Im Visier 2234

Zugrunde liegender Roman: Arndt Ellmer - Expedition ins Ungewisse

Plot | Teil 2 | Rezension

Vorbemerkungen und Plot

Plot:

Julian Tifflor, in die Jahre gekommener jugendlicher ZA-Traeger, zuletzt eher als Reittier kleinwuechsiger Moechtegern-SIs aufgefallen, leitet die lange vorbereitete Expedition zum Hayok Archipel. Ein paar Gon-Orbhon Juenger, die sicher nichts mit Gon-Orbhon zu tun haben, versuchen das Vorhaben zwar mit explosiver Sabotage zu verhindern, scheitern aber am Expose.

Um den Weg nach Hause wiederzufinden, streut Tifflor unterwegs Brotkruemmel mit eingebauten Hyperfunksendern aus.

Zur Unterhaltung der Mannschaft und als Kontrast zum bordeigenen Filmprogramm, das nur aus allen 567985 TV-Serien ueber Leben und Taten Perry Rhodans besteht, die je gedreht wurden, werden ein Hypersturm mit Tryortan Schlund und ein paar aufgelesene und handverlesene Allgorrianer mit Sprit- und Nachwuchsproblemen aufgeboten.

 

Plot | Teil 2 | Rezension

Tei 2

Tonmitschnitte, Geheimdokumente und Exposedetails, die nicht im fertigen Manuskript standen bzw. wieder entfernt wurden:

Die wahren Gruende, warum Julian Tifflor hoechstpersoenlich auf die grosse Fahrt geht:

- um dem Gestank all der von Baeumen und den vielen neuen Telegrafenmasten haengenden Leichen in Terrania zu entgehen;

- um sein karges Gehalt mit einigen Tages- und Nachtdiaeten aufzufetten; leider ahnt er nicht, dass er wie alle Regierungs- mitglieder bis auf weiteres in Naturalien in Form von T-Shirts ausbezahlt wird;

- nach drei Jahren staendigen Malochens droht sein angesammelter Urlaubsanspruch zu verfallen;

- persoenliche Gruende;

Der Redakteursschere zum Opfer gefallen:

"Homey-Boy...?" "Ja, Diana?" Adams legte Bleistiftspitzer und Buntstift zur Seite. Mit dem halbfertigen Muster fuer eine neue Serie T-Shirts, das er gerade zu entwerfen versuchte, konnte er sich auch spaeter befassen. Ein Mann muss schliesslich Prioritaeten setzen, und seine Sekretaerin, die in der letzten Stunde mehrmals geseufzt hatte, ging einfach vor. "Homey, ich fuerchte, du wirst dich um eine neue Sekretaerin umsehen muessen", fluesterte sie ihm ins rechte Ohr. Dazu beugte sie sich so weit zu Adams hinab, dass er nur noch rosa "Ist das Arbeiten mit dem Woerterbuch wirklich so schlimm? Schau, Diana, es gibt halt keine syntronischen Diktiergeraete mit Rechtschreibfunktion mehr..." "Das ist es nicht, Homey. Ich lege deinen Schreiben immer ein Bild von mir bei, dann kuemmert sich keiner mehr um ein paar kleine Tippfehler. Nein, es ist viel schlimmer! Homey, ich bin ... schwanger!" Beinahe waere Adams vom Stuhl gefallen. Als Nicht-Sofortumschalter brauchte er ein paar Augenblicke, um sich zu fassen. "Wann... Wer... Wie... konnte das geschehen?" "Die Party vor zwei Monaten, du erinnerst dich sicher daran. Du, Miles, Tiff, Norman..." "Du meinst, ich... Ich? Aber..." "Nicht doch, Homey, nein, um Himmels willen, alleine die Vorstellung..." "Danke, Diana, vielen Dank", knurrte Adams. "Also Miles? Ich dachte, der Junge haette nur seinen Uhren im Kopf..." "Nein, nicht Miles. Der bastelt noch immer an seinem positronisch gesteuerten Reissverschlussoeffner." "Norman? Diana, wie konntest du nur? Norman! NORMAN?" Bevor Adams Phantasie die grausamen Details der Vorstellung ausschmuecken konnte, klingelte das HI-resistente Waehlscheiben- telefon, das der neue Direktor der Waringer-Akademie persoenlich in irgendeinem Museum aufgetrieben hatte. Zwei Hamster in einem Kaefig mit Laufrad lieferten den notwendigen Waehlstrom, daneben gab es noch eine kleine Handkurbel fuer Notfaelle. Fuer Adams war das nur ein weiteres Zeichen, dass es wieder aufwaerts ging mit Terra und der LFT. Der Mensch laesst sich nicht unterkriegen, dachte er. "Hallo, Homer", meldete sich Julian Tifflors Stimme. "Ich muss dich bitte, meine Amtsgeschaefte fuer einige Zeit zu fuehren. Leider muss ich ganz dringend fuer sieben, acht Monate verschwinden... aeh... in den Hayok Archipel, um dort nach dem Rechten zu schauen." "Hayok Archipel, ein weiter entferntes Ziel hast du nicht gefunden?" "Nein, leider nich... aeh... es ist ungemein wichtig, ich habe hier einen Brief an Bully, ausserdem gehen Gucky inzwischen sicherlich die Karotten aus. Der LFT-Post haette ich so wichtigen Sachen nicht einmal vor dem 11. September anvertraut. Ich warte immer noch auf Perrys Glueckwunschkarte zum meinem 111. Geburtstag, die ist jetzt bald 3000 Jahre ueberfaellig..." "Schon gut, Tiff. Wozu hat man Freunde. Mach" ich doch gerne. Ich muss dich aber bitten, auch fuer mich ein paar aeh... kleine Paeckchen mitzunehmen. Fuer Bully und seine Leute. Uebrigens, Tiff, es ist schon ein Zufall, dass du anrufst. Gerade haben Diana und ich an dich gedacht..." In diesem Moment wurde die Leitung unterbrochen, denn Adams hoerte nur noch das Freizeichen. Es wurde langsam an der Zeit, die Relais in den Schaltaemtern durch Positroniken zu ersetzen, dachte Adams. Der Fortschritt laesst sich auf Dauer nicht aufhalten. Diana und Norman, erinnerte er sich ploetzlich wieder an das vorangegangene Gespraech. Kein Wunder, dass Diana ihre Karenz bereits antreten wollte. Naja, besser Norman als irgendein Gon-Orbhon Anhaenger.

