Sprachnörgeleien 2205

Zugrunde liegender Roman: Ernst Vlcek - Das Blut der Veronis

Titelbild

Ansprechend und romangetreu. <st> Allerdings rettet eigentlich nur die Rattenschnauze den Igel davor, wie ein niedlicher Mecki zu wirken. Auch die Innenillu überzeugt, doch wo sind die so oft beschriebenen Bärte? :-?

Klasse

S.41: „Der heilige Berg ruft!“ sagte Atlan.“
Wer hört hier nicht die Stimme von Luis Ratzinger ? ;-p

Wie bitte?

Eingangsseite: „ Gemeinsam mit Lotho Kerate brechen Perry Rhodan und Atlan...auf...die drei Männer landen auf Baikhal Cain. Dort treffen sie im Heiligen Berg auf DAS BLUT DER VERONIS.“
Lotho in Gedanken – und on the rocks - immer dabei? :-/

S.19: „ ‚Was ist mit den Tieren los?‘ wollte Atlan wissen. Aicha warf ihm nur einen spöttischen Blick zu. Wirst es schon selbst merken, schienen ihre Augen zu signalisieren.“
Nicht überzeugend. Das Mädchen ist gerade erst gefangengenommen worden, vor wenigen Stunden zur Vorsteherin bestimmt und kann nicht nur die dort anfallenden Arbeiten mit voller Sachkenntnis ausführen, sondern benimmt sich den Mitgefangenen gegenüber überheblich? <sn>

Sprachschnitzer

Die Eingangsseite entwickelt sich immer mehr zum Dauerproblem. Nach wie vor ist es nicht gelungen, in der zweiten Zeile die Wörter zu trennen. Merkwürdiger Anblick. :-/

S.7: „An der nassen Felsdecke waren vereinzelt Licht angebracht.“
Muss an den nässebedingten Kurzschlüssen liegen, dass nur noch eins brennt. :-p

S.10: „hätten ihn die Dornenspitzen ran der Brust getroffen, wenn er nicht rechtzeitig abgetaucht wäre.“
Schön mal wieder was von ‚ran‘ zu hören. Seit sie keine Fußballberichterstattung mehr machen, beschäftigen sie sich also mit Sportschützen und Tauchern. <bg>

S.30: „Das ist kein durchdachter Plan. Es gibt zu viele Unabwägbarkeiten.“
Das ‚ab‘ kann ab, denn hier reichen auch die Unwägbarkeiten. :-/

S.32: „kündigte die Sirene das Ende ihrer Schicht ein.“
Es scheint sich um eine ganz besondere Form von Sirene zu handeln, denn Einkündigen kann schließlich längst nicht jeder. <g>

S.53: „Aber dann tat er den Fehler, in den Abgrund zu blicken.“
Und jeder sprachempfindsame Mensch hat ebenfalls das Gefühl, in den Abgrund zu blicken, wenn er einen Satz lesen tut, in dem jemand etwas tuen tut. >-(

S.54: „Zum Glück war es lange genug.“
Wie lange? Na, mehr als fünfzehn Meter. Also nicht zeitlich lange sondern räumlich lang. Sprachliche Dimensionsverwechslung. :-P

Ganz erstaunlich

S.48: „Ihr seid dazu da, dem heiligen Berg den Schaumopal zu entreißen. Ausschließlich. Eure Kumpel haben euch nicht zu kümmern. Und wenn zehn von ihnen vor euren Augen krepieren.“
Eine Haltung, die verdeutlichen soll, dass soziale Kälte um jeden Preis angesagt ist.. Für jemanden, der nur an Ausbeute interessiert ist, aber kein logischer Gedankengang. Denn wenn zehn Leute gerettet werden können, kann man sich den betriebswirtschaftlichen Nutzen durch bereits kurzfristig höhere Ausbeute leicht ausrechnen. Insofern überzeugen diese Ausführungen nicht. <sn>

Schlusswort
Sprachlich so sauber, dass der Kritteler nur mit Mühe ein paar erwähnenswerte Bröckchen zusammenklauben kann. <g> Weiter so. <st> Auch die Handlung überzeugt diesmal, da die Helden zwar Mühen und Plagen zu bewältigen haben, diese aber stimmig bleiben. <st>

Metadaten

Diese Nörgelei wurde verfasst von Kritikaster

Die aktuelle Version wurde am 13. April 2008in die Datenbank eingepflegt

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