Perry Rhodan Heft Nr. 1851

In die Traumsphäre

Die Vandemar-Zwillinge auf Trokan -
sie öffnen das Fenster ins Nebenan

von Susan Schwartz

tibi
Tibi: Ralph Voltz

Hauptpersonen:

Presto Go - Die Oberste Künderin der Herreach läßt Tausende zusammen beten
Caljono Yai - Die junge Mahnerin kämpft einen großen Kampf
Mila und Nadja Vandemar - Die Spiegelgeborenen riskieren ihr Leben für die Galaxis
Atlan - Der Arkonide wagt einen riskanten Vorstoß
Myles Kantor und Dao-Lin-H'ay - Der Wissenschaftler und die Kartanin begleiten Atlan im Einsatz

Zwei Space-Jets landen am 26. Juni auf Trokan, zum einen Myles Kantor und Dao-Lin-H’ay von der GILGAMESCH, zum anderen Atlan, Mila und Nadja Vandemar von Terra. Beim Anflug sehen sie nahe dem Pilzdom eine Gebetsrunde aus einigen tausend Herreach sowie einen Strukturriss, wo auch der semimaterielle Riese Schimbaa steht. Beide verblassen jedoch in diesem Moment.

Es ist Presto Go, die nach dem Funkkontakt mit den Zwillingen die 100.00 Herreach anhält, in Gebetstrance zu verharren. So verlieren sie ihre Angst und haben auch keine Alpträume mehr. Semimaterielle Wesen wie Axamit, Gumbuda oder die Enacho haben keine Chance mehr, zu materialisieren. Danach erschaffen sie den Riesen Schimbaa, der aber noch nicht aktiv werden kann. Das geschieht erst in der dritten Gebetsrunde und Schimbaa öffnet den Riss ins Nebenan. Aber ein Sog tötet viele Herreach und die Trance wird ungewollt beendet. Dann wird erneut nach den Zwillingen gerufen.

Zwischen den Zellaktivatorträgern sowie Go, Caljono Yai, Vej Ikorad, Tandar Sel und Gen Triokod kommt es zu einem gegenseitigen Erfahrungsaustausch. Am nächsten Tag gehen die beiden Spiegelgeborenen mit in die Gebetstrance und wieder wird der zwölf Meter große Riese Schimbaa erschaffen, der eine Strukturlücke ins Nebenan bzw. in die Traumsphäre reißt. Nadja und Mila sind voller Zuversicht. Sie haben vor Jahrzehnten die Abruse besiegt, sind dem Sog auf der Brücke in die Unendlichkeit entkommen und haben den Traumtod überstanden. Was sollte jetzt noch Schlimmeres geschehen? Dank ihrer Hilfe wird der Strukturriss rund und stabil mit einem Durchmesser von 15 Metern.

Jetzt wollen die beiden Frauen eine mentale Voraus-Schau halten und sprechen es mit Atlan und Yai ab. Sie dringen über das Fenster in einen Bereich vor, der ein abstraktes, asynchrones Gewirr von Röhren und Hohlräumen enthält. Es erscheint ihnen als totes Labyrinth und sie kehren vorerst in die Wirklichkeit zurück und berichten! – Nicht viel später betreten Atlan, Dao-Lin und Kantor das Fenster, begleitet von zehn Modula-Robotern. Die Zwillinge lassen es sich nicht nehmen, paramental wieder Voraus zu schauen.

Auf ihrem unwirklichen Weg stellen sie nach einer nicht messbaren Zeitspanne eine Veränderung fest. Sie entdecken Maschinen und Konsolen, die irgendwie bedrückend wirken. Dann bemerken sie, dass sie sich schon sehr weit von ihren Körpern entfernt haben. Der Kontakt scheint fast nicht mehr zu bestehen – und sie erkennen die Falle. Danach folgt Finsternis.

Go und Yai haben die Situation in der Gebetsrunde im Griff. Das Fenster ins Nebenan bleibt stabil, obwohl Nadja und Mila weit entrückt sind. So weit, das die Herreach sie dieses Mal nicht zurückholen können.

Atlan, Kantor und Dao-Lin folgen dem Weg der Spiegelgeborenen. Ob es tatsächlich der gleiche Weg ist, muss sich erweisen, denn ihre Sicht ist eine andere als die paramentale Sicht der Zwillinge. Immerhin spürt Dao-Lin dank ihrer latenten Telepathie eine starke Präsenz.

Mila und Nadja wissen, dass sie gefangen sind, können sich aber noch einmal daraus befreien. Anschließend beginnt ihre Flucht vor etwas Schrecklichem, Unvorstellbarem, das selbst die Abruse in den Schatten stellt. Dann, nach einer halben Ewigkeit, liegt das Fenster vor ihnen. Sie haben es noch einmal geschafft – und prallen gegen eine Wand, die jetzt vor dem Fenster sichtbar wird. Kurz darauf haben sie mentalen Kontakt zu Goedda, in deren Bauwerk sie sich befinden. Goedda ist die Herrin aller Plagen und sie will die Milchstraße abweiden, wie es zuvor in Tolkandir geschah. Und so wird es weiter gehen bis in alle Ewigkeit. Goedda sieht sich als Anfang allen Seins, Herrin des Lebens und Gestalterin des Todes. Sie lebt und behauptet, Nadja und Mila seien Tod. Die beiden Zwillinge erkennen Goeddas Überheblichkeit und sehen ihre Chance. Sie entkommen ihrem Griff und fliehen durch das Fenster zurück in ihre Körper. Hier aber erwartet sie ein Schock, denn ihre Körper sind anders als sonst, sie sterben. Aber sie sind beieinander, empfinden keine Angst. Niemals mehr werden sie sich trennen ... langsames Verlöschen ... kein Bedauern, nur Frieden. Dann – nichts mehr…

Die Gebetsrunde spürt, das Mila und Nadja das Fenster nicht mehr stabilisieren. Sie versuchen ihr Äußerstes, doch vergebens. Das Tor ins Nebenan schließt sich, Schimbaa vergeht. Damit sind Atlan, Dao-Lin und Kantor gefangen, denn allein können die Herreach sicherlich nicht noch einmal das Tor öffnen und stabilisieren.

Yai findet die beiden kristallisierten Körper, die überirdisch schön erscheinen. Aus den linken Schultern löst sich je ein kleines Objekt, welche sich auf fünfzig Zentimeter vergrößern und wie Spiralgalaxien in rötlichem Feuer anzusehen sind. Sie verschmelzen miteinander, steigen gen Himmel auf und werden dabei immer größer – bis sie nicht mehr zu sehen sind.

Auf der GILGAMESCH wartet Homer G. Adams voller Sorge. Nebenbei erinnert er sich, dass am 8. Juni eine Gruppe Siganesen aufgebrochen ist, um eventuelle Hilfe für Perry Rhodan, Reginald Bull und Alaska Saedelaere aufzusuchen. Sie müssten im August ihr Ziel erreichen. Dann wird über Trokan ein rot leuchtendes Phänomen beobachtet. Es weitet sich über das Sol-System aus, vielleicht sogar über die ganze Milchstraße. Kurz darauf, am 30. Juni, verkündet Yai den Tod der Vandemar-Zwillinge.

Metadaten

Dieser Roman wurde von Rolf-Peter Harms zusammengefasst.

Die aktuelle Version wurde am 19. April 2008 in die Datenbank eingepflegt

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