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Weisheit zum Tag: Es waere die einfachste und damit unbrauchbarste Loesung. (Julian Tifflor zugeschrieben)

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Wichtige Depeschen:

Von Mondra Diamond an Julian Tifflor (eingeschriebene Eilsendung): Drueckst Dich wohl vor unserem Date? Keine Angst, ich haette auch nicht gebissen. Zumindest nicht sehr. Apropo 'druecken'. Gib' Trim von mir einen dicken Kuss und knuddel ihn mal so richtig durch. Der braucht das.

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Terranische Zollbehoerde an Residenzminister Tifflor (per Kurier zugestellt):

Bei Durchsicht der Lager- und Ausfuhrpapiere der RICHARD BURTON ist uns ein Container RB-C8756-KKveg aufgefallen. Inhalt 250 Kilo Goshun-Karotten Gueteklasse 2, Aldi-Tagesangebot vom 18.April. Es ist Deiner geschaetzten Aufmerksamkeit sicher entgangen, des entsprechend Bestimmung LFT-T-1327/56/7831/56b die Ausfuhr von Lebensmittel nach Hayok nicht gestattet ist. Das schliesst sowohl tierische als auch pflanzliche Produkte ein. Eine Sondergenehmigung bedarf der Unterschrift der zustaendigen Mascantin Ascari da Vivo oder seiner Durchlaucht, Bostich I, mit persoenlichem Stempel. Da wir davon ausgehen, dass besagte Genehmigung nicht vorhanden ist, haben wir uns unbuerokratisch erlaubt, den Container von Bord zu entfernen und den Inhalt an die hungernden Massen im Tempel der Degression zu verteilen.

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Malcolm Daellian an Julian Tifflor (uebermittelt via Rauchsignale von der Waringer-Akademie an den Raumhafen Terrania):

...ersuche ich um die Erlaubnis an Bord der RICHARD BURTON waehrend des Starts derselben ein kleines, unbedeutendes und fast harmloses Experiment durchfuehren zu duerfen. Da der erste Versuch leider dazu fuehrte, das 80% der Akademie mittelfristig wegen zu hoher Strahlenwerte nicht mehr verwendet werden koennen und die Stadtverwaltung von Terrania kein Ersatzgelaende zur Verfuegung stellt, waere der Hauptreaktor der RICHARD BURTON ein vorzuegliches Ersatzexperimentierfeld. Meinen Berechnungen zufolge muesste die Zuendung einer Arkonbombe innerhalb eines 6-dimensionalen kaskadierenden Castorfeldes eine oktagonale Resonanzschwingung vierter Ordnung erzeugen, die zur Kleinschen Flasche deformiert, einen Multimanifestationsabdruck in der Librationszone erzeugt, in deren Sogwirkungen trotz HI UEL-Geschwindigkeiten von 3 bis 4 Milliarden moeglich sind. Da unsere Andruckabsorber fuer derartige Belastungen nicht ausgelegt sind, empfehle ich, die menschliche Besatzung zu entkoerpern und nur die Gehirne in Stasisfeldern in entsprechend sicheren Sargbehaeltern an Bord zu belassen.

