Prolog zu Nummer 710

Zum Roman: Hans Kneifel - Raumschiff in Fesseln

Am 1. August 3540 beginnt für die SOL mit dem ersten Brückenschlag der Weg in die Ungewissheit. Es geschieht mit dem weiterentwickelten Septim-Parallelspur-Triebwerk und führt das Hantelschiff vorerst vom Mahlstrom der Sterne weg. Dann wird das SPARTAC-Energieteleskop aktiviert, doch zu aller Enttäuschung funktioniert es nicht. Die Aphiliker müssen es noch auf Terra sabotiert haben. Nun gilt es, eine technisch fortgeschrittene Zivilisation zu finden, die das Material zur Reparatur liefern können, denn mit Bordmitteln ist das Teleskop nicht zu reparieren.  

Die einsetzende Suche gestaltet sich sehr langwierig, denn die SOL scheint sich in einem Abschnitt des Universums zu befinden, der bislang erst junge Völker hervorgebracht hat. Nach zwei Jahren haben die Menschen endlich einen Erfolg versprechenden Kontakt. Die anschließende Reparatur des SPARTAC wird aber jäh unterbrochen, als ein unbekannter Effekt das Schiff in eine höhere Dimension reißt. Den Männern, Frauen und Kindern an Bord droht dabei keine Gefahr, aber sie sind wie eingeschlossen und können sich nicht fortbewegen.  

Die SOL kommt erst im Jahr 3551 wieder zur Ruhe bzw. zurück in den Einsteinraum, befindet sich aber quasi am Rand des bekannten Universums.  

Auf der Welt Quasiterra II wird eine einjährige Pause eingelegt. Es sterben viele der älteren Besatzungsmitglieder, obwohl sie ihre normale Lebensspanne noch gar nicht erreicht haben. Die Kinder des Schiffs, das sie in die Welt gesetzt hat, fühlen sich aber wohl und es beginnt ein Generationswechsel an Bord. Die Solaner beginnen mit der Reparatur des SPARTAC, das aber nur noch halb so viel wert ist wie zuvor. Trotzdem kann mit der Suche nach der heimatlichen Milchstraße begonnen werden, woran aber nur noch die Schiffsführung um Perry Rhodan Interesse hat. Die Suche wird zu einem Geduldsspiel vor allem für die Terrageborenen. Die SOLgeborenen fühlen sich im Weltraum und auf der SOL heimisch und es interessiert sie nur am Rande für die Heimat der Menschheit. Jahre vergehen, der Weltraum scheint zu groß für eine erfolgreiche Suche zu sein. Weiterhin sterben viele der Terrageborenen sehr früh, vielleicht wegen der hochgradigen psychologischen Belastungen, die auch die kurzzeitigen Planetenstops nicht dämpfen können. Aber die Zahl der Geburten überwiegt die Zahl der Sterbenden und im Jahr 3564 leben schon über 9000 Menschen an Bord der SOL.  

In weiter Ferne von fast einer Milliarde LJ wird der Mahlstrom schließlich wieder entdeckt. Die SOL ist also auf dem richtigen Weg, benötigt aber trotzdem nochmals zehn Jahre, bis die nun 10000 Menschen an Bord endlich die Milchstraße entdecken. Die Entfernung zwischen dem Mahlstrom und der heimatlichen Galaxis beträgt 501 Millionen LJ.  

Schließlich soll ein letzter Stopp eingelegt werden, bevor die 5200 Terraner und 5800 Solaner die Milchstraße anfliegen werden. Doch dabei wird die SOL zum Raumschiff in Fesseln...

Metadaten

Dieser Prolog wurde verfasst von Rolf-Peter Harms

Die aktuelle Version wurde am 29. July 2006in die Datenbank eingepflegt

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