Perry Rhodan Heft Nr. 1250

Die Raum-Zeit-Ingenieure

Begegnung am Rand der Welt -
es geht um die Zukunft der Tiefe

von Thomas Ziegler

tibi
Tibi: Johnny Bruck

Hauptpersonen:

Atlan, Jen Salik und Tengri Lethos-Terakdschan - Die Ritter der Tiefe auf der Lichterebene.
das Tabernakel von Holt - Die ";Schachtel" gibt ihr Geheimnis preis.
Krart - Der Lordrichter jagt die Ritter der Tiefe.
Myzelhinn - Einer der letzten Raum-Zeit-Ingenieure.

Myzelhinn ist einer der letzten Raum-Zeit-Ingenieure. Er beobachtet von der letzten Bastion aus wie die drei Ritter der Tiefe und das Tabernakel von Holt via des Platinpasses zur Lichtebene vordringen.

An der letzten Bastion angekommen ist bereits Suu Oon Hoo, der letzte Lla Ssann. Der Tiefenschwimmer beschimpft auf telepathischem Wege die RZI, er macht sie für das Grauwerden des Tiefenlands verantwortlich. Myzelhin macht dem Wesen keinen Vorwurf, doch seine Anschuldigungen schmerzen den RZI. Keiner weiß von dem Plan, den die letzen fünf RZI geschmiedet haben um das Tiefenland doch noch zu retten. Im Saal der Zeitportraits spricht Myzelhinn mit seinem eigenen Bildnis, im Zwiegespräch wird klar, dass die Kosmokraten keine Armeen entsenden werden. Es wird deutlich dass die RZI versagt haben und TRIICLE-9 kurz davor steht zurück zu kehren. Ordoban hatte nach all den Äonen doch noch Erfolg.

Während die drei Ritter der Tiefe sich mit dem Tabernakel von Holt der letzten Bastion nähern und dabei von den letzten RZI beobachtet werden, erfahren sie von dem "Schuhkarton" mehr über das Tiefenland.

Exkurs Tiefenland

Die Tiefe ist eine n-dimensionalen Trennschicht, welche die Universen voneinander trennt. In dieser Grenzschicht "unter dem Raum" ist der Moralische Kode mit seinen Kosmonukleotiden eingebettet. Und von hier ist das Kosmonukleotid TRIICLE-9 verschwunden. Die Kosmokraten haben den RZI den Auftrag erteilt eine Rekonstruktion zu versuchen. Natürlich wissen auch die RZI, dass sie alleine mit dieser Aufgabe überfordert sind. Sie konstruieren die Tiefenbahnhöfe und erschaffen die Grube. Die Überwachung der Tiefenbahnhöfe übertragen sie nonhumanoiden Telepathen aus der Frühzeit des Universums. Erster Tiefenzöllner wird Narl Narlensot.

Als nächstes Hilfsvolk geht der Ruf der RZI an die Jaschemen, einem Volk begnadeter Techniker. Sie bekommen zugriff auf das Hightecharsenal der Raum-Zeit-Ingenieure und beginnen mit der Konstruktion des Tiefenlands, einer gigantischen Scheibenwelt von einem Lichtjahr Durchmesser. Die Jaschemen erforschen die Tiefenkonstante und errichten ihre Fabriken zur Steuerung des Tiefenlandes. In einem ersten Kraftakt erbauen sie das Neutrum welches über der Tiefenkonstante liegt.

Danach errichten die Jaschemen das tiefenlandweite Transmittersystem. Und während die Jaschemen noch mit dem Bau der Transmitter beschäftigt sind ergeht erneut ein Ruf der RZI, sie rufen die Alai, ein Volk von Spezialisten….

*

Die Aufgabe der Alai ist der Bau von Starsen einer kontinentgroßen Stadt am Fuße des Tiefenfahrstuhls, der die Grube mit der Tiefenschule im Zentrum Starsens verbindet. Hier sollen die unzähligen Hilfsvölker auf ihre Aufgabe vorbereitet werden, bevor sie endgültig in das Tiefenland abgestrahlt werden.

Außerdem sollen die Alai einem problematischen Phänomen, dem Graueinfluss, auf die Spur kommen. Mit der Zeit erkennen die PSI-Spezialisten der Alai, dass die Graukraft keine Kraft ist, sondern die Abwesenheit einer Kraft, nämlich der Vitalkraft. Diese Vitalenergie ist in der Tiefe nicht vorhanden.

Aus der Erkenntnis heraus, dass ohne Vitalenergie keine Weiterarbeit möglich ist, erschaffen die RZI im Zentrum des Tiefenlands das Vagenda, die erste und einzige gesteuerte Quelle der Kraft, die Vitalenergie aus den Normalraum zapfte und durch die Kavernen über das Tiefenland verteilte.

Immer mehr Hilfsvölker oder Einzelwesen treffen in Starsen ein, die Chrass, Ufun Holt und auch die Tiziden, geniale Gentechniker, die die Aufgabe erhalten die PSI-Werte der Hilfsvölker zu vermessen und daraus einen Plan zu erstellen wie die große Rekonstruktion verlaufen soll.