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Diana (Vorzimmerblondine) an Jules-Baerchen (Tonbandkassette eines Diktiergeraetes):

(leider fand sich an Bord der RICHARD BURTON kein entsprechendes Abspielgeraet. Ein Besuch in letzter Minute in einem Museum fuer terranische Alttechnik verlief ergebnislos. Die Direktorin, eine aeltere Frau, empfing Tifflor mit einer geladenen doppellaeufigen Schrottbuechse und eroeffnete mit den Worten: "Elende Diebe" ohne Vorwarnung das Feuer. In einer eilig angesetzten Notoperation wurden 24 Schrottkugeln aus einem Koerperteil des Ministers entfernt, der besser ungenannt bleibt.

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Miles Kantor an Julian Tifflor (Telegramm vorgesungen von durch einen Mitarbeiter von "Sag's mit einem Lied" (Gmbh):

Keine Ahnung, warum du so ploetzlich den griesgraemigen Bully besuchen musst, aber egal welche Gruende du hast, vergiss sie alle. Oberste Prioritaet muss ab sofort sein, einen Springerpatriarchen zu finden. Sein letzter bekannter Aufenthaltsort war Hayok, aufgrund der HI sollte er das System noch nicht verlassen haben. Dieser Springer ist unbedingt, unter Einsatz aller Mittel und ungeachtet aller Kosten und diplomatischen Schwierigkeiten, zu seiner und unserer Sicherheit festzunehmen. Weder ihm noch seinem Schiff darf dabei etwas geschehen. Beide sind unversehrt und auf dem schnellsten Weg zur Erde zu bringen. Dieser Patriarch ist im Besitz des staerksten Traktorstrahls dieser und aller anderen Universen. Eine Hochrechnung hat ergeben, dass wir damit sogar kosmokratische Blaue Walzen, Sonnen, Sporenschiffe und Kosmonukleotide nach Belieben Abbremsen, Beschleunigen oder Bewegen koennen. Ich muss dir wohl nicht sagen, was das fuer uns bedeutet...

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Vereinigte Erzkombinate, Solare Guertelregion, an Julian Tifflor (per Brieftaube uebermittelt):

Natuerlich ist es von existenzieller Bedeutung fuer die LFT, Kontakt zum Hayok-Archipel aufzunehmen und eine staendige Kommunikationsverbindung mit den dort stationierten LFT-Truppen einzurichten. Leider sehen wir uns aber ausserstande bis zum geplanten Start der RICHARD BURTON die dafuer notwendigen 10000 Lichtjahre Lichtwellenleiter (Monofaser aus Quarzglas) in handlichen 50 LJ Einheiten zu liefern. Auch die als Alternative angegebene billige Loesung mittels Kupferkabel uebersteigt zur Zeit unsere Produktionskapazitaeten. Nach Abschluss der Vernetzung Erde-Luna stehen aber alle unserer Ressurcen zu deiner Verfuegung.

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Homer Adams an Julian Tifflor (auf die Rueckseite eines 1000 Galax-Scheines gekritzelt):

Du vergisst doch hoffentlich meine kleine Fracht nicht? Ich habe mir erlaubt, mich direkt an deinen Versorungs- offizier zu wenden. Es ist wirklich wichtig.

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Weitere geloeschte Szenen, in der Rohform:

Es war die zehnte Stunde des ersten Tages der grossen Fahrt durch den dunklen Ozean der Sterne, als Julian Tifflor mit zorniger Stimme beim Quartiermeister der RICHARD BURTON vorsprach. "Es ist ein Skandal", herrschte er den Mann an, der gerade eine Reihe Kugeln auf seinem Abakus verschob. "Ja, ES ist auch nicht mehr das, was ES einmal war", stimmte der seinem Boss zu und schob alle Kugeln zurueck in die Ausgangsposition. "Nicht ES, die Zustaende auf diesem Schiff. Ich wollte mich gerade ein wenig in meiner Kabine ausruhen. Aber nicht nur, dass alle Waende zittern, der Laerm von den Meilern im ganzen Schiff zu hoeren ist, und in allen Korridoren verschriftswidrig irgendwelche Container gestapelt sind, ist mein Bett voller Staub. Das kratzt und legt sich sofort an, wenn etwas verschwitzt ist..." "Du hast dich doch nicht etwa in dein Bett gelegt?" Jetzt schrack der Massgeregelte sichtlich auf. "Es sollte nicht so Ungewoehnlich sein, wenn man sich in sein Bett legt", wurde Tifflor sarkastisch. "Ja, hast du denn den Anschlag nicht gelesen? Aufgrund des grossen Hyperkristallzerfalls haben wir fuer ausreichend Ersatzkristalle gesorgt. Die natuerlich zwischengelagert werden muessen." Tifflor wurde blass. "Aber doch nicht in meinem Bett!" "Nein, nein, nicht nur in deinem Bett. Ueblicherweise lagern wir sie in einem Traktorfeld, einzeln voneinander getrennt, damit es zu keinen Beeintraechtigungen oder Verunreinigungen kommt. Wegen der unvorhersehbaren Stromausfaelle an Bord, und weil wir sie kaum in Ikea-Regalen verstauen koennen, haben wir sie in allen Betten von allen Besatzungmitgliedern verstaut. Zwischen Decke und Tuchent sind sie recht gut gegen Stoesse und Erschuetterungen geschuetzt." "Aeh... sehr innovativ und einfallsreich, aber..." Tifflor versuchte, gute Miene zum boesen Spiel zu machen. "Wir Menschen muessen doch auch mal schlafen." "Kein Problem, im leeren Hangardeck 14a haben wir die Schwerkraft ausgeschaltet und Netze gespannt, da passt die gesamte Freischicht locker hinein. Aber ich hoffe, dir ist klar, dass ich die zerstoerten Kristalle weitermelden muss. Man wird sie dir von der Heuer abziehen, der Bericht geht wahrscheinlich bis zum zustaendigen Minister..." "Ich _bin_ der zustaendige Minister!" "Gut, dann kannst du die Diszplinarmassnahmen ergreifen, ich muss endlich meine Berechnungen abschliessen. Der Steuermann wartet auf die neuen Kursangaben." "Kursangaben? Was ist mit der Positronik", erkundigte der Residenzminister sich. "Positronik? Wir haben es doch eilig, willst du wirklich warten, bis die soweit ist? Der Kommandant hatte da die Idee mit den Parallelrechnern. Ich bin Rechner 256. Nur die Sache mit den Schnittstellen muessen wir noch besser in den Griff bekommen."

