Sprachnörgeleien 2206

Zugrunde liegender Roman: Frank Borsch - Gesang der Hoffnung

Titelbild

Wunderbar, schön auch in den Details. <st>
Wir lernen: Asterix hatte ein Verhältnis mit dem Piraten im Mastkorb. Der daraus resultierende Spross machte Karriere als easy rider. Biologisch unmöglich? Na, wenn schon. :-p
Hervorragend die Kartenskizzen im Textteil. <st>
Innenillu:
Schon früher moniert wurden die fehlenden Bärte und falsche Kleidung. :-/
Rhodans Gesicht entspringt einem japanischen Zeichentrickfilm. B-(
Am Interessantesten aber die Darstellung der Zephyda als Jane im Dschungel. Nicht nur, dass sie offensichtlich gleich zwei Stufen auf der Sprossenleiter mit einem Schritt nimmt, sie trägt auch noch Kleidung, die eine Reihe von Fragen aufwirft. Trägt sie unter dem Röckchenfetzen noch Unterwäsche? Wenn ja, was soll dann das Stofffähnchen am Hintern noch bewirken? Wenn nein, lässt sich dann das Rumturnen auf der Leiter mit den motanaischen Schicklichkeitsvorstellungen in Einklang bringen? Es darf spekuliert werden. B-)

Klasse

S.39: „Die Wegweiserinnen lauschten mit der intensiven Konzentration, wie sie den Angehörigen von Zivilisationen zu eigen waren, die keine Massenmedien kannten.“
Egal, ob das sachlich richtig ist. Auf jeden Fall sollten Massenmediennutzer mal drüber nachdenken. <st>

S.46: „Leicht verstimmt – Rhodan mochte es nicht, im Dunkeln zu tappen – ließ der Terraner sich wieder zurückfallen.“
Es scheint an der Zeit, einen Club „Befreit Rhodan aus der Serie“ zu gründen. Seit Beginn an, Zyklus für Zyklus, wird er gezwungen, im Dunkeln zu tappen und jetzt erfahren wir: Er mag das gar nicht. :-= Wer eilt zu Hilfe? :-?

Wie bitte?

S.35: „mit einem Ausdruck, in dem sich Mitleid über ihre Unfähigkeit, eine einfache Brücke zu begehen, und Respekt für ihren Mut, es trotz ihrer Gleichgewichtsschwäche gewagt zu haben, mischten.“
Diese Mischung erscheint nicht stimmig. Vielleicht empfindet sie Mitleid, aber Respekt vor dem Mut, etwas zu tun, was völlig natürlich und selbstverständlich ist, wohl eher nicht. Höchstens  Verwunderung. <sn>

S.36: „Die Alte seufzte: ’Was du sagst klingt einleuchtend. Die Motana siedelten einst auch auf vielen Welten.’“ S.40: „ ‚Früher war das anders?’, fragte Atlan. ‚Früher gab es Motana auf ganz Baikhal Cain?’ Selbstverständlich wussten die beiden Männer, dass die Motana früher einflussreicher gewesen waren. Aber Atlan wollte nicht alle Informationen preisgeben.“
Gnaah. Eine Information von jemandem erhalten und sie dann schlauerweise vor ihm geheimzuhalten – da muss man auch erst mal drauf kommen. <sn>

 

Sprachschnitzer

Dreckfuhler mit Seiten-Spalten-Zeilenzahl: 9-2-11 /9-2-15 /19-2-4 /27-2-39 /28-2-32 /31-2-36/  32-2-8 /35-1-27 /39-1-12 /44-1-2 /53-1-38.
Wer findet Ergänzungen? Sind aber auch so schon ungewöhnlich viele. <g>

S.8: „die Früchte erwiesen sich ihren Bemühungen gegenüber als erhaben.“
Sich als erhaben erweisen, setzt doch zumindest eine Persönlichkeit voraus. Handelt es sich bei diesen Früchten also um eine fruchtige Abart der Swoon? Wohl kaum. <sn>

S.26: „Zephyda übernahm die Führung und geleitete die...Reiter...durch den Wald.“
Jemand, der geleitet, ist nicht derjenige der leitet oder führt, sondern eher ein Begleiter. .-/

S.50: „Schmerz, wie er ihn noch nie gekannt hatte...“
Ein Superlativ, der für die Unsterblichen zumindest verboten sein sollte. Die haben schon so viel Folter und Beinahetode hinter sich, dass eine solche Charakterisierung keinen Sinn ergibt. <sn>

S.55: „ Die Burg nahm die gesamte Fläche der Insel ein. Wie eine gigantische Warze....kauerte sie in der Mittagssonne.“
Kauern können bestenfalls Tiere (inklusive Menschen) aber weder Burgen noch Warzen :-p

S.56: „Ein solcher Vorgang war in der Geschichte Baikhal Cains unerhört.“
‚Unerhört’ ist eine moralische Wertung. Das hat mit Geschichte nichts zu tun. <g>

S.59: „vor der Stelle, an der die tote Hand des......aufgeprallt war“
Nicht etwa, dass dieser Körperteil irgendwie abgetrennt wäre. Dann könnte man ja noch mal überlegen, ob es eine tote Hand gibt oder zumindest geben könnte. Nein, sie hing weiter an einem Wesen, dessen tote Haare dann wohl auch an ihm und irgendwo sonst herum hingen. ;-)

Ganz erstaunlich

S.5: „Jeder Versuch, die Dornen zu entfernen, hatte bisher damit geendet, dass sie hinterher noch tiefer im Fleisch steckten.“ S.8: „Der Dorn ließ sich mühelos herausdrehen, das weiche Innere der Frucht bot ihm keinen Halt.“
Dornen, die Fauna und Flora unterscheiden? Neee. <sn>

 

Schlusswort
Es tut sich nicht viel. Aber der Roman liest sich ganz nett <st>

Metadaten

Diese Nörgelei wurde verfasst von Kritikaster

Die aktuelle Version wurde am 06. April 2008in die Datenbank eingepflegt

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