Perry Rhodan Heft Nr. 107

Das blaue System

Seine Untertanen hassen ihn - und seine Stammväter verachten ihn! -
Ein neues Atlan-Abenteuer!

von K.H. Scheer

tibi
Tibi: Johnny Bruck

Hauptpersonen:

Atlan - Seine Untertanen hassen ihn - nur die Terraner sind seine Freunde.
Perry Rhodan - Administrator des Solaren Imperiums.
Tama Yokida - Er gehört zum Mutantenkorps - zu Perry Rhodans ''alter Garde''.
Oberst Jefe Claudrin - Ein ''Umweltangepaßter'' vom Planeten Epsal.
Auris von Las-Toór - Eine schöne - und gefährliche junge Frau.
Lempart von Fere-Khar - Obmann des Regierenden Rates von Akon.

Auch heute noch fühlt sich Atlan bzw. Imperator Gonozal VIII. als Einsamer der Zeit, obwohl er sich seit Jahrzehnten wieder auf seiner Heimat Arkon I befindet, dem Kristallplaneten und Ort seiner Geburt. Die degenerierten Arkoniden beobachten Atlan misstrauisch und sind vor allem auf die anwesenden Terraner eifersüchtig, die sie als Eindringlinge sehen. Schon viele Mordanschläge hat Atlan heil überstanden, den letzten erst vor wenigen Tagen. Dabei musste der Telepath Fellmer Lloyd die Boxerhündin Moku töten, die mit einem Giftstachel präpariert war. Atlan hat auch schon daran gedacht, sein Amt niederzulegen und zu seinen terranischen Barbaren zurückzukehren. Aber darüber hat er bislang nur vertraulich mit General Julian Tifflor geredet. Noch will und kann er diesen Schritt nicht vollziehen, weil Perry Rhodan und das Solare Imperium ihn hier an den Schalthebeln der Macht benötigen.

Das ist die Lage, als am 16. Dezember die IRONDUKE, unter Commodore Jefe Claudrin, das erste Linear-Schlachtschiff der STARDUST-Klasse, auf Arkon III landet. Obwohl sie kleiner ist als die DRUSUS, ist sie das neue solare Flaggschiff. Rhodan hat es im Parlament durchgesetzt, dass auf Luna nur noch Linearschiffe gebaut werden. Momentan sind es jährlich 500 Einheiten, bei voller Auslastung kann die Anzahl bis auf 5.000 erhöht werden. Dabei hat es sich als sinnvoll erwiesen, die Superschlachtschiffe weiterhin einzeln zu fertigen und nicht am Fließband.

Atlan, Rhodan und Tama Yokida suchen den Regenten auf (die Sicherheitsschaltung A-1 lässt es nicht zu, dass mehr als zwei Fremde den Imperator begleiten). Die Altspeicher der gigantischen Positronik haben einige Fakten über die Akonen freigegeben:

Damals schon, also vor 20.000 Jahren, müssen die Akonen isoliert gelebt haben, aus welchem Grund auch immer. Einige Familien waren damit aber nicht mehr einverstanden und es kam 18509 v. Chr. zur Besiedlung des Kugelhaufens Udnir, weit weg vom Blauen System. In der Folge kam es zu einem Befreiungskrieg, der bis 18356 v. Chr. anhielt. Die Kolonisten nannten sich dann Arkoniden und Udnir wurde in Thantur-Lok umbenannt. Kurz danach kam es zu Familienfehden zwischen den Arkoniden, die 18340 v.Chr. der De-Keon’athor Farthu von Llonet (das arkonidische Präfix da kam erst später auf) beendet. Dieser wird einige Jahre später als Gwalon I. erster Tai Moas von Arkon. Noch immer gab es akonische Stützpunkte in Thantur-Lok, die während des so genannten Zentrumskrieges aufgelöst bzw. zerstört wurden. Die Akonen zogen sich wieder in die Isolation zurück und Gwalons Nachfolger Volgathir I. und II. verfälschten die arkonidische Geschichte, verbunden mit einer neuen Zeitrechnung und der Leugnung der akonischen Herkunft.