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Waere der allgegenwaertige Staub von den zerbroeselten Hyperkristallen nicht gewesen, der in der Nase juckte und bei einigen Besatzungsmitgliedern zu allergischen Hautreizungen fuehrte, haette Julian Tifflor sich an an die neuen Umstaende terranischer Raumfahrt durchaus gewoehnen koennen. Zumindest bis zur 14.Stunde des 13 Reisetages. "Wir haben ein Problem", meldete der 1.Offizier sich mit betretener Miene. "Sind die Staubmasken alle?" "Nicht nur, uns gehen auch das Klopapier, das Duschgel und der Nagellackentferner aus." "Und deswegen kommst du zu mir? Die Leute sollen sich halt zurueckhalten." "Naja, uns gehen auch die Reaktoren und die Nugas-Kugeln aus." Jetzt sprang Tifflor doch von seinem Schemel hoch. Seinen bequemen Polstersessel durfte er nicht benutzen, den dort lagerten wie in seinem Bett Ersatzkristalle. "Das ganze Schiff ist vollgepackt mit Ersatzsystemen und Aggregaten, ich war selbst beim Verladen dabei. Das kann nicht sein." "Naja", das schien das Lieblingswort des Mannes zu sein, "das mag ja sein, aber dann kam die dringende Depesche von Adams. Du erinnerst dich sicher an Adams Letzte-Minute- Frachtlieferung?" Tiff nickte, obwohl ihn sein Gedaechtnis im Stich liess. Es ging eben nichts ueber ein fotografisches Erinnerungs- vermoegen wie Adams und Atlan es angeblich besassen. "Naja, es war eine ziemlich grosse Fracht. Eine relativ sehr sehr grosse Fracht. Und weil sie Prioritaet hatte, mussten wir einiges von der alten Fracht wieder entladen." Tiff seufzte. Es gab Tage, da... "Was kannst du mir ueber den Inhalt der Adamschen Fracht sagen, sprich!" "Also, aeh.. naja, es sind... T-Shirts, 12 Milliarden T- Shirts fuer die Bullys Truppen. Adams meinte, dass auch deren Moral gehoben werden muesse. Und weil der Verschleiss an der Front ungemein hoch ist, hat er fuer ausreichend Ersatz-Shirts gesorgt. Es ist sogar die ganz neue Serie, die Adams selber designed hat. Und fuer die er Modell gestanden hat. Die gibt's noch nicht mal bei uns auf Terra. Eine Mitteilung fuer dich lag uebrigens auch dabei. Adams meint, dass es die Wirkung der Shirts vervielfachen wuerde, wenn ein Unsterblicher, also du, sie handsignieren koenntest. Er meint, damit du waehrend der langen Reise nicht im Weg herumstehst, koenntest du... naja, du weisst schon. Jedem T-Shirt-Container liegt auch ein auf deine UEBSEF-Konstante abgestimmter Schreiber bei."

