Perry Rhodan Heft Nr. 1786

Das Reparaturgehirn

Aus alten Memoiren eines Wächters -
Atlan erfährt die Geschichte Hirdobaans

von Robert Feldhoff

tibi
Tibi: Johnny Bruck

Hauptpersonen:

Atlan - Der unsterbliche Arkonide erfährt eine alte Geschichte
Baan Fokker - Ein charismatischer Terraner in Endreddes Bezirk
Gaschdagan - Ein Hamamesch lernt den Rebellen Fir kennen
RobRepair - Das Reparaturgehirn übernimmt eine unglaublich schwere Aufgabe
Perry Rhodan - Der Terraner wittert eine Chance

Baan Fokker nennt sich Prophet von Endreddes Boten. Er und seine Schar nehmen auf Level 6 Zonder-Myry das Regionalkarussell Kroutt samt Trichterturm, Kantinen und Erzähler in Besitz. Sie erwarten das Paradies, identisch mit dem Himmel von Zeytter. Als dann die Operas stillstehen und die Orbitalstationen niedersinken, halten sie den Augenblick für gekommen.

In RAILWAY STATION ist es durch Icho Tolots Manipulationen beinahe zum Stillstand aller Aktivitäten gekommen. So bleibt auch nur Dao-Lin-H’ay als Wächterin bei Atlan, während die anderen Phasenspringer unter Leitung von Tolot und Ronald Tekener nach weiteren Informationen suchen.

Indessen wird der Arkonide eine mentale Einheit mit dem Erzähler. Dieser spricht ihn mit dem Namen Aachthor an und gibt ihm den Rechenschaftsbericht des Reparaturgehirns RobRepair, der zentralen Schalteinheit von RAILWAY STATION:

Vor 2.000 Jahren kündigte Gomasch Endredde durch ein elektronisches Bulletin den untergeordneten Stellen an, dass das Experiment in zwei Jahren stattfinden werde. Es wurde als ein Zeugungsvorgang beschrieben, doch davon verstand RobRepair nichts, ebenso wenig, wie von der Evolutionstechnik der Level. Sein Bereich war der Bahnhof und RobRepair setzte seine Arbeit fort, wie seit der Installation der Level vor Äonen.

Ein Jahr vor dem Experiment tauchte ein Fremdwesen im abgeschotteten Bezirk auf, obwohl dies eigentlich nicht möglich war. Es nannte sich Tréogen und erschien zuerst in Netzwerk. Doch erst als der Eindringling auf Level 13 auftauchte, wo das Experiment vorbereitet wurde, griff Gomasch Endredde ein. Es wurde eine Falle durch Opera-Roboter geschaffen, die ihren Ursprung auf Level 14 hatten. Die Falle schnappte zu und der Gefangene wurde in einer Blase auf Pattrido interniert. Nach der Zeugung wollte sich Gomasch Endredde um Tréogen kümmern.

Der Tag des Experiments brach an. Zu Beginn schloss sich Level 13 ab, dann legten sich in der Reihenfolge die Level 1 bis Level 12 still. Darauf folgte, wie RobRepair beobachten konnte, ein bislang unbekannter 5-D-Impuls und in ihrer Reihenfolge reaktivierten sich Level 1 bis Level 12. Das wurde durch ein Beben begleitet. Doch Level 13 reagierte nicht und Netzwerk entwickelte eine hektische Aktivität. Trotz allem, der eingeleitete Prozess erreichte Level 14 wie vorgesehen nicht. Statt dessen fielen auf den ersten zwölf Level alle Anlagen des Zeugungsvorganges aus, nur Netzwerk blieb aktiv. Es folgte so etwas wie ein finales elektronisches Bulletin. Es beinhaltete die Löschung aller Informationen bezüglich Level 13 und Level 14. RobRepair recherchierte, dass das Experiment ein Fehlschlag gewesen sein muss. Allerdings lief der Zeugungsvorgang inklusive der Beben auf den zwölf ersten Level weiter, vielleicht bis in alle Ewigkeit. Viel schlimmer jedoch war, Gomasch Endredde, der nach der Vertreibung aus Queeneroch den Bezirk erschuf, meldete sich nicht mehr.