Wieder vergeht die Zeit bis es in Starsen zu einem Zwischenfall kommt. Kerzl, der Älteste der Chrass, entdeckt, dass der Graueinfluss noch immer latent vorhanden ist. Die Gefahr, die ein Versiegen des Vagendas mit sich bringen würde, veranlasst die RZI zu einer weiteren Sicherheitsmaßnahme. Sie beginnen mit der Konstruktion großer Vitalenergiespeicher, was sich allerdings als schwierig erweißt. Zur Lösung ziehen sie zwei ihrer ältesten Hilfvölker heran. Zum einen die Chylinen, Wesen aus der Retorte, gezüchtet von den Tiziden, die in der Lage sind auf ihrem Körper alles zu erschaffen, was man als Konstruktionsplan in ihre DNS einprogrammiert und zum anderen die Lla Ssann, die Hüter des Vagenda, die Tiefenschwimmer.

Während die Jaschemen die Chylinen programmieren, geben die Lla Ssann genau dosierte Mengen Vitalenergie an die Chylinen ab und so entstehen die Vitalenergiespeicher, die über das gesamte Tiefenland verteilt werden.

Lange Zeit später sind die Reihen der Hilfvölker fast geschlossen. Aus dem Land Mhuthan ergeht der Ruf der Tiziden an die RZI. Das Vermessen der PSI-Werte ist abgeschlossen, die große Rekonstruktion kann beginnen.

Als eine der ersten weihen die RZI die Chylinen in die Pläne ein. Die Milliarden von Hilfsvölkern sollen über die Transmitter so verteilt werden, dass ihre PSI-Werte sich mit denen von TRIICLE-9 decken. Dazu versehen die Jaschemen jeden Transmitterdom mit einem schüsselförmigen Aufsatz, der den Transmitter zu einer Art Fiktivtransmitter werden lässt. Die Chylinen sollen dafür sorgen, dass es den versetzten Völkern in ihrer neuen Heimat an nichts mangeln soll.

Jahrzehnte vergehen ohne das die richtige Verteilung gefunden wird. Um das Prozedere zu beschleunigen nehmen die RZI andere psionische Felder als Vorbild, sie zapfen die wilden Quellen der Kraft an und lassen die Völker zufällig wandern. Dieses Psionische Roulette geht nicht spurlos an den Tiefenvölkern vorbei, immer häufiger werden Einzelwesen von ihren Völkern getrennt. Ein Niedergang der Zivilisationen deutet sich an, doch die RZI missachten alle Zeichen und führen ihr Roulette fort, bis es zur Katastrophe kommt. Das Fundament des Bergs der Schöpfung wird instabil und es kommt zu einer gewaltigen PSI-Eruption, die die Lichtebene großflächig verwüstet. Das sechs Lichtmonate entfernte Vagenda ist betroffen und sogar im fernen Starsen ist die Eruption zu spüren. Die Tiefenkonstante wird kurzzeitig außer Kraft gesetzt.

Zehntausend RZI werden von der Tiefe eingeatmet, ein gigantischer Schock für das Volk, der quasi Unsterblichen. Sie brechen daraufhin das Psionische Roulette ab und erlassen die drei Tiefengesetze. Hüter der Gesetze werden die Exterminatoren, die jedes Vergehen rigoros bestrafen.

*

Mit dem Auftauchen der ersten zehntausend Grauen Lords beginnt das letzte Kapitel des Tiefenlands. Die von der Tiefe eingeatmeten RZI sind zu Grauleben mutiert und zurückgekehrt. Sie, das einzig wahre Leben, treten an um das Tiefenland grau zu machen. Und sie haben Erfolg. Immer mehr Regionen fallen dem Graueinfluss zum Opfer, auch die Grube ist betroffen, die mutierten Tiefenwächter halten den Tiefenfahrstuhl in der Grube fest und riegeln damit das Tiefland ab. Die RZI stehen vor der wichtigsten Entscheidung seit sie das Projekt begonnen haben. Sollen sie gegenüber den Kosmokraten ihr Versagen eingestehen oder sollen sie einen letzten verzweifelten Versuch starten, der noch gewagter als eine Rekonstruktion ist: eine Neukonstruktion des Kosmonukleotid. Die Informationen dazu sind als eine Art Echo in der Tiefe erhalten. So treffen die RZI die Entscheidung zur Neukonstruktion und informieren ihre engsten Mitarbeiter auf der Lichtebene, vor allem die Jaschemen. Diese sind entsetzt, halten das Vorhaben für reinste Blasphemie, auch die meisten anderen wichtigen Helfer sind gegen den Plan der Raum-Zeit-Ingenieure. Doch die RZI sind starrsinnig, es kommt zum Bruch zwischen ihnen und vor allem den Jaschemen. Als die Techniker der Tiefe drohen die Tiefe zu verlassen und den Hohen Mächten Bericht abzulegen, drehen die RZI durch. Sie verriegeln die Aufgänge zum Standarduniversum endgültig. Daraufhin verlassen die Jaschemen die Lichtebene und gehen ins Kyberland. Sie errichten die WAND und brechen damit jeglichen Kontakt nach außen ab.