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"Varantir, darf ich endlich abschalten?" "Wart' noch ein paar Augenblicke, Liebes", wieherte der Angesprochene leise und sah zu, wie sich das Schott zwischen ihnen und dem Residenzminister schloss. Tifflors gequaeltes Gesicht wuerde den Algorrianer-Hengst noch viele Tage lang erfreuen. Varantir war ueberzeugt, dass die sichtlichen Schmerzen des Mannes nicht nur von den merkwuerdig angeschwollenen Fingern der rechten Hand kamen, die er zumGruss ausgestreckt hatte. Trotz der sichtbaren Nasenstoepsel wuerde die Begegnung mit den ehemaligen Kosmokratenhelfen dem Unsterblichen noch lange in olfaktorischer Erinnerung bleiben. "Deine neue Duftmischung sollte als Waffe deklariert werden" schuettelte die traechtige Anyante geradezu aufreizend den Kopf. "Nicht mal unsere eigenen Filter blocken den Gestank zur Gaenze ab." Mit einer raschen Handbewegung schaltete sie den kleinen, in ihrem Gurtel angebrachten Zerstaeuber ab, mit dem sie vorher die Korridore und die Zentrale des terranischen Schiffes markiert hatten. "Allzu schlau sind sie ja nicht, unsere lieben Terraner. Zu glauben, dass es unser koerpereigener Geruch ist, der ihnen so zu schaffen macht. Sie halten uns fuer Barbaren, die keine Koerperpflege kennen. Banausen. Und feige Banausen noch dazu. Und miserable Schauspieler." "Egal, hauptsache, wie haben unser Howalgonium. Ich haette nie gedacht, dass sie so schnell so viel von ihren Vorraeten herausruecken. Sie sind schrecklich naiv, diese Zweibeiner. Eigentlich muessten wir ja gekraenkt sein. Wenn die wirklich glauben, wir braeuchten eine Tonne von dem Zeug, um die kleine Jet betriebsbereit zu halten." "Das nennt sich Verhandeln. Wenn du 20 Gramm fuer die naechsten 5000 Jahre brauchst, verlangst du eine Tonne. Und bekommst 100 Kilogramm."

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Jugendfuersorge Terrania an Curcaryan Varantir (Algorrianer) (via kosmischem Leuchtfeuer):

Trotz wiederholter Aufforderung hast Du, Curcaryan Varantir, dein Kind, seines Zeichen legitimer Buerger der Liga Freier Terraner, nicht zur laufenden Gesundheits- und Fuersorge- kontrolle gebracht. Gemaess LFT-Verordnung LFT-S-164/123/704/12c ist das ein schwerer Verstoss gegen die Auflagen fuer Erziehungsberechtige von LFT-Buergern, die aus in den Absaetzen 4, 5 und 6 ersichtlichen Gruenden nicht faehig sind, selbst ihre Rechte einzufordern. Das Jugendgericht der LFT hat sich daher einstimmig dazu ausgesprochen, dir die Qualifikation und damit das Recht, besagtes Kind als Erziehungsberechtiger aufzuziehen, zu entziehen. Die Einspruchsfrist gegen dieses Urteil ist bereits abgelaufen. Der Minderjaehrige wird bis zum Auffinden geeigneter Pflegeeltern dem Gon-Orbhon Kinderheim Terrania fuer Aliens und Mutanten uebergeben.

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Ebenfalls der strenge Schere des Redakteurs zum Opfer fielen die Jagd nach dem Springer mit seinem Traktorstrahl, Ascaris Antreten bei der Miss Hayok Wahl 1332, die Verteilung von 12 Milliarden handsignierter T-Shirts und 78 Seiten technischer Abhandlungen ueber den Verschleiss von Reaktoren, kaskadierender Zuendkuerzen und Tryortan-Schluende, sowie ein geschichtlicher Abriss ueber 2 Millionen Jahre Hayok-Archipel und 2 Milliarden Jahre Universelle Schneise.

 

Plot | Teil 2 | Rezension

Rezension

Positives:

Ist das endlich der gute, spannende, fehlerfreie, logisch konsequente Roman voller technisch stimmiger Details ueber die groesste Expedition terranischer Raumfahrer seit ewigen Zei... aeh... sechs Monaten?

Nicht wirklich, mehr als einmal wird ziemlich gewaltsam herbeigewedelt, was notwendig ist, um den Plot zu seinem vorgesehenen Ende zu bringen, aber...

... _mir_ hat's gefallen, flott und handlungstechnisch schnoerkellos ging's dahin, viele kleine und groessere Infos wurden eingestreut, alte Bekannte vorgefuehrt und ein kleiner Blick ins alte (fruehere), grosse Perryversum getan.

Das Tempo war gut gewaehlt, die handelnden Personen genug beschaeftigt, dass man recht gut ueber so manche offene Frage hinweglesen konnte. Den grossen, klassischen PR-Roman wird angesichts der zu deutlich eingebremsten aktuellen Handlung zur Zeit keiner der Autoren schreiben, aber die letzten Ellmer-Beitraege zur grossen komischen Saga gehoeren zu den unterhaltsameren, lesefreundlicheren. War sein letzter Sternenozan-Roman um Zephydas Begegnung mit einem Motana-Patriarch noch auffaellig handlungsarm, gab's diesmal gar viel zu erzaehlen:

Die Lage auf Terra und die Reise der RICHARD BURTON musste beschrieben werden, die Aarus hatten einen kleinen Auftritt, die Algorrianer einen grossen; kommende Dinge wurden angekuendigt und das restliche Universum klopfte wieder ganz zaghaft an die HI-gebeutelten Mauern der Galaxis.