Es vergingen 20 Jahre und RobRepair erkannte trotz seiner eingeengten Programmierung, dass ein Notfall vorliegen musste. RobRepair erklärte sich sodann zur höchsten Instanz im Bezirk. Sein Ziel war die Reparatur gepaart mit der Hoffnung, dass sich Gomasch Endredde doch noch melden würde.

Vor 1.965 Jahren fasste RobRepair den Entschluss zur Aufnahme organischer Helfer in den Bezirk. Gomasch Endredde hatte dieses selbst auch geplant, darauf wiesen die Kantinen, Erzähler und Karussells hin. RobRepair wusste um die Existenz der Hamamesch außerhalb des Bezirks, denn Gomasch Endredde hatte sie über Netzwerk gelenkt, sodass RobRepair sie auch weiterhin mit Siegeltechnik bediente. Doch RobRepair konnte Netzwerk nicht bedienen und die Hamamesch konnten aufgrund der Absperrung nicht in den Bezirk. Zwar existierten Außenverbindungen, allerdings nur für tote Materie (aus Furcht vor dem Feind in Queeneroch). Es waren MINE-NULL zu den Minen- und Werftplaneten MINE-1 bis MINE-4 (innerhalb des Bezirks), die acht Transmitter zu den Containerwelten sowie der Transmitter zum Außenposten Ptecon.

RobRepair sah sich auf allen Levels um und wurde auf Zimbag fündig, wo die Imprinttechnik vorrätig war. Diese machte in Schritt 1 abhängig (was bei den Hamamesch genetisch verankert war) und in Schritt 2 wurde der Abhängige über Netzwerk markiert und auf einem der Level positioniert.

RobRepair sandte Imprint-Würfel auf zwei Containerwelten und so kamen einige tausend Hamamesch in den Bezirk. Kantinen, Erzähler und Karussells wurden aktiv, ebenso die Suggestivstrahlung. Aber nach nur einem halben Jahr waren die Hamamesch gestorben. RobRepair holte also immer neue Gruppen auf die Level und die Zeit verging. Da kam es zu der zufälligen Entdeckung eines Karussells am Rande des Bahnhofs. So fand RobRepair den Weg zum Planeten Iquama, sieben LJ zu Level 6, wo die Sydorrier lebten, deren Ursprung in Queeneroch lag. Sie mussten von Gomasch Endredde dort angesiedelt worden sein, erwiesen sich aber als noch untauglicher für die Reparatur als die Hamamesch.

RobRepair wurde dann mit einer veränderten Situation außerhalb des Bezirks konfrontiert. Zwischen zwei Parteien der Hamamesch tobte ein Krieg und sie standen vor der Ausrottung. RobRepair ließ einen Rost-Opera als Hamamesch maskieren und vor 1.200 Jahren trat dieser als Rebell Fir auf. Der Hamamesch Gaschdagan wiederum war der erste, der Fir begegnete. Der Rebell schloss sich der Liga von Geuch an, um gegen Olkheols Konsortium der mächtigen Händler zu kämpfen. Dafür stand Fir die gesamte Palette der Siegeltechnik zur Verfügung. So erlebte Gaschdagan, wie Fir den Planeten Pendregge vernichtete und dabei starb. Aber als Legende lebte Fir weiter, zumindest für Gaschdagan, denn die meisten Hamamesch glaubten, Fir lebe noch. So stiftete Fir auf Borrengold den Frieden und setzte acht Handelsfürsten in ebenso viele Oktanten ein. Die Sydorrier wurden gleichzeitig aus dem Bezirk ausgesiedelt und als Berater eingesetzt. Die Grenzländerstationen entstanden und die Fermyyd wurden zur Polizeitruppe.