Auf der Lichtebene machen sich 139.000 Raum-Zeit-Ingenieure dafür bereit aus der PSI-Materie des Bergs der Schöpfung einen neuen Informationspool zu erschaffen. Doch auch diese geballte Kraft der RZI reicht nicht aus um den Berg zu zähmen. Erneut kommt es zu einem infernalischen PSI-Ausbruch, erneut kommt es zu einem Riss im Kontinuum und 139.000 Raum-Zeit-Ingenieure werden von der Tiefe eingeatmet. Die verbliebenen eintausend RZI sind erschüttert und schockiert. Durch den Ausbruch sind die Siegel an den Ausgängen noch einmal verstärkt worden, das Tiefenland ist isoliert, die RZI am Boden.

Die RZI müssen mit ansehen wie ihre verschwundenen Brüder als Graue Lords wieder auftauchen und das Tiefenland unterjochen. Das Land Ni wird zum Zentrum der Grauen Macht, unter der Führung von Lordrichter Krart. Im Laufe der Zeit verschwinden immer mal wieder einige RZI, von Verzweiflung geplagt gehen sie den grauen Weg, bis nur noch 35 von ehemals 150.000 Individuen auf der Lichtebene leben. Diese beschließen das Siegel zu lösen und die Kosmokraten um Hilfe zu bitten und dadurch auch ihr Versagen einzugestehen. Dreißig RZI lösen das Siegel und strahlen eine Botschaft ab, doch durch eine Falle der Grauen Lords gehen auch diese dreißig Raum-Zeit-Ingenieure den grauen Weg. Nun sind es nur noch fünf RZI: Myzelhinn, Neusenyon, Gurdengan, Joilinn und Boornhaal.

Diese fünf warten nun auf die Antwort der Hohen Mächte, hoffen auf eine Armee, doch sie werden enttäuscht, die Kosmokraten entsenden nur zwei Kundschafter, zwar Ritter der Tiefe aber keine Armee. Für die letzten RZI steht damit fest, dass das Projekt gescheitert ist, ebenso wird ihnen klar, dass Ordoban Erfolg gehabt haben muss und TRIICLE-9 nach mehr als 100.000.000 Millionen Jahren zurückkehren wird.

Im Bewusstsein des Scheiterns und der Schuld, die sie auf sich geladen haben, haben die letzten Raum-Zeit-Ingenieure nur ein letztes Ziel vor Augen, sie wollen die Milliarden Lebewesen retten die unweigerlich sterben müssten, wenn das Kosmonukleotid zurückkehrt.

Nur aus diesem Grund saugen sie alle Vitalenergie aus dem Tiefenland ab und lassen es grau werden. Doch davon wissen die Bewohner noch nichts und die Grauen Lords sehen sich endgültig auf der Siegerstrasse.

Die letzte Bastion

Als die drei Ritter und das Holt in der letzten Bastion eintreffen wird die Zeit langsam knapp, auch Lordrichter Krart ist mit seiner Tiefengondel unterwegs.

Nach einer kurzen Begrüßung kommt es nur zu einem kleinen Informationsaustausch. Die RZI haben einen Plan das Tiefenland zu retten, die fünf RZI sollen von Terak-Terakdschan und dem Tabernakel von Holt begleitet werden. Jen Salik und Atlan sollen "sterben", sie sollen den grauen Weg gehen und zu Lordrichtern werden, wie es ihnen von Krart angeboten wurde. Doch in ihrem Innern werden sie "leben" und mithelfen dass der Rettungsplan gelingt.

Zu diesem Zweck öffnet Myzelhinn, kraft seines Geistes, den Brustkorb und die TIRUNS der beiden Ritter und pflanzt ihnen ihre Zellaktivatoren direkt ein.

Danach nehmen sich die fünf RZI in einem Kreis an den Händen, in ihrer Mitte das Holt und der Hathor. Kaum haben sie den Kreis geschlossen strömt die geballte Menge an Vitalenergie über sie herein und reißt sie mit, hinauf in den Himmel und darüber hinaus, dorthin wo der Einsame wartet, jenseits der Tiefenkonstante.

Atlan uns Salik werden von Krart an Bord der Tiefengondel geholt. Die beiden Ritter sind Grauleben, doch ganz tief in ihrem Innern sind sie noch echtes Leben. Auf ihren Vorschlag hin begeben sich die neuen Lordrichter zurück ins Land Ni um die Eroberung des Hochlands zu besprechen.

Metadaten

Dieser Roman wurde von Jonas Hoffmann zusammengefasst.

Die aktuelle Version wurde am 01. Oktober 2006 in die Datenbank eingepflegt

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