Mit grossem Wohlwollen blicke ich vor allem auf die kurze Erwaehnung der Aarus und ihrer Probleme mit der HI. Statt mancher Tigerhatz in Terrania waere mir der Schauplatz "Wurm" schon vor Wochen viel lieber gewesen, aber vielleicht wagt sich tatsaechlich keiner der Maenner an Susan Schwartz' Fischnomaden heran? Schade! (Der Daellian-Zauberreaktor waere mir z.B. als Ko-produktion der Aarus und Terraner deutlich weniger herbeigewedelt vorgekommen.)

Uebersehen wir erst mal den Verschleiss von Reaktoren an Bord der RICHARD BURTON und die Inflation von Tryortan- Schluenden, dann habe ich die Expedition des ENTDECKER deutlich stimmungsvoller und ungewisser empfunden als den seinerzeitigen Abstecher zum Sternenriff. Was nichts mit irgendwelchen galaktischen Entfernungen zu tun hat. (Beide Romane hatten sogar eine aehnliche von Liebeskummer/Sehnsucht erfuellte Unterhandlung.)

Neutrales:

Nach dem Willen des allmaechtigen Exposes sektet die Sekte... pardon... die Religion Gon-Orbhons weiter froehlich vor sich hin. Und wenn noch Dutzende Hefte mir einreden wollen, wie spannend, realitaetsbezogen, ernst, wichtig, fuer das Verstaendnis der Welt notwendig und gelungen diese Gottesanbeter-Handlungsebene ist, sie bleibt fuer mich ein Stachel im Fleisch der Serie. Ich fuehle mich genervt, gelangweilt, veralbert und bevormundet. Nicht mal wenn die Handhabung gelungen und (fuer mich) plausibel waere, wuerde ich mich damit anfreunden koennen. PR, das lese ich nicht, um mehr von _meiner_ Welt zu verstehen, um die Probleme der Jetztzeit zu loesen, oder mir zumindest Loesungsvorschlaege anzuhoeren; ich erwarte mir nicht, dass die FAZ einen PR-Roman bespricht. Da gibt es tausende andere Buecher, die mit dafuer besseren Voraussetzungen besser geeignet sind. PR, der ist, und sollte, solange ich es meiner Lesezeit fuer wuerdig erachte, ein wenig "kosmische Groesse" ins heimische Wohnzimmer bringen, der sollte ueberlebensgross und abenteuerlich und seltsam und insgesamt visionaer sein. Der Sense-of-Wonder laesst sich schwer oder gar nicht mit einem Haufen Verrueckten in Einklang bringen, der Fundamentalisten aller Farbschattierungen der Jetztzeit gleicht.

Das Sammelsurium, das uns auf der Erde im Bann der HI vorsetzt, ist eine zu unausgegorene Melange aus Versatzstuecken, die keinen Spass machen. Die Terraner, die sich wieder aufrappeln, die den "alten" Geist zeigen sollen - und dazu anscheinend T-Shirts brauchen und sich siezen muessen. Die Sektierer, die den Untergang predigen. Die machtlosen Behoerden, die die HI in den Griff bekommen wollen und nicht mal mit einem einzelnen Tempel klarkommen. Und der Lynchmob auf den Strassen, der jeden Sktierer am liebsten am naechsten Baum aufknuepfen wuerde.

Die Dscherros lassen sich wenigstens als unwichtige kleine Episode ohne tieferen Hintergrund abtun, mit einer Handvoll unfaehiger Behoerden, die laengst verdient dahingerafft wurden. Das wird diesmal viel schwieriger.

Viele Postings, nicht nur hier, lassen mich schliessen, dass die Gon-Orbhon Juenger keine Spur beliebter sind, als es ein Norman vor zwei Jahren war. Bei dem wurde damals dann spaet aber doch eine Art Schlussstrich gezogen. Ich kann nur hoffen, dass die Feldhoffs und Fricks, und wer immer sonst sich noch fuer die Gesamtserie verantwortlich sieht, das Feuer am Hut erkennt und moeglichst schnell ein Ende mit Schrecken veranlasst, anstatt den Schrecken kein Ende nehmen zu lassen.

Es ist zwar immer wieder schoen, wenn ein alter Recke aus glorreichen vergangenen Tagen wieder eine aktive Rolle in einem Roman spielen darf, aber man muss als Leser ganz schoen schlucken, wenn ein Julian Tifflor in der aktuellen Krisenlage auf Terra einfach mal ein paar Monate Auszeit nimmt, um ein zuenftiges Weltraumabenteuer zu erleben. Im gleichen Heft, in dem derselbe befuerchtet, dass die Gon-Orbhon Religion in wenigen Monaten eine Mehrheit unter den Terranern gefunden haben wird. Noch dazu, wenn der die tatsaechlichen Regierungs- funktionen ausuebende Minister weder fuer die Reise noch am Zielpunkt unabdingbar wichtige Aufgaben zu erfuellen hat. Bei geglueckter Mission ist der Hayok-Archipel ohnehin wieder mit Terra bzw. der LFT verbunden, und auch Bully wird nicht unbedingt auf die persoenliche Hilfe Tifflors vor Ort angewiesen sein.

