zwölf Millionen LJ entfernte Galaxis Goeddas nächstes Ziel – die Milchstraße.

Atlan ist tief ergriffen von dem Bericht des Extrasinns. Und er fragt sich, ob Shabazza Goedda in die Milchstraße sandte, weil die Terraner ebenfalls Mitglied in der Koalition von Thoregon werden sollen?

Metadaten

Dieser Roman wurde von Rolf-Peter Harms zusammengefasst.

Die aktuelle Version wurde am 01. Mai 2008 in die Datenbank eingepflegt

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