Tatsächlich hatte RobRepair einen zweiten Rost-Opera als Fir eingesetzt. Nebenbei wurden die Anlagen von Ptecon auf den Mond Coenus des Planeten Tampir verlegt, der näher am Geschehen lag. Danach erfolgte der Aufbau der übergeordneten Maschtaren. Bald darauf tauchten die Crypers auf, mutierte Hamamesch, die keine genetische Verankerung mehr besaßen.

RobRepair wollte nun andere Völker zur Reparatur heranziehen. Anfangs wandten sich daher die Maschtaren nach Queeneroch. Doch die dort vor Zeiten lebenden Horden schienen ausgestorben zu sein und jetzt lebten die Crypers dort. So kam es zum Auszug einer ersten Handelskarawane. So kamen nacheinander die Origaner, Kschuschii, Aquonier und zuletzt die Galaktiker nach Hirdobaan.

RobRepair konnte die Gefahr nicht abschätzen, die sich aus den zwei Gruppen Galaktikern ergab und Netzwerk konnte die Phasenspringer aufgrund des zweiten Imprints nicht abwehren. Diese schafften sogar etwas Überraschendes. Das Vario-Metall, das in den Phasen Inaktiv, Aktionsbereit und Aktiv existierte, konnte eigentlich nur von Gomasch Endredde aktiviert werden. Doch dieses erreichten irgendwie die Phasenspringer (deren Syntrontechnik daraufhin aussetze).

RobRepair plante letztlich den Angriff auf Schingo, koste es, was es wolle. Doch da wurde Tréogen wieder aktiv, bewegte sich sogar im Bereich des Bahnhofs (diese Falschmeldung von Tolot hat RobRepair demnach nicht als solche erkannt). Nun gibt sich RobRepair geschlagen – und deaktiviert sich.

Atlan erwacht!

Tekener und Tolot suchen Externspeicher von RobRepair und stoßen dabei auf Informationen über die Operas, Orbitalstationen, Transmitterverbindungen zu den Containerwelten, sowie der so genannten Maschtar-Haube, eine Verbindung nach Coenus, die inaktiv ist. Später entdecken sie eine Halle mit einem Hologramm. Es ähnelt den Matrixes von NETWORK, zeigt im Unterschied dazu aber 1.000 grün dargestellte Objekte sowie einen blauen Vorhang. Es handelt sich um die Trans-Stationen und den Transitionsschirm. Noch am 29. November gelingt dessen Deaktivierung. Der Erfolg ist nur von kurzer Dauer, denn Evolutionstechnik greift nach der Halle. Tekener und Tolot können nicht verhindern, dass der Transitionsschirm reaktiviert wird. Vielleicht existiert eine Ausweichzentrale, die sogar auf den unerreichbaren Level 13 und 14 stehen mag.

An Bord der BASIS kommt es zu einem unerklärlichen Energieausfall. Kurz darauf fallen alle Defensivschirme aus und das Trägerschiff unterliegt einer Fremdbeschleunigung. Myles Kantor teilt Perry Rhodan mit, dass das Geschehen mit der offensichtlichen Deaktivierung des Transitionsschirms zusammenhängt. Tatsächlich befindet sich die BASIS nun innerhalb von Endreddes Bezirk und der Zustand normalisiert sich. Als jedoch neuerliche Phänomene nach der BASIS greifen, lässt Rhodan Fahrt aufnehmen. Kurz darauf wird die Reaktivierung des Transitionsschirms beobachtet. Es ist der 30. November und die BASIS ist in Endreddes Bezirk gefangen. Doch die Galaktiker sind guten Mutes. Selbst Voltago regt sich kurz in seiner Kabine.

Metadaten

Dieser Roman wurde von Rolf-Peter Harms zusammengefasst.

Die aktuelle Version wurde am 01. Februar 2008 in die Datenbank eingepflegt

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