Bei einem Vorstoss nach Arkon haette ich mir den ausfuehrenden LFT-Chef eher als unabdingbar vorstellen koennen.

Wie ist das nun mit der Hyperfunk-Reichweite? 5 Lichtjahre, oder 50 Lichtjahre? Unabhaengig von der Senderleistung? Also egal, ob eine kleine Sonde mit Miniaturreaktor dahintersteckt, oder ein 1800 Meter grosser Entdecker? Oder eine planetare Anlagen?

Die HI scheint da recht seltsame, fuer den Expokraten aber die Arbeit angenehm erleichternde Eigenschaften zu haben. Fast alle Eckwerte und Parameter scheinen jederzeit beliebig herbeizuwedelnde Zahlenangaben zuzulassen. Nicht mal auf maximale UEL-Werte ist Verlass. Raumschiffe sind halt genauso schnell oder langsam, wie es die im Expose vorgegebene Reisedauer erfordert.

(Dagegen waere eigentlich gar nichts einzusetzen, der Drehknopf, an dem Hismoom kurz gespielt hat, haette dazu nur ein defektes Potiometer haben muessen, und der kosmokratische Elektriker muesste erst warten, bis das Hilfsvolk xy einen Ersatz herbei- schafft, was in den naechsten 5 Millionen Jahren der Fall sein wird.)

Negatives:

Vom "Buddy"-System scheint Tifflor noch nichts gehoert zu haben. So knapp duerften die Schiffsreserven im SOL-System auch nicht sein, dass nicht zwei Grossraumschiffe auf die Reise geschickt werden koennen.

Was bei einer abwechselnden Aussetzung von Funkbojen eine weitere Zeitersparnis gebracht haette. (Allerdings waeren die Schiffe damit doch 50 LJ weit getrennt gewesen.)

Die Funkbojen selbst sind ja gar bedienerunfreundlich entworfen werden. Was fuer eine Feinjustierung/Einstellung mag das wohl sein, die sich nicht innerhalb weniger Augenblicke oder Minuten durchfuehren laesst? Die elendig lange Wartezeiten erforderlich macht?

Die es Tifflor logisch erscheinen laesst, eine seiner Ansicht nach extrem wichtige Nachricht an Terra, erst nach Erreichen des Ziel Hayoks abzuschicken? Weil er nicht warten will, bis die gerade ausgesetzte Boje betriebsbereit ist? Weil er in dieser Zeit bereits Hayok erreichen kann?

Da gruebeln die grauen Zellen doch ein wenig. Ja, gilt diese "Wartezeit" denn nicht auch fuer die letzte Boje, die am Zielort stationiert wird? Oder will er dort die Sendeanlagen von PRAETORIA oder Hayok verwenden? Die aber, wenn ich mich richtig erinnere, nur 5 Lichtjahre Reichweite haben. Wenn ja, wieso verwendet er nicht die Hyperfunktanlagen der RICHARD BURTON (die gibt es doch sicher), um die _vorletzte_ Boje anzufunken? Oder erlaubt die famose Funkstrecke nur Gespraeche zwischen Anfangs- und Endpunkt?

Zumindest eine Logik scheint mir hier Aussaetzer zu haben: entweder die meine oder die der Handlungsvorgabe.

Vor 20 Wochen wurden die rigorosen Sicherheitsbestimmungen um den Bau von PRAETORIA beschrieben. Nun kommt es mir so vor, als haetten diese recht fragwuerdigen Bestimmungen nur fuer Rumal gegolten, als wuessten auf Terra und in der LFT-Flotte Hinz und Kunz ueber den Koloss bescheid. Es waere schoen gewesen, wenn erwaehnt worden waere, dass Tiff zuvor ein paar Informationen gegeben haette.

Woher wusste Tiff anscheinend, wo genau Bully sich aufhaelt? Warum war nicht Rumal das eigentliche Ziel der Expedition?

Ein paar Erklaerungen zum seltsamen Verschleiss an Reaktoren waeren nicht unpassend gewesen. Wird Tifflor die Hersteller verklagen? Hat NATHAN schon wieder die Unterlagen aus vergangenen Tagen verschlampt? Als PR und Co. damit problem Andromeda eroberten, M87 aufmischten oder den Takerern zeigten, wer das Sagen hat?

