Sprachnörgeleien 2245

Zugrunde liegender Roman: Arndt Ellmer - Operation Kristallsturm

Klasse

S.26: „das Zapfschiff-Cabrio“
<st>

Sprachschnitzer

 

S.18: „schrieb Ronald Tekener in seiner ersten Biohgrafie“
Oh. <g>

S.20: „Auf dem Gravojet ritt wie auf einem Raketenstrahl durch die Atmosphäre“
Manchmal täte ein Subjekt einem Satz ganz gut – wegen der Vollständigkeit und so. ;-)

S.30: „Die Biopositronik schickte mit minimaler Sendenergie ein ultrakurzes Funksignal aus.“
Dass der Send (der Jahrmarkt in Münster) überregional bekannt ist, mag ich ja gerade noch glauben, aber dass seine Energie auf Raumschiffen genutzt wird, wirkt doch unglaubwürdig. ;-)

S.44: „Einverstanden. Setz sich!“
Nur weil er mit Biolek spricht, muss er doch nicht gleich in die höfische Form der Anrede in der dritten Person verfallen. <g>

S.47: „Würden die Schohaaken nicht erschienen sein“
Uaah – oder auch Gnaah. ‚Wären sie nicht erschienen’ täte es doch auch. :-/

Wie bitte?

S.27: „Der innerste Planet wirkte, von der Erde aus gesehen, lunagroß.“
Ist da etwa die arkonidische Firma am Werk, deren Werbespruch lautet ‚Wir versetzen für Sie Planeten, wohin immer sie wollen’? Wenn da die Planetenbahnen im Solsystem so durcheinandergeraten, sollte man allerdings doch erst mal nach der Baugenehmigung fragen. ;-)

S.28: „Sol hing inzwischen überlebensgroß auf der Backbordseite“
Überlebensgroß ist Sol eigentlich immer – zumindest noch für ein paar Milliarden Jahre. <g>

S.28: „der Stern bedeckte jetzt schon mehr als die Hälfte des Himmels über dem Zapfschiff.“
Wie definiert sich ‚Himmel’ bei einem Raumschiff im All? :-?

S.31: „erklang die Daellian-Stimme und wiegte den Attentäter in Sicherheit.“
Na klar, wenn der die Stimme des Kommandanten nicht dauernd hört, wird er unsicher und fühlt sich verfolgt. ;-) Die ganze Szene ist so unlogisch wie nur was. Daellian weiß, wo sich ein Attentäter aufhält, rundherum wimmelt es von TLD-Agenten, deren Job es wäre, sich um den Mann zu kümmern, aber er informiert niemanden, stattdessen tut er gegenüber der Besatzung so, als wäre er woanders. Ein Wahnsinnstrick, wo hat der Mann nur Strategie und Taktik gelernt? <sn>

S.58: „In einem solchen Fall müssten wir damit rechnen, dass er den Aufenthaltsort Bré Tsingas erkennen könnte. Er wäre dann ziemlich bald über die Annäherung des Verbandes informiert. Dieses Risiko müssen wir eingehen.“
Müssen wir? Weil es im Exposé steht? Ein anderer (nachvollziehbarer) Grund kommt für mich jedenfalls nicht über. <sn>

Ganz erstaunlich

S.25: „Die Hälfte der vom Zapfschiff aus sichtbaren Planetenkugel würde den Start der RAINBOW I mit bloßem Auge verfolgen können.“
Lebende Planeten sind eine schöne Gedankenspielerei in der SF – aber warum denn gleich mit Terra anfangen? Das hätte doch bestimmt vorher schon mal jemand gemerkt, wenn der Planet lebte und zudem zwei Augen hätte. ;-)

S.32/33: „Ein greller Energiestrahl raste nach oben, verfehlte Daellian nur knapp...Die beiden tentakelähnlichen Arme sausten wie Peitschen nach unten. Sie schlugen dem Kerl die Arme zur Seite, umklammerten anschließend die Handschuhe...Vorsichtig pflückte Daellian die beiden Sprengladungen aus seinen Fingern und legte sie...“
Bravo. Eine gute Tat. Aber wäre es nicht auch nützlich gewesen, dem ‚Kerl’ den Strahler wegzunehmen? Oder passte der neben den Sprengladungen gar nicht mehr in seine ‚Finger’? Wie hat er dann geschossen? :-? Wittis Zeichnung ist in dieser Frage der Textdeutung auch keine wirkliche Hilfe. ;-)

Schlusswort

Warum auf den Seiten 9-12 vier Buchstabenfehler auftauchen bleibt etwas rätselhaft, da der Roman ansonsten rechtschreib- und sprachtechnisch das seit Monaten gewohnte hohe Niveau hält. <st>  Und inhaltlich? Habe ich im Bereich ‚spoiler’ zu meiner großen Verwunderung positive Bemerkungen mit deatillierter Begründung gelesen. Ja, wer das so sehen kann. <Achselzucksmilie>

Metadaten

Diese Nörgelei wurde verfasst von Kritikaster

Die aktuelle Version wurde am 11. Februar 2008in die Datenbank eingepflegt

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