Der Bericht des Regenten ist gerade beendet, als A-1 Alarm auslöst. Doch es ist schon zu spät. Wie aus dem Nichts tauchen Akonen auf und entführen die beiden Terraner und den Arkoniden über einen Transmitter. Diesen müssen sie im September hier zurückgelassen haben.

Rhodan, Atlan und Yokida materialisieren auf einem akonischen Schiff (wieder hat der Festungsring versagt), das von Auris tan Las-Toór kommandiert wird. Es verlässt im Linearflug das Arkon-System und das Ziel kann nur das Blaue System sein.

John Marshall, Fellmer Lloyd und Gucky, die Telepathen an Bord der IRONDUKE, bemerken die Entführung und können nichts tun. Claudrin gibt Alarm und nimmt dann die Verfolgung des akonischen Schiffes auf. Es kann eigentlich nur ein Ziel haben und Tifflor verspricht baldige Unterstützung.

Im Akon-System angekommen, landet Auris das Schiff auf einer riesigen Kraftwerksstation mit einem Durchmesser von elf Kilometern. Es gehört zu jenem Verbund, der den Blauen Schirm aufrechterhält. Wenig später erscheint von Drorah kommend der Obmann des Regierenden Rates, Lempart tan Fere-Khar. Er äußert verschiedene Forderungen, unter anderem die Konstruktionsunterlagen des terranischen Lineartriebwerkes. Dann erzählt er von der 10.000-jährigen Isolation des akonischen Volkes, das nur auf seine Sicherheit bedacht ist. Trotz der Isolation existieren ca. zwei Dutzend Kolonien, die über ein Transmitternetz miteinander verbunden sind.

Die IRONDUKE steht zwei Tage allein vor dem Blauen Schirm des Akon-Systems. Dann erscheinen nacheinander 5.000 solare Einheiten unter General Conrad Deringhouse und 30.000 Robotschiffe. Auch Reginald Bull und Michael Freyt erscheinen vor Ort.

Für die Akonen muss das Auftauchen dieser Schiffe wie ein Schock sein, denn solcherart Aufmärsche sind ihnen nicht mehr bekannt. Wie Rhodan, Atlan und Yokida von Auris erfahren, ist auf Drorah eine Panik ausgebrochen. Doch das war erst der Anfang.

Die IRONDUKE und weitere 34 Linearschiffe durchstoßen den Blauen Schirm. Die Telepathen auf dem Flaggschiff haben den Aufenthaltsort der drei Entführten schnell ausfindig gemacht und die Teleporter Ras Tschubai, Tako Kakuta und Gucky starten die Befreiungsaktion.

Währenddessen zerstören die Linearschiffe einige der riesigen Kraftstationen, wodurch eine Lücke im Blauen Schirm entsteht. Durch diese stoßen zunächst nur die solaren Einheiten unter Deringhouse. Sie nehmen sich die weiteren Kraftstationen vor und im Verlauf von drei Tagen werden insgesamt 3.407 vernichtet.

Die Entführten sind befreit und der Blaue Schirm existiert nicht mehr. Damit sind die Akonen zum Frieden bereit. Sie erkennen nach 20.000 Jahren die Eigenständigkeit des Großen Imperiums an und übergeben ihrerseits die Pläne ihres Lineartriebwerkes (sie sollen in uralten Archiven versteckt gewesen und mindestens 30.000 Jahre alt sein. Ob diese Aussage stimmt, bleibt abzuwarten). Einen weiteren Zeitumformer besitzen die Akonen nicht. Ob diese Aussage stimmt, muss sich erweisen. Glaubhaft ist jedoch, dass sie das Gerät, das ein 6D-Absorberfeld aufbauen kann, in dem der temporale Faktor sich zur Vergangenheit hin verändert, nicht selber konstruieren können. Der Ursprung des Zeitumformers ist im Übrigen in keinem Archiv verzeichnet.

Die Akonen werden in nächster Zeit Ruhe bewahren und damit geht das Jahr friedlich zu Ende.

Metadaten

Dieser Roman wurde von Rolf-Peter Harms zusammengefasst.

Die aktuelle Version wurde am 13. März 2010 in die Datenbank eingepflegt

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