(Ich denke nicht, dass die HI tatsaechlich etwas mit irgendeinem hyperphysikalischen Widerstand zu tun hat. Die Kosmokraten haben eher nur an der kosmischen Dramaturgie geschraubt und bestimmte bevorzugte Expokraten und Autoren von laestigen und alten und ewig gleichen Rahmenbedingungen der technischen Flunkerei befreit. Und bei Computern endlich die handgesteuerten Relais anstatt irgendwelcher abstruser ICs, die keiner versteht, zum Stand der Dinge gemacht. Aufzugskabinen anstelle der gewohnten Antigravschaechte in Mode kommen lassen, weil ja Energie gespart werden muss. (Wie immer die Andrucksabsorber bei den immer noch ungemein beeindruckenden Beschleunigswerten der Raumschiffe beschaffen sein moegen. Ob da im Verhaeltnis ein AG-Schacht eine Rolle spielt?)

Und so schoen und lange erwartet das Auftauchen der Algorrianer war, der Zufall spielte dabei eine Rolle, die jede andere Hauptrolle, die je zu vergeben war, zur Nichtigkeit verblassen laesst. Waere es tatsaechlich fuer das Lesevergnuegen und die Spannung so viel schlechter gewesen, die Pferdianer gleich auf eine Betteltour nach Terra zu schicken, oder zu einer terranischen Kolonie, die am Weg liegt, oder nach Rumal oder direkt in den Hayok-Archipel, weil dort schon vor der HI eine grosse terranische Flottenpraesenz herrschte?

Im wirklichen Leben moegen die seltsamsten Zufaelle geschehen, im fiktiven Romanleben muss und sollte man da wesentlich vorsichtiger und "konservativer" sein.

Eine kurze Bemerkung zuletzt: Erkenne ich einen "neuen" Trend der Sprache in den Heften?

Vor laengerer Zeit schon ist mir eine gewisse "Pathetisierung" in den Vorschautexten aufgefallen, uebertrieben "schwulstige" Formulierungen, die bereits unfreiwillig komisch wirkten. Vor ein paar Wochen "meuchelte" Ernst Vlcek Motanabesatzungen dahin, diesmal liess Arndt Ellmer die soundsovielte Stunde des Tages anbrechen, oder den Ersten Terraner bei den Schohaaken "weilen". Keine grosse Geschichte, aber ich erinnere mich noch, wie vor 25 Jahren mein Deutschlehrer ueber vermeintlich "grosse" Woerter und peotische Anwandlungen in Prosatexten sprach. Damals in meinen Texten. Machmal mag das durchaus passend sein, in den jeweiligen Szenen, die mir jetzt in Erinnerung geblieben sind, sehe ich das aber nicht so. Ich bezweifle sehr, dass die achte Stunde des vierten Tages "Alltagssprache" oder Alltagsdenken ist; auch nicht fuer die Tifflors oder Motana des Perryversums.

(Ich habe mir den Gebrauch so mancher ausschweifender Phrasen noch immer nicht abgewoehnt, aber a) lebe ichn icht vom Verkauf meiner Prosa, und b) ist das (meist) ein Zeichen, dass ich micht ein wenig ueber Etwas lustig mache oder "Vorwuerfe" auf den ersten Blick "schoenschreibe".)

Fazit:

Viel Handlung, einiges an Action (zum Teil vielleicht nicht notwendig: Tryortan-Schlund), neue Mysterien, die hoffentlich mehr als nur eine Schwalbe sein werden, flott zu lesen: _so_ stelle ich mir einen PR-Roman vor. Nicht perfekt, kein Hoehepunkt der Serie und hoffentlich auch nicht des Zyklus, aber unterhaltsam und ohne Leerlauf.

Da fallen beim Lesen so manche Ungereimtheiten gar nicht auf; und erst bei einer eventuellen "Nachbetrachtung" beginnt man, den einen oder anderen Abstrich zu machen. Damit kann ich eigentlich ganz gut leben; und das Auftauchen der Algorrianer ist immer noch tausend mal besser erklaert, als der Graue Troeter, der ploetzlich hinter einem Busch hervorkommt. ;-)

Es wird allmaehlich Standard und Regelfall, dass das einzelne Heft, die Arbeit des Autoren, besser ist als das Geruest des Exposes und des grossen Handlungsbogen, das es auszufuellen gibt.

Tradom krankte am dramaturgischen Ablauf und dem Feinschliff, beim Sternenozean habe ich nach 35 Wochen aber das Gefuehl, dass "man" die zugrundeliegende(n) Idee(n) nicht in den Griff bekommt, dass nicht irgendein Expokrat mit der Handlung "hantiert", sondern von der hin- und hergescheucht wird.

Die Geschichte von der kosmischen Hyperimpedanz scheint mir genau das zu sein, was doch unbedingt vormieden werden sollte: eine abgehobene Geschichte, die vom Leser (und nicht nur dem) nicht verstanden wird. Wobei man sichtlich gar nicht weit abheben muss, um abgehoben zu wirken. ;-)

 

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Dieses Visier wurde verfasst von Rudolf Thiess

Die aktuelle Version wurde am 23. July 2006 in die Datenbank eingepflegt

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